Halloween gilt in Deutschland als amerikanischer Import, und das stimmt — aber nur zur Hälfte. Der Weg führte über den Atlantik, allerdings in beide Richtungen: Das Fest kam mit irischen Auswanderern in die USA, wurde dort groß und kehrte hundert Jahre später als Kostümfest nach Europa zurück.
Diese Seite klärt das Datum, die Herkunft — samt der Frage, was an der beliebten Keltenerzählung dran ist —, wie Halloween nach Deutschland kam und was man an dem Abend tatsächlich macht. Dazu die Regeln fürs Süßes-oder-Saures, die kaum jemand kennt, und ein Blick darauf, wo die Grenze zwischen Spaß und Ärger verläuft.
Wann ist Halloween?
Halloween fällt immer auf den 31. Oktober, den Abend vor Allerheiligen. Das Datum ist fix.
Ein gesetzlicher Feiertag ist Halloween nicht. Der Folgetag allerdings schon: Allerheiligen am 1. November ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland arbeitsfrei. In diesen fünf Ländern kann man am 31. Oktober also länger feiern — mit einer Einschränkung, die weiter unten steht.
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Kostenlos registrieren💕 100.000+ Singles sind schon dabeiDer 31. Oktober ist außerdem Reformationstag, gesetzlicher Feiertag in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. In diesen neun Ländern ist Halloween also selbst ein freier Tag — was zu der kuriosen Lage führt, dass dasselbe Datum im Norden und Osten frei ist und im Süden und Westen der Vorabend eines freien Tages.
Woher Halloween kommt
Der Name ist der klarste Teil der Geschichte: Halloween ist eine Verkürzung von All Hallows' Eve, dem Abend vor Allerheiligen. Das christliche Fest Allerheiligen liegt seit dem 9. Jahrhundert auf dem 1. November, der Vorabend gehört liturgisch dazu.
Sehr viel häufiger liest man allerdings die andere Erzählung: Halloween gehe auf das keltische Fest Samhain zurück, das den Sommer verabschiedete und an dem die Grenze zwischen den Welten durchlässig gewesen sei. Diese Herleitung ist verbreitet, aber unter Historikern umstritten. Belegt ist, dass Samhain existierte und Anfang November lag; wie viel davon tatsächlich in die späteren Bräuche einging und wie viel im 19. und 20. Jahrhundert nachträglich hineingedeutet wurde, ist offen.
Wer es also genau nimmt: Der Name ist christlich, das Datum ist christlich, die vorchristlichen Wurzeln sind wahrscheinlich vorhanden, aber schlechter belegt, als es in den meisten Artikeln klingt.
Die heutige Form entstand in den USA. Irische Einwanderer brachten im 19. Jahrhundert ihre Bräuche mit, dort verband sich das mit lokalen Erntefesten und entwickelte sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts zum Kostüm- und Süßigkeitenfest. Der Kürbis übrigens auch: In Irland schnitzte man Rüben, der Kürbis war in Amerika schlicht größer und leichter zu bekommen.
Wie Halloween nach Deutschland kam
In Deutschland ist Halloween ein Kind der 1990er Jahre. Ein oft genannter Auslöser: 1991 fiel der Karneval wegen des Golfkriegs weitgehend aus, und die Kostümbranche suchte einen Ersatztermin. Ob das die Hauptursache war oder nur ein Beschleuniger, lässt sich schwer trennen — parallel liefen amerikanische Filme und Serien, in denen Halloween selbstverständlich vorkam.
Der Erfolg war jedenfalls schnell. Innerhalb weniger Jahre etablierte sich der 31. Oktober als Termin für Kostümpartys, und seit den 2000ern gehört er zum festen Bestand des Handels — nach Weihnachten und Ostern inzwischen einer der umsatzstärksten Dekorationsanlässe des Jahres.
Kritik gibt es weiterhin, und sie kommt aus zwei Richtungen. Kirchliche Stimmen verweisen darauf, dass der 1. November ein stiller Feiertag zum Gedenken an Verstorbene ist. Und mancherorts stört die Sachbeschädigung, die aus dem „Saures“ geworden ist. Beides ändert nichts daran, dass der Abend fest etabliert ist.
Was man an Halloween macht
- Kürbis schnitzen — das Fruchtfleisch nicht wegwerfen, daraus wird Suppe.
- Kostümparty veranstalten, mit einem Motto statt freier Wahl. Das erhöht die Beteiligung deutlich.
- Mit Kindern von Tür zu Tür ziehen, in der Nachbarschaft und bei Tageslicht beginnen.
- Gruselfilmabend mit gestaffelter Härte: erst der harmlose Klassiker, später das Schärfere.
- Eine Führung mitmachen — viele Städte bieten Nachtwächter- oder Friedhofsrundgänge an.
- Essen thematisch gestalten: Kürbissuppe, dunkles Brot, alles, was sich schwarz oder orange färben lässt.
- Escape Room oder Krimidinner — funktioniert auch für Gruppen, die sich nicht verkleiden wollen.
- Für Paare: ein Abend zu zweit mit zwei Filmen, von denen jeder einen aussucht.
- Deko selbst basteln statt kaufen — mit Kindern ist das der eigentliche Spaß am Tag.
- Nachbarn vorher informieren, wenn ihr feiert. Spart Ärger um Mitternacht.
Süßes oder Saures: die ungeschriebenen Regeln
Das Umherziehen von Tür zu Tür ist der Teil, an dem sich am ehesten Konflikte entzünden — meist, weil beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen haben. Ein paar Punkte, auf die sich die meisten einigen können:
Für Kinder und Eltern: Nur dort klingeln, wo dekoriert ist — Kürbis, Lichterkette oder Deko am Fenster sind das Signal „hier gern“. Zwischen 17 und 20 Uhr bleiben, danach schlafen kleine Kinder und ältere Menschen fühlen sich gestört. Kein Klingeln bei Häusern ohne Licht. Und das „Saures“ ist ein Spruch, keine Handlungsanweisung: Eier und Rasierschaum an fremdem Eigentum sind Sachbeschädigung und können teuer werden.
Für alle, die nicht mitmachen wollen: Keine Deko, kein Licht an der Tür — das reicht in der Regel. Wer trotzdem klingelt, bekommt ein freundliches Nein. Man ist zu nichts verpflichtet.
Rechtlich: In den fünf Bundesländern mit Allerheiligen als Feiertag gilt der 1. November als stiller Feiertag mit Tanzverbot — das beginnt je nach Land bereits am Vorabend oder in der Nacht. Wer eine öffentliche Party plant, sollte die Regelung des eigenen Bundeslandes prüfen; private Feiern sind davon nicht betroffen, die allgemeine Nachtruhe ab 22 Uhr gilt aber weiterhin.
Was schreibt man zu Halloween?
Halloween-Grüße dürfen albern sein — das ist der ganze Punkt des Abends. Wortspiele mit Kürbis, Geistern und Dunkelheit funktionieren, große Gefühle nicht.
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Kostenlos testen →⭐ Von über 100.000 Singles empfohlenFür Einladungen gilt: Ort, Zeit, Motto und die Frage, ob Kostümpflicht besteht. Letzteres unbedingt dazuschreiben — die Unsicherheit darüber ist der häufigste Grund, warum Gäste absagen.
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Häufige Fragen zu Halloween
Wann ist Halloween?
Immer am 31. Oktober, dem Abend vor Allerheiligen. Das Datum ist fix und wandert nicht. 2026 fällt Halloween auf einen Samstag, 2027 auf einen Sonntag.
Ist Halloween ein Feiertag?
Halloween selbst nicht. Der 31. Oktober ist aber in neun Bundesländern als Reformationstag gesetzlicher Feiertag, und in fünf weiteren ist der Folgetag Allerheiligen arbeitsfrei. Nur in Berlin und Hessen liegt rund um dieses Datum überhaupt kein Feiertag.
Woher kommt Halloween wirklich?
Der Name kommt von „All Hallows' Eve“, dem Abend vor Allerheiligen. Die verbreitete Herleitung vom keltischen Samhain-Fest ist plausibel, unter Historikern aber umstritten — Samhain existierte, wie viel davon in die heutigen Bräuche einging, ist unklar. Die moderne Form entstand in den USA durch irische Einwanderer.
Seit wann feiert man Halloween in Deutschland?
Seit den 1990er Jahren. Als Auslöser gilt unter anderem der weitgehend ausgefallene Karneval 1991, nach dem die Kostümbranche einen Ersatztermin suchte. Verstärkt wurde das durch amerikanische Filme und Serien.
Bis wann darf man an Halloween klingeln?
Eine gesetzliche Regel gibt es nicht, üblich ist der Zeitraum zwischen 17 und 20 Uhr. Danach stört es. Geklingelt wird nur dort, wo dekoriert ist — das ist das übliche Zeichen, dass Besuch willkommen ist. Ab 22 Uhr gilt ohnehin die allgemeine Nachtruhe.
Ist „Saures“ erlaubt?
Nein, sobald es fremdes Eigentum betrifft. Eier an der Fassade, Rasierschaum am Auto oder beschmierte Klingelschilder sind Sachbeschädigung — Eltern haften unter Umständen mit. Der Spruch gehört zum Brauch, die Handlung nicht.






