Auf dem Gruppenfoto eurer Hochzeit stehen vermutlich ein paar Dutzend Menschen. Seid ihr 14 Jahre verheiratet, lässt sich darauf die Zeit ablesen: Mit manchen von ihnen seid ihr bis heute eng, andere sind leise aus eurem Leben verschwunden, und einige, die euch heute viel bedeuten, fehlen auf dem Bild, weil ihr sie damals noch gar nicht kanntet. Die Elfenbeinhochzeit, der 14. Hochzeitstag, ist ein guter Anlass, diese Menschen einmal bewusst in den Blick zu nehmen.
Denn das Material des Jubiläums hat zwei Seiten. Elfenbein gilt als kostbar und selten, es hat der Sprache aber auch den Elfenbeinturm geschenkt, in den man sich zurückzieht, wenn die Welt draußen zu laut wird. Was Freunde und Familie zum Halt eines Paares beitragen, hat die Forschung in mehreren Studien untersucht; ihre Befunde und was daraus für euren Alltag folgt, stehen im Mittelpunkt dieses Beitrags. Wer nur eine Karte schreiben möchte, findet weiter unten 22 Glückwünsche, und wer ein Geschenk sucht, sollte vorher den Abschnitt über echtes Elfenbein lesen. Wie die übrigen Ehejahre heißen, steht in unserer Liste aller Ehejubiläen.
Elfenbeinhochzeit: So heißt der 14. Hochzeitstag
Elfenbeinhochzeit ist der gebräuchliche Name für den 14. Hochzeitstag, amtlich oder sprachlich festgelegt ist er aber nicht. Der Duden kennt unter dem Stichwort Hochzeit nur eine Handvoll Jubiläen, von der papierenen bis zur eisernen; die Elfenbeinhochzeit gehört nicht dazu, und das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache verzeichnet sie ebenfalls nicht.
Das österreichische Behördenportal oesterreich.gv.at gibt dem vierzehnten Ehejahr gleich drei Namen: Elfenbein-, Achat- und Blaue Hochzeit. Mitgeliefert wird eine Deutung, die eher nach Werkstoffkunde klingt als nach Romantik: Die Ehe sei so hart wie die Stoßzähne eines Elefanten. Auch englischsprachige Listen ordnen das 14. Jahr dem Elfenbein zu (ivory), amerikanische Geschenkratgeber nennen als moderne Variante häufig Goldschmuck.
In der Reihe der Jubiläen folgt die Elfenbeinhochzeit auf die Veilchenhochzeit nach dreizehn Jahren. Ein Jahr später steht mit der Kristallhochzeit wieder ein halbrundes Jubiläum an.
Warum Elfenbein? Ein kostbares Material und ein einsamer Turm
Im Wort steckt noch das Tier. Elfenbein geht auf das althochdeutsche helfantbein zurück, das um das Jahr 1000 belegt ist; Bein bedeutete damals Knochen. Schon helfant allein konnte, wie das griechische elephas, sowohl den Elefanten als auch sein Elfenbein bezeichnen. Gemeint ist das Material der Stoßzähne, die bei Elefanten verlängerte Schneidezähne sind: fein gemasert, cremeweiß, mit einem warmen Schimmer und über Jahrhunderte begehrt für Schnitzereien, Kämme und Klaviertasten. In unserer Übersicht steht die Elfenbeinhochzeit deshalb für etwas Seltenes und Kostbares, das österreichische Portal betont die Festigkeit.
Aus dem Material ist außerdem ein Sprachbild entstanden, das nach vierzehn Ehejahren besonders gut passt: der Elfenbeinturm. Im Hohelied der Bibel wird der Hals der Geliebten mit einem Turm aus Elfenbein verglichen, und die christliche Auslegung machte daraus ein Sinnbild für Reinheit und Festigkeit, vor allem bezogen auf Maria. Die heutige Bedeutung kam erst im 19. Jahrhundert auf. Als frühester Beleg gilt ein Gedicht des französischen Kritikers Charles-Augustin Sainte-Beuve von 1837, in dem sich der Dichter Alfred de Vigny in seinen Turm aus Elfenbein zurückzieht. Seither steht das Wort für den Rückzug aus den Auseinandersetzungen der eigenen Zeit, zuerst bei Künstlern, später auch bei Gelehrten. Im Deutschen ist es seit Anfang des 20. Jahrhunderts belegt.
Für eine Ehe ist so ein Turm verlockend. Nach vierzehn Jahren habt ihr euch eingerichtet, mit eigenen Ritualen, eigenen Witzen und einem Sofa, auf dem der Abend am schönsten ist. Besuch wirkt da schnell wie eine Störung. Ein Rückzugsort ist etwas Gutes, solange er Fenster hat. Wird er zur Festung, fehlt etwas, dessen Bedeutung die Paarforschung seit Jahrzehnten untersucht: Menschen um euch herum, die euch als Paar kennen und mögen.
14 Jahre verheiratet: Kein Paar ist eine Insel
„Wir zwei gegen den Rest der Welt“ klingt nach großer Liebe, und die Literatur ist voll von Paaren, die Widerstand nur enger zusammenschweißt. Anfang der 1970er-Jahre schien die Psychologie das zu bestätigen: Eine amerikanische Studie mit rund 140 verheirateten und unverheirateten Paaren berichtete, die Verliebtheit sei gewachsen, wenn sich die Eltern stärker einmischten. Bekannt wurde das als Romeo-und-Julia-Effekt.
Die Soziologinnen Susan Sprecher und Diane Felmlee kamen zu einem anderen Ergebnis. Für ihre Studie von 1992 befragten sie 101 junge, überwiegend studierende Paare dreimal innerhalb von zwei Jahren. Wer mehr Rückhalt von Eltern und Freunden spürte, berichtete mehr Liebe, Zufriedenheit und Bindung. Ob ein Paar zusammenblieb, hing in dieser Stichprobe vor allem damit zusammen, wie viel Unterstützung die Frauen in ihrem Umfeld wahrnahmen. Einen Hinweis darauf, dass Widerstand der Eltern Paare zusammenschweißt, fanden die beiden nicht.
2001 legte Felmlee nach. Ihr Aufsatz trägt den Titel „No couple is an island“, kein Paar ist eine Insel, eine Anspielung auf den englischen Dichter John Donne, für den kein Mensch eine Insel war. Felmlee verfolgte die Liebesbeziehungen von 290 Befragten und berechnete, welche Merkmale des Umfelds eine Trennung wahrscheinlicher machten. Wer glaubte, dass die eigenen Freunde die Beziehung guthießen, trennte sich seltener, ebenso wer Zustimmung aus der Familie des Partners erfuhr. Das galt auch dann noch, wenn Felmlee berücksichtigte, wie nah sich die beiden standen, wie oft sie stritten und ob sie Alternativen sahen.
Zwei Befunde sind weniger bequem. In der Gesamtauswertung ging ausgerechnet die wahrgenommene Zustimmung der eigenen Familie mit einem höheren Trennungsrisiko einher, ebenso eine große Nähe zum besten Freund oder zur besten Freundin. Felmlee sieht darin einen Hinweis, dass Freundschaften und Liebesbeziehungen um Zeit und Zuwendung konkurrieren können. Und was die Befragten über die Haltung ihres Umfelds glaubten, sagte die Stabilität besser voraus als das, was die Menschen im Umfeld tatsächlich dachten.
Den Romeo-und-Julia-Effekt hat ein Team um die Psychologin H. Colleen Sinclair 2014 noch einmal geprüft, mit 396 Teilnehmenden, die im Abstand von drei bis vier Monaten zweimal Auskunft gaben. Wiederfinden ließ er sich nicht. Wer mehr Einmischung oder weniger Zustimmung erlebte, beschrieb seine Beziehung im Gegenteil durchweg als schlechter. Die Forschenden ordnen das dem Netzwerkeffekt zu, den sie mit Felmlees Arbeit verbinden.
Für eure Ehe sind das Hinweise, keine Gesetze. Die Studien von 1992 und 2001 beruhen auf jungen amerikanischen Paaren, die meist noch nicht verheiratet waren, und wie der Nachtest von 2014 messen sie Zusammenhänge; was dabei Ursache und was Folge ist, lassen sie offen. Vielleicht stärkt ein wohlwollendes Umfeld eine Beziehung, vielleicht erkennen Freunde auch einfach früher, ob zwei zueinander passen. Felmlee selbst hielt beides für möglich.
Nach 14 Jahren Ehe: Freundschaften pflegen, ohne einander zu verlieren
Vierzehn Jahre nach der Hochzeit ist bei vielen Paaren das Leben dicht gepackt: Beruf, vielleicht Kinder im Schulalter, Eltern, die Hilfe brauchen. Freundschaften rutschen in solchen Jahren ans Ende der Liste, oft ohne dass es jemand beschließt. Gute Vorsätze helfen dagegen wenig, kleine Gewohnheiten schon:
- Die alte Gästeliste neben die neue legen. Holt die Liste eurer Hochzeitsgäste hervor und schreibt daneben, wen ihr heute einladen würdet. Wer fehlt euch, wer ist neu und wichtig geworden? Wie ihr eingeschlafene Kontakte wieder aufnehmt, beschreibt der Ratgeber Freunde finden als Erwachsener.
- Eigene Freundschaften einplanen, nicht nur dulden. Felmlees Befund zum besten Freund bedeutet nicht, dass enge Freundschaften einer Ehe schaden. Er erinnert daran, dass beide um dieselbe knappe Zeit werben. Sprecht offen darüber, statt still zu rechnen: Ein fester Abend im Monat für jeden, an dem der andere zu Hause übernimmt, ist eine Verabredung und kein Zugeständnis.
- Die Welt des anderen kennen. Du musst nicht mit allen Freunden deines Partners oder deiner Partnerin befreundet sein. Zu wissen, wie sie heißen und was sie gerade beschäftigt, zeigt aber Interesse. Dasselbe gilt für die Familie des anderen: Ein Anruf bei den Schwiegereltern, der nicht nur der Organisation dient, kostet wenig.
- Freundschaften zu viert pflegen. Befreundete Paare kennen euch vor allem als Paar und mögen euch gerade so. Wie ein Abend zu viert gelingt, steht im Beitrag zum Doppeldate. Und manche Ideen aus unserer Liste gemeinsamer Hobbys für Paare funktionieren in der Gruppe sogar besser als zu zweit.
- Bei Gegenwind zuerst zu zweit reden. Ein Umfeld kann eine Beziehung stützen, aber auch untergraben, betont Felmlee. Stellt jemand euch als Paar immer wieder infrage, besprecht zuerst miteinander, wie ihr reagieren wollt, bevor einer von euch allein Stellung bezieht.
Wer Kinder hat, kennt eine Besonderheit dieser Jahre: Viele Kontakte laufen über Kita, Schule und Sportverein. Fragt euch, welche davon auch ohne Elternabend tragen würden, und ladet diese Menschen einmal ohne Kinder ein. Und die Zeit zu zweit? Die bleibt wichtig. Der Turm darf ein Rückzugsort sein, nur verriegeln solltet ihr ihn nicht.
Die Elfenbeinhochzeit feiern: mit Gästen oder ganz für euch
Was an diesem Tag zu tun ist, schreibt euch keine Tradition vor; belegte Bräuche zur Elfenbeinhochzeit haben wir nicht gefunden. Ein paar Vorschläge:
- Jeder bringt zwei mit. Ladet zu einem kleinen Fest ein, zu dem jeder von euch zwei Menschen mitbringt, die der andere bisher kaum kennt: die Kollegin aus dem Projektteam, den Freund aus dem Lauftreff, die Cousine, die man sonst nur auf Familienfeiern sieht. So lernt ihr die Welt des anderen kennen, ohne dass es nach Pflichtbesuch aussieht.
- Ein Turm mit Aussicht. Steigt gemeinsam auf einen Aussichtsturm in eurer Gegend, nehmt eine Thermoskanne mit und überlegt von oben, wo überall Menschen wohnen, die zu eurem Leben gehören. Wer euch dabei zuerst einfällt, bekommt am Abend einen Anruf.
- Ein Tag für die Elefanten. Ein Ausflug in einen Zoo mit Elefantenanlage oder eine Spende an eine Organisation, die Elefanten vor Wilderei schützt, gibt dem Namen eine Bedeutung über euch hinaus.
- Einmal nur zu zweit. Wenn bei euch das ganze Jahr Betrieb ist, darf der Hochzeitstag auch das Gegenteil sein: Telefone aus, Vorhänge zu, ein Abend nur für euch beide. Was ihr mit so einem Abend anfangen könnt, zeigen unsere Ideen zum Jahrestag.
Geschenke zum 14. Hochzeitstag: Elfenbeinfarbe statt Elfenbein
Zuerst das Wichtigste: Echtes Elfenbein kommt als Geschenk nicht infrage. Den internationalen Handel mit Elfenbein afrikanischer Elefanten haben die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens 1989 weitgehend verboten, in Kraft ist das Verbot seit Januar 1990. In der EU gelten seit dem 19. Januar 2022 noch strengere Regeln. Rohes Elfenbein darf dort gar nicht mehr gehandelt werden, bearbeitete Stücke nur noch in engen Ausnahmen, etwa als Antiquität aus der Zeit vor 1947 oder als Musikinstrument von vor 1975, und auch dann nur mit behördlicher Bescheinigung. Wer ein altes Erbstück besitzt, fragt vor jedem Verkauf bei der zuständigen Naturschutzbehörde nach. Schöne Alternativen gibt es genug:
- Schmuck aus Steinnuss. Die Samen der südamerikanischen Elfenbeinpalmen, auch Taguanüsse genannt, stammen vor allem aus Ecuador. Beim Trocknen werden sie steinhart und sind innen elfenbeinfarben. Man kann sie schnitzen, polieren und färben, deshalb werden sie seit Langem als vegetabiles, also pflanzliches Elfenbein verarbeitet, etwa zu Knöpfen, Ringen oder Manschettenknöpfen. Im Sonnenlicht dunkeln sie mit der Zeit etwas nach.
- Dinge in Elfenbeinfarbe. Ein Wollplaid in Naturweiß, Leinenservietten oder Briefpapier in Creme greifen den Namen auf, ohne dass ein Elefant dafür bezahlt.
- Ein Album der Begleiter. Bittet Freunde und Familie heimlich um ein Foto mit euch beiden aus den vergangenen vierzehn Jahren und bindet die Bilder zu einem Buch. So wird das Gruppenfoto der Hochzeit fortgeschrieben.
- Geschenkte Zeit für Freunde. Ein Gutschein für ein Wochenende, an dem dein Partner oder deine Partnerin den Menschen besucht, den er oder sie am längsten kennt, während du zu Hause übernimmst. Näher am Thema dieses Jubiläums kann ein Geschenk kaum sein.
Glückwünsche zur Elfenbeinhochzeit: 22 Texte zwischen Turm und vollem Tisch
Die meisten der folgenden Wünsche greifen das Bild vom Turm und von den Menschen rund um das Paar auf. Wer es schlichter mag, findet in der dritten Gruppe kurze Sätze ohne viel Bild.
Ganz privat
- Vierzehn Jahre mit dir, und ich musste mich nie zwischen dir und meinen Freunden entscheiden. Das ist seltener als Elfenbein.
- Mit dir hätte ich mich gern in einen Turm zurückgezogen. Zum Glück hast du immer wieder die Fenster aufgerissen und Gäste hereingewinkt.
- Danke, dass du meine Leute zu deinen gemacht hast, ohne deine eigenen dafür aufzugeben. Alles Liebe zum 14. Hochzeitstag.
- Kostbar ist nicht das Material, nach dem unser Hochzeitstag heißt. Kostbar ist, dass ich nach vierzehn Jahren an jedem Tisch am liebsten neben dir sitze.
- Mein Geschenk zur Elfenbeinhochzeit ist kein Ding, sondern ein freier Samstag für dich und den Menschen, den du am längsten kennst. Um alles andere kümmere ich mich.
- Vierzehn Jahre, viele Gäste, ein paar Stürme und du immer an meiner Seite. Auf die nächsten Jahre, gern mit vollem Haus.
Von den Menschen um euch herum
- Einen Elfenbeinturm haben wir bei euch nie entdeckt, nur ein Wohnzimmer, in dem immer noch ein Stuhl frei war. Herzlichen Glückwunsch zu vierzehn Jahren Ehe!
- Bei euch gab es in vierzehn Jahren Umzugshilfe, Krisenrat und Suppe für Kranke, manchmal alles in derselben Woche. Wir sind froh, zu eurem Leben zu gehören.
- Vor vierzehn Jahren hat unsere Familie ein neues Mitglied bekommen. Heute können wir uns kein Familienfest mehr ohne dich vorstellen.
- Durch euch haben wir Menschen kennengelernt, die heute zu unseren liebsten gehören. Ihr seid nicht nur ein Paar, ihr seid ein Knotenpunkt. Alles Gute zur Elfenbeinhochzeit!
- Wir wünschen euch viele Abende mit vollem Tisch und genauso viele, an denen ihr niemanden außer euch braucht.
- Als Trauzeugin von damals darf ich das sagen: Ihr seid heute noch schöner zusammen als auf jedem Hochzeitsfoto.
In wenigen Worten
- Selten, kostbar, unverwechselbar: Alles Gute zur Elfenbeinhochzeit!
- Zum 14. Hochzeitstag alles Liebe und immer einen Grund, Gäste einzuladen.
- Vierzehn Jahre verheiratet und mittendrin statt im Elfenbeinturm: Herzlichen Glückwunsch!
- Auf euch zwei und auf alle, die euch auf dem Weg begleitet haben.
- Vierzehn Jahre Ehe, so fest wie Elfenbein und viel geselliger.
- Alles Gute zum 14. Hochzeitstag, und möge euer Freundeskreis so beständig bleiben wie ihr zwei.
Für alle, die gern lachen
- Euer Jubiläum ist nach einem Material benannt, das man kaum noch kaufen darf. Passt: Was ihr habt, gibt es auch nirgends zu kaufen.
- Man sagt Elefanten ein gutes Gedächtnis nach. Ihr braucht keins, euren Hochzeitstag merken wir uns für euch.
- Vierzehn Jahre verheiratet und trotzdem Zeit für Freunde: Verratet uns bitte, wo ihr die zusätzlichen Stunden herbekommt.
- Edel wie Elfenbein und dabei völlig artgerecht: Glückwunsch zur Elfenbeinhochzeit!
Häufige Fragen
Was bedeutet 14 Jahre verheiratet?
14 Jahre verheiratet: Das ist die Elfenbeinhochzeit, der Tag, an dem sich eure Trauung zum vierzehnten Mal jährt. Elfenbein gilt dabei als Bild für eine Ehe, die kostbar und fest geworden ist. Weil das Material auch an den Elfenbeinturm erinnert, ist der Tag ein guter Anlass, Freunde und Familie wieder bewusster einzubeziehen.
Welche Blumen zum 14. Hochzeitstag?
Zum 14. Hochzeitstag passen cremeweiße Blüten, die den Ton des Elfenbeins aufnehmen, etwa helle Dahlien, Freesien oder Calla. Vorgeschrieben ist keine Blume, hierzulande kennt die Tradition für dieses Jahr gar keine. Englischsprachige Blumenhändler empfehlen oft die Dahlie, manche die Orchidee; auf einen alten Brauch geht keine der beiden Zuordnungen zurück.
Was ist ein typischer Spruch für eine Elfenbeinhochzeit?
Typisch wäre zu viel gesagt: Für die Elfenbeinhochzeit ist kein Spruch überliefert. Am besten passen kurze, eigene Zeilen, in denen Elfenbein oder der Turm nur anklingen, etwa: „Vierzehn Jahre, kostbar wie Elfenbein und nie im Turm verschanzt.“ Zweiundzwanzig weitere findest du in der Sammlung weiter oben, für andere Anlässe gibt es unsere Sprüche zum Jahrestag.
Wie heißt der 15-jährige Hochzeitstag?
Der 15. Hochzeitstag heißt Kristallhochzeit; Gläserne Hochzeit und Glashochzeit meinen dasselbe Jubiläum. Es folgt ein Jahr auf die Elfenbeinhochzeit und liegt fünf Jahre vor der Porzellanhochzeit. Was der Name über eine Ehe nach fünfzehn Jahren erzählen kann, steht im Beitrag zur Kristallhochzeit.
Wie heißt die 80-jährige Hochzeit?
Die 80-jährige Hochzeit heißt Eichenhochzeit. In unserer Übersicht steht die Eiche für einen alten Baum mit tiefen Wurzeln, den kein Sturm umwirft. Erleben dürfen den Tag nur sehr wenige Paare: Wer mit zwanzig heiratet, ist zur Eichenhochzeit hundert Jahre alt. Fünf Jahre davor liegt die Kronjuwelenhochzeit.
Fazit: Rückzugsort ja, Festung nein
Vierzehn Ehejahre sind etwas Kostbares, und es ist verständlich, sie gut abzuschirmen. Die Studien zu Freunden und Familie sprechen trotzdem dafür, euch nicht einzumauern: Wer Rückhalt bei Freunden und in der Familie des Partners spürt, bleibt eher zusammen, zumindest bei den untersuchten jungen Paaren. Behaltet eure eigenen Freundschaften, lernt die Menschen des anderen kennen und holt ab und zu Gäste an den Tisch, auch solche, die einer von euch erst noch kennenlernen muss. Echtes Elfenbein braucht ihr für dieses Jubiläum nicht, wohl aber einen Turm mit Fenstern nach draußen.










