Veilchenhochzeit: 13. Hochzeitstag – Bedeutung & Glückwünsche

Veilchenhochzeit: 13 Jahre verheiratet – woher der Name stammt, was Studien über Treue im Kopf zeigen, Ideen, Geschenke und 20 Wünsche zum 13. Hochzeitstag.

von Daniel Weber14 Min. Lesezeit
Veilchenhochzeit: 13. Hochzeitstag – Bedeutung & Glückwünsche
Inhalt 9 Abschnitte
  1. Veilchen, Spitze, Maiglöckchen: So heißt der 13. Hochzeitstag
  2. Warum Veilchen? Klein, früh und stark im Duft
  3. 13 Jahre Ehe und die angebliche Unglückszahl
  4. 13 Jahre verheiratet: Wohin der Blick wandert
  5. Saure Trauben: Wie Gebundene ihre Alternativen kleiner sehen
  6. Treue im Kopf: Was nach dreizehn Jahren im Alltag hilft
  7. Die Veilchenhochzeit feiern: Ideen mit Duft und Aufmerksamkeit
  8. Geschenke zum 13. Hochzeitstag: Duft, Blüte und ein Hauch Spitze
  9. Glückwünsche zur Veilchenhochzeit: 20 eigene Texte

Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer süßer, sagt man bei uns; im Englischen wirkt das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner. Der US-Psychologe Rowland Miller hat das Bild 1997 in der Zusammenfassung einer Studie weitergedacht: Zufriedene Gärtner bemerken das grünere Gras seltener. Ein passenderes Motto für die Veilchenhochzeit gibt es kaum. Der 13. Hochzeitstag ist nach einer Gartenblume benannt, die man leicht übersieht, weil sie klein ist und früh im Jahr dicht über dem Boden blüht. Wer 13 Jahre verheiratet ist, kennt diese Art von Wert: Sie drängt sich nicht auf, und doch würde sie sofort fehlen.

Wie Menschen in festen Beziehungen mit attraktiven Alternativen umgehen, ist erstaunlich gut erforscht. Um diese Treue im Kopf geht es hier, ohne erhobenen Zeigefinger: was die Studien zeigen, wo ihre Grenzen liegen und warum verordnetes Wegschauen eher schadet. Die übrigen Ehejubiläen, vom ersten bis zum achtzigsten Jahr, sammelt unsere Hochzeitstag-Übersicht.

Veilchen, Spitze, Maiglöckchen: So heißt der 13. Hochzeitstag

In vielen deutschen Übersichten, auch in unserer, heißt der 13. Hochzeitstag Veilchenhochzeit. Im Duden steht das Wort nicht; unter seinen Zusammensetzungen mit Veilchen, von Veilchenduft bis Veilchenpastille, findet sich keine Hochzeit.

Das österreichische Behördenportal oesterreich.gv.at nennt für das 13. Ehejahr drei andere Namen: Spitzen-, Maiglöckchen- und Salzhochzeit. Gedeutet wird der Tag dort über die Spitze, als Ehe, so kostbar wie geklöppelte oder gehäkelte Handarbeit; eine Quelle für diese Deutung fehlt. Englischsprachige Listen setzen beim 13. Jahr ebenfalls auf Spitze, dort lace genannt. Und Österreich wie Deutschland haben eine Frühlingsblume im Kalender: dort das Maiglöckchen, hier das Veilchen.

Festgelegt ist davon nichts, und einen eigenen Brauch zur Veilchenhochzeit konnten wir nirgends verlässlich belegt finden. In der Reihe liegt der Tag zwischen Nickel- und Elfenbeinhochzeit.

Warum Veilchen? Klein, früh und stark im Duft

Mit Veilchen ist im Alltag meist das Duftveilchen oder März-Veilchen gemeint, botanisch Viola odorata. Es blüht im März und April, wird selten höher als 20 Zentimeter und breitet sich über oberirdische Ausläufer zu dichten Teppichen aus. Von den rund 30 Veilchenarten in Deutschland duftet nur diese so, wie man es von Veilchen erwartet. Sogar die Farbe Violett hat ihren Namen von der Blume.

Zwei Eigenheiten passen zu einer langen Ehe, weil beide im Verborgenen wirken. Die Samen tragen ein nahrhaftes Anhängsel, für das Ameisen sie in ihr Nest schleppen; so breitet sich das Veilchen aus, ohne dass es jemand bemerkt. Und wenn im Sommer die Tage lang sind, bildet das Duftveilchen winzige Blüten, die sich nie öffnen und in ihrem Inneren trotzdem Samen ansetzen. Das Wesentliche geschieht beim Veilchen also nicht nur dort, wo man hinsieht.

In Kate Greenaways Blumensprache-Buch „Language of Flowers“ von 1884 bedeutet das blaue Veilchen Treue, das Duftveilchen Bescheidenheit. Ein alter Poesiealbum-Vers stellt das bescheidene Veilchen im Moos der stolzen Rose gegenüber, die bewundert werden will. Dazu passt die Kurzdeutung in unserer Übersicht: bescheiden, treu, still. Ein modernes Bild also, kein Brauch.

Goethe widmete der Blume 1773 ein Gedicht, das Mozart 1785 vertonte. Darin sehnt sich ein Veilchen danach, von einer jungen Schäferin gepflückt zu werden; sie achtet nicht darauf und tritt es nieder. Für dieses Jubiläum ist das eine hübsche Mahnung: Treue im Kopf heißt nicht nur, woanders weniger hinzusehen, sondern auch, das Veilchen im eigenen Garten nicht zu übersehen.

13 Jahre Ehe und die angebliche Unglückszahl

Bleibt die Zahl. Im Volksglauben gilt die Dreizehn als Unglückszahl, so steht es im Duden, der für die Furcht vor ihr sogar ein eigenes Wort führt: Triskaidekaphobie, gebildet aus dem griechischen Wort für dreizehn. Und wenn es dreizehn schlägt, ist laut Redensart das Maß voll. In Italien gilt dagegen eher die Siebzehn als Unglückszahl, und „fare tredici“, wörtlich dreizehn machen, heißt einen Volltreffer landen. Die Wendung stammt vom Fußballtoto, bei dem man jahrzehntelang dreizehn Ergebnisse richtig tippen musste, um den Hauptgewinn zu holen.

Und falls du die Jahre um den 13. Hochzeitstag für statistisch heikel hältst: Warum die durchschnittliche Ehedauer bei Scheidungen kein Countdown für eure Ehe ist, erklärt der Beitrag zur Kristallhochzeit.

13 Jahre verheiratet: Wohin der Blick wandert

Im Investitionsmodell der Sozialpsychologin Caryl Rusbult, das der Beitrag zur Nickelhochzeit näher erklärt, ist die Qualität der Alternativen eine von drei Größen, aus denen Bindung entsteht. Gemeint ist damit mehr als ein anderer Mensch: Im Fragebogen, den Rusbult 1998 mit Christopher Agnew und John Martz veröffentlichte, zählt auch, ob sich die eigenen Bedürfnisse bei Freunden, in der Familie oder ganz allein erfüllen ließen.

Rowland Miller setzte 1997 einen Schritt früher an: Alternativen können nur wirken, wenn man sie bemerkt. Er ließ Menschen in Liebesbeziehungen ihre Partnerschaft beschreiben und angeben, wie wachsam sie für attraktive andere sind. Im Labor betrachteten sie danach Dias mit attraktiven Personen des anderen Geschlechts, und es wurde festgehalten, wie lange. Zwei Monate später berichteten sie, ob ihre Beziehung noch bestand.

Wer sich als wachsam beschrieb, war mit der eigenen Beziehung im Schnitt weniger zufrieden, hatte weniger investiert, fühlte sich weniger gebunden und bewertete die Beziehungsqualität niedriger. Die Selbstauskunft passte zum Verhalten: Genau diese Teilnehmenden schauten im Labor länger hin. Ob eine Beziehung nach zwei Monaten zerbrochen war, sagte keine der erfassten Größen besser voraus als eine hohe Aufmerksamkeit für Alternativen. Miller deutet die Unaufmerksamkeit deshalb als möglichen Schutzmechanismus für Beziehungen, die einem wichtig sind.

Drei Einschränkungen gehören dazu. Es geht um Zusammenhänge, nicht um Ursache und Wirkung: Ein schweifender Blick kann eine Beziehung schwächen, aber genauso gut verraten, dass sie schon wackelt. Untersucht wurden Liebesbeziehungen über zwei Monate, keine Ehen über 13 Jahre. Und attraktive Fremde erschienen damals auf Dias im Labor, nicht im Minutentakt auf dem Handy.

Saure Trauben: Wie Gebundene ihre Alternativen kleiner sehen

Schon 1989 hatten Dennis Johnson und Caryl Rusbult eine zweite Strategie untersucht. Ihrem Aufsatz stellten sie einen Gedanken von George Bernard Shaw voran, sinngemäß: Tugend bestehe nicht darin, auf das Laster zu verzichten, sondern darin, es gar nicht erst zu begehren. Sie fragten, ob Gebundene attraktive Alternativen innerlich abwerten, umso stärker, je verlockender und greifbarer diese sind. Geprüft haben sie das in drei Studien mit US-Studierenden:

  • Sieben Monate Beobachtung: 34 Studierende, deren Beziehungen erst wenige Wochen alt waren, schätzten immer wieder ein, wie reizvoll andere mögliche Partner wären. Bei denen, die zusammenblieben, sank der Wert deutlich, bei denen, die sich trennten, stieg er. Das Alleinsein verlor dagegen kaum an Reiz.
  • Ein vorgetäuschter Dating-Dienst: 278 Studierende in Beziehungen beurteilten für einen angeblich geplanten Vermittlungsdienst am Campus eine Person, deren Foto sehr, mittel oder wenig attraktiv war. Ein Teil von ihnen urteilte mit Aussicht auf eine eigene Vermittlung. Je stärker die Bindung, desto schlechter schnitt die sehr attraktive Person ab, vor allem bei diesem persönlichen Urteil; stark Gebundene sahen sie dann kaum besser als die weniger attraktiven. Abgewertet wurden nicht nur Humor und Intelligenz, sondern auch, wie verlässlich und treu sie wohl wäre.
  • Ein Gedankenspiel: 76 Studierende versetzten sich in jemanden, der seit drei Monaten eine Beziehung hat und auf einer Feier von einer sehr attraktiven fremden Person angesehen wird. Wer die Rolle mit hoher Bindung las, fühlte sich weniger angezogen, wollte seltener ein Date und traute der fremden Person weniger Gutes zu.

In allen drei Studien hing die Abwertung enger mit der Bindung zusammen als mit der Zufriedenheit. Nicht erst das Glück lässt andere blasser wirken, sondern auch der Entschluss, zusammenzubleiben. Die Forschenden zitieren dazu die Haltung der sauren Trauben aus Äsops Fabel vom Fuchs. Nur hängen die Trauben für Gebundene nicht zu hoch: Sie entscheiden selbst, nicht danach zu greifen, und dann wirken die Trauben tatsächlich weniger verlockend.

Grenzen benennen die beiden selbst. Ohne neutrale Vergleichsurteile lässt sich nicht sicher sagen, ob die Gebundenen abwerteten oder die weniger Gebundenen aufwerteten; die Daten deuten auf etwas von beidem. Die Beziehungen waren jung, die dritte Studie war ein Rollenspiel, die Daten der ersten stammen aus den späten 1970er-Jahren. Auf eine Ehe nach 13 Jahren lässt sich das nur vorsichtig übertragen.

Treue im Kopf: Was nach dreizehn Jahren im Alltag hilft

Naheliegend wäre der Schluss, einfach nicht mehr hinzusehen. Doch Aufmerksamkeit lässt sich schlecht verordnen. Ein Team um den Psychologen Nathan DeWall lenkte 2011 den Blick von Studierenden in Beziehungen mit einer unauffälligen Reaktionsaufgabe am Computer von attraktiven Gesichtern weg. In drei Experimenten folgten darauf weniger Zufriedenheit und Bindung, mehr Nachsicht gegenüber Untreue, ein besseres Gedächtnis für die attraktiven Gesichter und mehr Aufmerksamkeit für neue. Das Team spricht vom Reiz der verbotenen Frucht: Selbst gewählte Unaufmerksamkeit kann einer Beziehung guttun, von außen verordnete eher nicht.

Treue im Kopf ist demnach keine Dauerzensur, eher eine Reihe kleiner Entscheidungen. Ein paar Anregungen, vorsichtig aus den Studien abgeleitet:

  • Bemerken ist kein Fehltritt. Dass dir ein attraktiver Mensch auffällt, sagt wenig über deine Ehe. Miller hat gemessen, wie lange jemand hinsieht und wie wachsam jemand Ausschau hält. Hinsehen passiert, Hängenbleiben ist eine Entscheidung.
  • Auf Gelegenheiten achten. Am stärksten werteten Gebundene ab, wenn eine Alternative greifbar schien. Heikel sind also weniger Fremde im Vorbeigehen als Momente, in denen aus Sympathie eine Möglichkeit wird, etwa ein Chat, der immer später am Abend weitergeht. Wo eure Grenze liegt, bestimmt ihr als Paar; Anhaltspunkte liefert der Beitrag über Mikro-Untreue.
  • Bindung zählt auch an zähen Tagen. Weil die Abwertung eher an der Bindung hing als an der Zufriedenheit, hilft der Entschluss zueinander vermutlich auch in mühsamen Wochen. Für lange Ehen belegt ist das allerdings nicht.
  • Keine Blickkontrolle beim anderen. Ein Verbotsschild über jedem Blick deines Partners oder deiner Partnerin hilft kaum; die Befunde zur verbotenen Frucht deuten eher aufs Gegenteil. Plagt dich Eifersucht, lohnt der Blick nach innen, wie ihn der Ratgeber Eifersucht loslassen beschreibt.
  • Fair vergleichen. Im vorgetäuschten Dating-Dienst bestand die Alternative aus einem Foto und ein paar Zeilen, den Rest lieferte die Fantasie. So tritt oft ein glänzender Ausschnitt gegen ein ganzes Leben an, samt Montagmorgen und Erkältung.
  • Den eigenen Garten ansehen. Aufmerksamkeit, die nicht nach draußen wandert, kommt nicht automatisch drinnen an. Nimm dir vor, jede Woche etwas am anderen zu bemerken, das dir lange nicht aufgefallen ist, und sag es laut.

Die Veilchenhochzeit feiern: Ideen mit Duft und Aufmerksamkeit

Drei Vorschläge, passend zu jeder Jahreszeit:

  • Das erste Veilchen suchen: Im Mittelalter wurde mancherorts das erste Veilchen des Frühlings mit einem Tanzfest begrüßt, so ein Pflanzenporträt der Universität für Bodenkultur Wien. Holt den Brauch zu euch: ein Spaziergang dorthin, wo Veilchen wachsen, danach ein Tanz im Wohnzimmer. Fällt euer Hochzeitstag nicht in den März oder April, wird daraus eine Verabredung für den nächsten Frühling.
  • Dreizehn Beobachtungen: Ihr sammelt beide in den Tagen vor dem Jubiläum unauffällig 13 Kleinigkeiten, die euch am anderen aufgefallen sind, von einer neuen Angewohnheit bis zu einem Satz, der hängen geblieben ist. Am Abend des Hochzeitstags erzählt ihr sie euch, eine nach der anderen.
  • Goethe und Mozart zum Nachtisch: Deckt den Tisch in Violett, lest das kurze Gedicht vom übersehenen Veilchen und hört danach Mozarts Vertonung. Dann erzählt einander, wann ihr euch vom anderen zuletzt besonders gesehen gefühlt habt.

Noch mehr Vorschläge für gemeinsame Unternehmungen bündelt der Beitrag mit Ideen für den Jahrestag.

Geschenke zum 13. Hochzeitstag: Duft, Blüte und ein Hauch Spitze

  • Veilchen für den Garten: Ein Duftveilchen im Topf blüht im nächsten Frühjahr auf Balkon oder Beet. Wer zur Rosenhochzeit einen Rosenstock gepflanzt hat, setzt ihm jetzt Veilchen zu Füßen; Fachleute nennen sie ausdrücklich als Unterpflanzung für Rosen. Samen sind die geduldige Variante: Das Duftveilchen ist ein Frostkeimer und keimt erst nach einer Kälteperiode.
  • Zum Naschen: kandierte Veilchenblüten oder Veilchenpastillen. Wer selbst kandiert, nimmt nur ungespritzte Blüten und bleibt bei kleinen Mengen, denn reichlich verzehrt bekommen Blüten und Blätter dem Magen nicht.
  • Zum Riechen: eine Duftkerze, ein Raumduft oder ein Parfum mit Veilchennote.
  • Für die Spitzenhochzeit: Wer die österreichische oder die englischsprachige Zählung aufgreift, schenkt etwas aus Spitze, vom Tischläufer bis zu etwas Hübschem, das nicht auf den Tisch gehört.

Glückwünsche zur Veilchenhochzeit: 20 eigene Texte

Diese Texte spielen mit Veilchen, Spitze und Unglückszahl; ein Detail aus dem Leben des Paares macht sie persönlich. Weitere, auch ohne Blumen, stehen bei den Sprüchen zum Jahrestag.

An den Menschen, mit dem du verheiratet bist

  • Ich entdecke an dir immer noch Dinge, an denen ich jahrelang vorbeigegangen bin. Danke, dass du so geduldig darauf gewartet hast, dass ich hinschaue.
  • Das Gras auf der anderen Seite des Zauns hat mich nie sonderlich interessiert. Dafür ist mir unser Garten viel zu lieb geworden.
  • Was mich bei dir hält, passt in drei kleine Wörter: zuhören, nachfragen, bleiben. Danke für dreizehn Jahre, in denen ich nie suchen musste.
  • Mit dir war selbst die Dreizehn bisher eine Glückszahl. Ich bin gespannt, was wir aus der Vierzehn machen.
  • Nach dreizehn Jahren erkenne ich deinen Schritt im Treppenhaus und deinen Duft im Flur. Beides heißt für mich: Ich bin zu Hause.

Aus dem Kreis von Familie und Freunden

  • Eure Liebe macht keinen Lärm, aber wer euch besucht, spürt sie nach wenigen Minuten. Herzlichen Glückwunsch zur Veilchenhochzeit!
  • Im Sommer bildet das Veilchen Blüten, die sich nie öffnen und trotzdem Samen tragen. So ähnlich stellen wir uns eure Ehe vor: Das Beste passiert ganz unspektakulär im Alltag.
  • Auf jeder Feier schaut ihr euch an, als wäre sonst niemand im Raum, auch nach dreizehn Jahren. Herzlichen Glückwunsch!
  • In Österreich hieße euer Jubiläum Spitzenhochzeit, und das passt: Ihr arbeitet seit dreizehn Jahren an einem feinen Muster, das trotzdem hält.
  • Bei euch sieht Treue nicht feierlich aus, sondern alltäglich: ein Anruf zwischendurch, ein Blick über den Tisch. Alles Gute zum 13. Hochzeitstag!

Für eine kleine Karte

  • Dreizehn Jahre, leise und beständig wie ein Veilchen im Gras: Alles Gute zur Veilchenhochzeit!
  • Alles Gute zum 13. Hochzeitstag! Mögen noch viele Frühlinge zu zweit folgen.
  • Dreizehn Jahre, die nach mehr duften: Glückwunsch, ihr zwei!
  • Treu wie ein Veilchen, das jedes Frühjahr wiederkommt: Alles Liebe zum 13. Hochzeitstag!
  • Unaufdringlich und doch unverwechselbar: Herzlichen Glückwunsch zu dreizehn Jahren Ehe!

Wenn die Dreizehn mitfeiert

  • Jetzt schlägts dreizehn! Keine Sorge, nur in eurem Ehekalender. Herzlichen Glückwunsch zur Veilchenhochzeit!
  • In Italien heißt dreizehn machen so viel wie einen Volltreffer landen. Bei euch gilt das schon lange. Auguri zum 13. Hochzeitstag!
  • Die Angst vor der Dreizehn heißt Triskaidekaphobie. Ihr leidet allenfalls an Unzertrennlichkeit, und dagegen hilft zum Glück nichts.
  • Freitag, der 13., macht manche Leute nervös. Euer dreizehntes Ehejahr hat euch, wie man sieht, eher gutgetan. Alles Liebe!
  • Man sagt, Nachbars Kirschen schmecken süßer. Ihr wisst seit dreizehn Jahren, dass das vor allem Leute behaupten, die keinen eigenen Baum haben.

Häufige Fragen

Was bedeutet 13 Jahre verheiratet?

13 Jahre verheiratet zu sein heißt, den 13. Hochzeitstag zu feiern, in deutschen Übersichten häufig Veilchenhochzeit genannt. Was 13 Jahre Ehe bedeuten, deutet der Name an: eine Liebe, die ohne große Gesten auskommt und trotzdem spürbar ist. In der Blumensprache des 19. Jahrhunderts stand das Veilchen für Treue und Bescheidenheit.

Was ist eine Veilchenhochzeit?

Die Veilchenhochzeit ist der 13. Jahrestag der Trauung. Der Name ist in deutschen Listen verbreitet, steht aber nicht im Duden. Das österreichische Behördenportal spricht stattdessen von Spitzen-, Maiglöckchen- oder Salzhochzeit, englischsprachige Listen von Spitze. Ein eigener Brauch ist uns nicht bekannt.

Wie gratuliert man zum 13. Hochzeitstag?

Am besten gratulierst du zum 13. Hochzeitstag mit wenigen ehrlichen Worten: dem Namen des Jubiläums, einem guten Wunsch und einer Beobachtung, die es so nur bei diesen beiden gibt, etwa wie sie einander zuhören. Bilder liefert das Veilchen: unauffällig, früh blühend, stark im Duft. Mit der angeblichen Unglückszahl darfst du spielen, solange der Witz die Zahl trifft und nicht die Ehe.

Welcher Spruch passt zur Veilchenhochzeit?

Am besten passt ein kurzer Satz, der ein Bild der Blume mit dem Paar verbindet, etwa „Dreizehn Jahre, leise und beständig wie ein Veilchen im Gras“. Wer es verschmitzt mag, spielt mit der angeblichen Unglückszahl. Einen alten, festen Spruch kennt die Veilchenhochzeit nicht; mehr Auswahl bieten die 20 Texte oben.

Wie nennt man den 14. Hochzeitstag?

Den 14. Hochzeitstag nennt man Elfenbeinhochzeit. In Österreich kennt das Behördenportal für dieses Jahr außerdem die Achat- und die blaue Hochzeit. Woher der Name kommt und warum echtes Elfenbein als Geschenk ausscheidet, steht im Beitrag zur Elfenbeinhochzeit.

Fazit: Wo der Blick zu Hause ist

Treue zeigt sich selten in großen Momenten. Nach 13 Jahren steckt sie eher in vielen kleinen Entscheidungen darüber, wohin der Blick geht und wie lange er bleibt. Die Forschung legt nahe, dass Gebundene Alternativen weniger beachten und geringer schätzen, und dass verordnetes Wegsehen wenig bringt. Feiert die Veilchenhochzeit deshalb nicht als bestandene Prüfung, sondern als Dank an den Menschen, bei dem euer Blick gern hängen bleibt. Und vielleicht sucht ihr im nächsten März gemeinsam das erste Veilchen.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Miller, R. S. (1997): Inattentive and contented: Relationship commitment and attention to alternatives. Journal of Personality and Social Psychology, 73(4), 758-766
  2. Johnson, D. J. & Rusbult, C. E. (1989): Resisting temptation: Devaluation of alternative partners as a means of maintaining commitment in close relationships. Journal of Personality and Social Psychology, 57(6), 967-980
  3. Rusbult, C. E., Martz, J. M. & Agnew, C. R. (1998): The Investment Model Scale: Measuring commitment level, satisfaction level, quality of alternatives, and investment size. Personal Relationships, 5(4), 357-387
Redaktionell geprüft von Daniel Weber3 Quellen angegeben
Daniel Weber

Daniel Weber

Daniel ist Dating-Coach und Kommunikationsexperte. Er zeigt dir, wie du mit Charme und Selbstbewusstsein überzeugst – vom Flirt bis zum ersten Date.

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