Wann trennen sich die meisten Paare? Der Liebeskalender (Studie)

Datenstudie: Fünf Jahre Google-Suchen zeigen, wann Deutschland sich trennt, verlobt und verliebt. Dazu die amtlichen Zahlen zu Hochzeit und Scheidung 2025.

von Markus Lehner15 Min. Lesezeit
Wann trennen sich die meisten Paare? Der Liebeskalender (Studie)
Inhalt 12 Abschnitte
  1. Der Liebeskalender: das Jahr in zwölf Monaten
  2. Wann trennen sich die meisten Paare? Der Januar-Effekt
  3. Partnersuche: Hochsaison von November bis Januar
  4. Wann heiraten die meisten? Suchdaten gegen Standesamt
  5. Sommer: Single-Urlaub, Flirts und ein zweiter Scheidungsgipfel
  6. Herbst: Cuffing Season und Kuschelzeit
  7. Dezember: Liebeserklärungen, Anträge und Einsamkeit
  8. Was die Daten nicht zeigen: drei Mythen
  9. Liebe in Deutschland: die amtlichen Zahlen 2025
  10. Die komplette Datentabelle
  11. Methodik: So haben wir ausgewertet
  12. Grafik und Daten verwenden

Liebe hat Jahreszeiten, und Google kennt sie. Wer wissen will, wann Paare in Deutschland ans Heiraten denken, wann sie sich trennen und wann Singles am stärksten nach jemandem suchen, findet die Antwort nicht in Umfragen, sondern im Suchverhalten: Menschen tippen ihre Fragen in die Suchmaske, lange bevor sie mit Freunden darüber sprechen.

Wir haben deshalb fünf Jahre Google-Suchdaten für Deutschland ausgewertet, 37 Suchbegriffe rund um Liebe, Dating, Hochzeit und Trennung, Woche für Woche von November 2021 bis Oktober 2026. Daneben stehen die neuesten amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu Hochzeiten, Scheidungen und Alleinlebenden. Das Ergebnis ist ein Liebeskalender, der zeigt, welcher Monat wofür steht, und der mit ein paar verbreiteten Annahmen aufräumt.

Der Liebeskalender: das Jahr in zwölf Monaten

Für jeden Monat zeigt die Tabelle den auffälligsten Ausschlag. Der Wert gibt an, wie stark das Suchinteresse in diesem Monat über oder unter dem Fünfjahresschnitt des jeweiligen Begriffs liegt. Plus 30 Prozent heißt also: In diesem Monat wird der Begriff um knapp ein Drittel häufiger gesucht als in einem durchschnittlichen Monat.

MonatWas auffällig steigt oder fälltSuchbegriffAbweichung
JanuarTrennung wird amtlichScheidung / Trennungsjahr+14 % / +13 %
FebruarValentinstag und LiebesbriefeLiebesbrief+40 %
MärzKaum jemand denkt an AnträgeVerlobung−14 %
AprilRomantik-Tief des JahresLiebesbrief−19 %
MaiDie Hochzeitssaison beginntHochzeit+22 %
JuniSingles planen den SommerSingle Urlaub+40 %
JuliHöhepunkt der HochzeitssuchenHochzeit+31 %
AugustAnträge im UrlaubVerlobung+15 %
SeptemberDie Cuffing Season startetCuffing Season (Ahrefs)+59 %
OktoberIdeen für Herbst-DatesDate Ideen+12 %
NovemberKrisenmonat vor den FeiertagenPaartherapie+22 %
DezemberLiebeserklärungen und AnträgeLiebeserklärung / Verlobung+30 % / +30 %

Auffällig ist, wie ungleich das Jahr verteilt ist. Die großen romantischen Gesten ballen sich im Dezember und Februar, die Hochzeiten im Sommer, die Brüche im Januar. Frühling, die angebliche Jahreszeit der Verliebten, ist in den Daten die ruhigste Phase.

Wann trennen sich die meisten Paare? Der Januar-Effekt

Amtliche Zahlen zum Monat der Trennung gibt es in Deutschland nicht. Das Statistische Bundesamt zählt Scheidungen, und die werden in aller Regel erst nach dem Trennungsjahr rechtskräftig. Die Suchdaten zeigen aber deutlich, wann aus einer Krise ein Entschluss wird: im Januar.

  • Trennungsjahr: Der Begriff erreicht in jedem der fünf untersuchten Jahre im Januar seinen Höchststand, im Schnitt 13 Prozent über dem Jahresmittel. Nur die Liebeserklärung im Dezember ist ähnlich verlässlich an einen Monat gebunden.
  • Scheidung: plus 14 Prozent im Januar. In allen fünf Jahren lag der Gipfel zwischen Dezember und Februar, dreimal genau im Januar. Bei rund 9.100 Suchen im Monatsmittel (Ahrefs) entspricht das grob 1.300 zusätzlichen Anfragen.
  • Affäre: plus 15 Prozent im Januar, in drei der fünf Jahre der stärkste Monat.
  • Liebeskummer: plus 7 Prozent im Januar, im Oktober dagegen 11 Prozent unter dem Schnitt.

Die naheliegende Erklärung: Die Feiertage verdichten alles, was in einer Beziehung ohnehin schwierig ist. Viel gemeinsame Zeit, Familie, Erwartungen, Geld. Wer im Dezember noch durchhält, um das Fest nicht zu belasten, sucht im Januar nach dem, was danach kommt. In Großbritannien hat sich dafür unter Anwaltskanzleien sogar ein eigener Begriff eingebürgert, der „Divorce Day“ am ersten Arbeitstag des Jahres.

Spannend ist, was nicht saisonal schwankt: Die Suche nach „Schluss machen“ bewegt sich das ganze Jahr nur zwischen minus 4 und plus 6 Prozent. Die Frage, wie man eine Beziehung beendet, stellt sich also gleichmäßig über das Jahr verteilt. Nur der Schritt ins Rechtliche hat eine Saison. Wer gerade mittendrin steckt, findet in unserem Ratgeber Schluss machen und im Text über das Trennungsjahr und einen neuen Partner konkrete Hilfe.

Ein zweiter, kleinerer Gipfel liegt im Spätsommer: „Scheidung einreichen“ steigt im August um 13 Prozent. Der Sommerurlaub ist offenbar die zweite Belastungsprobe des Jahres. Und noch etwas fällt auf: Im November, kurz vor den Feiertagen, wird 22 Prozent häufiger nach „Paartherapie“ gesucht als im Schnitt. In den beiden letzten Jahren war der November jeweils der stärkste Monat, 2025 sogar mit 75 Prozent über dem Jahresmittel. Viele Paare versuchen also, die Beziehung vor Weihnachten zu retten. Was dabei helfen kann, beschreibt unser Ratgeber zur Beziehungskrise.

Partnersuche: Hochsaison von November bis Januar

Während manche Paare im Januar auseinandergehen, suchen andere gerade dann. Die Partnersuche hat eine klare Winter-Saison:

  • Partnersuche: plus 12 Prozent im November, plus 13 Prozent im Dezember, plus 14 Prozent im Januar. Im Frühjahr und Frühsommer liegt der Begriff 6 bis 8 Prozent unter dem Schnitt.
  • Parship: Die Suche nach der Partnervermittlung verläuft fast spiegelgleich, mit plus 13 und plus 14 Prozent im November und Dezember und dem tiefsten Wert im Oktober.
  • Date Ideen: plus 27 Prozent im Januar und plus 23 Prozent im Februar, im Juni 17 Prozent unter dem Schnitt. Im Sommer braucht offenbar niemand Ideen, im Winter fehlen sie.

Das passt zu einem Muster, das sich durch die ganze Auswertung zieht: Die dunkle Jahreszeit ist die Zeit, in der das Alleinsein am deutlichsten auffällt und in der Menschen aktiv werden. Wer für den Winter Inspiration sucht, findet sie bei unseren Date-Ideen für den Winter. Wie lange es vom ersten Treffen bis zur Beziehung dauert, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengetragen: Wie viele Dates bis zur Beziehung?

Wann heiraten die meisten? Suchdaten gegen Standesamt

Bei Hochzeiten lassen sich Suchdaten und amtliche Statistik direkt nebeneinanderlegen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Eheschließungen nach Monaten. Für 2025, das letzte vollständige Jahr, ergibt sich dieses Bild:

MonatEheschließungen 2025
Januar9.568
Februar12.547
März14.199
April24.153
Mai48.533
Juni39.660
Juli38.799
August45.423
September40.129
Oktober31.929
November18.110
Dezember25.765

Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS-Tabelle 12611-0002, Stand Oktober 2026.

Der Mai war 2025 der beliebteste Hochzeitsmonat, mit gut fünfmal so vielen Trauungen wie im Januar. Zusammen kamen die fünf Monate von Mai bis September auf 61 Prozent aller Hochzeiten. Ganz fest ist die Rangfolge allerdings nicht: Nach den vorläufigen Zahlen für 2026 lag in diesem Jahr der Juni mit 53.227 Trauungen vorn.

Die Suchdaten zeigen, dass eine Hochzeit lange vor dem Termin beginnt:

  • Hochzeit planen: plus 43 Prozent im Januar und Februar. Geplant wird also genau dann, wenn am wenigsten geheiratet wird.
  • Hochzeitskleid: zwei Gipfel, plus 13 Prozent im Januar und plus 15 Prozent im Juli.
  • Hochzeit: plus 22 Prozent im Mai, plus 31 Prozent im Juni und Juli, minus 28 Prozent im Dezember. Der Gipfel lag in allen fünf Jahren zwischen Juni und August.

Und vor der Planung steht der Antrag. Die Suchen nach „Verlobung“ liegen im Dezember 30 Prozent über dem Schnitt, in vier von fünf Jahren war es der stärkste Monat. Auch „Verlobungsring“ (plus 18 Prozent) und „Heiratsantrag“ (plus 17 Prozent) gipfeln zum Jahresende, ein zweiter Gipfel folgt im August. Weihnachten und der Sommerurlaub sind die beiden großen Antragsmomente des Jahres, der Februar mit dem Valentinstag kommt beim Heiratsantrag als drittes hinzu (plus 18 Prozent). Ideen dafür sammelt unser Artikel Heiratsantrag-Ideen, die Planung danach begleitet der Ratgeber Hochzeit planen.

Sommer: Single-Urlaub, Flirts und ein zweiter Scheidungsgipfel

Der Sommer ist die Saison der Singles, die raus wollen:

  • Single Urlaub: plus 40 Prozent im Juni, plus 34 Prozent im Juli, im November dagegen 36 Prozent unter dem Schnitt. Der Höchststand lag in jedem untersuchten Jahr im Juni oder August.
  • Dating App: plus 11 Prozent im Juli, der einzige deutliche Ausschlag des Begriffs.
  • One Night Stand: plus 10 Prozent im Juli und plus 11 Prozent im August.
  • Affäre: ein zweiter Gipfel im Juli mit plus 9 Prozent, nach dem Januar der stärkste Monat.

Die Ausschläge sind deutlich kleiner als bei Hochzeit oder Verlobung. Der Sommer verändert das Liebesleben weniger, als Klatschspalten nahelegen. Wer Pläne für die Reisezeit sucht, findet sie in unserem Ratgeber Single-Urlaub.

Herbst: Cuffing Season und Kuschelzeit

Der englische Begriff Cuffing Season beschreibt die Phase, in der Singles sich vor dem Winter an jemanden binden möchten. In Google Trends ist das Suchvolumen dafür zu gering für eine saubere Auswertung, die Schätzwerte von Ahrefs zeigen aber einen enormen Ausschlag: Im Oktober 2024 gab es rund 5.100 Suchen, im Juni desselben Jahres keine 60. Im Mittel der Jahre 2023 bis 2026 liegt die Suche im September 59 Prozent, im Oktober 121 und im November 150 Prozent über dem Schnitt. Kaum ein Beziehungsbegriff ist so stark an eine Jahreszeit gebunden. Was hinter dem Trend steckt, erklärt unser Artikel Cuffing Season erklärt.

Passend dazu steigt die Suche nach „Kuscheln“ ab Oktober und bleibt bis Januar 7 bis 10 Prozent über dem Schnitt, während sie im Juni und Juli 9 Prozent darunter liegt. Und „Date Ideen“ legen im Oktober um 12 Prozent zu, wenn Biergarten und Badesee wegfallen.

Dezember: Liebeserklärungen, Anträge und Einsamkeit

Kein Monat ist emotional so aufgeladen wie der Dezember, und das in beide Richtungen.

  • Liebeserklärung: plus 30 Prozent. In allen fünf Jahren war der Dezember der stärkste Monat.
  • Liebesbrief: plus 68 Prozent, der größte Dezember-Ausschlag der Studie. Den zweiten Gipfel gibt es im Februar (plus 40 Prozent).
  • Liebesgedicht: plus 37 Prozent.
  • Ich liebe dich: plus 13 Prozent, verliebt: plus 9 Prozent.
  • Verlobung: plus 30 Prozent, Verlobungsring: plus 18 Prozent.

Gleichzeitig zeigen die Daten die Kehrseite: Die Suche nach „einsam“ liegt im Dezember 41 Prozent über dem Schnitt, in vier von fünf Jahren war es der stärkste Monat. „Einsamkeit“ steigt um 24 Prozent. Das Fest, an dem alle zusammenkommen sollen, macht sichtbar, wer niemanden hat. Wenn dir das gerade nahegeht: Unser Ratgeber zu Einsamkeit zeigt, was kurzfristig hilft. Und wenn es dir richtig schlecht geht, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar, unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Wer seine Gefühle zum Jahresende in Worte fassen will, findet Anregungen in unserem Artikel zur Liebeserklärung und in den Tipps zum Liebesbrief schreiben.

Was die Daten nicht zeigen: drei Mythen

Mindestens so interessant wie die Ausschläge sind die Stellen, an denen nichts passiert.

Mythos 1: Im Frühling verlieben sich alle

Frühlingsgefühle sind sprichwörtlich, in den Suchdaten finden sie sich kaum. „Verliebt“ liegt im März 5 Prozent unter dem Schnitt und erreicht seinen Höchststand im Dezember. Der März ist bei Verlobungen der schwächste Monat (minus 14 Prozent), April und Juli bei Liebesbriefen (je minus 19 Prozent). „Flirten“ hatte 2022 und 2023 noch einen März-Gipfel, in den drei Jahren danach nicht mehr. Wer seine Frühlingsgefühle trotzdem nutzen will, findet Ideen in unserem Artikel Frühlingsgefühle nutzen.

Mythos 2: Der Sommer ist die Zeit der Untreue

Die Suche nach „Fremdgehen“ schwankt übers Jahr nur zwischen minus 6 und plus 6 Prozent. Einen Sommereffekt gibt es kaum, und die Suche nach „Affäre“ ist im Januar stärker als im Juli. Untreue ist offenbar ein Ganzjahresthema. Hintergründe liefert unser Ratgeber zum Fremdgehen.

Mythos 3: Vor Weihnachten trennt sich niemand

Ganz falsch ist das nicht, aber die Daten zeigen eher ein Aufschieben als einen Frieden. Im Dezember sinken die Suchen nach „Trennungsjahr“ auf den Jahrestiefstwert (minus 7 Prozent), im Januar folgt der höchste Wert. Liebeskummer bleibt im Dezember dagegen leicht erhöht (plus 3 Prozent). Die Krise ist also da, nur der Schritt wird verschoben.

Liebe in Deutschland: die amtlichen Zahlen 2025

Zur Einordnung der Suchdaten die wichtigsten Kennzahlen aus der amtlichen Statistik, jeweils für das Berichtsjahr 2025:

  • 348.813 Eheschließungen, 0,1 Prozent weniger als 2024 und so wenige wie nie seit Beginn der Reihe 1950. Darunter waren 8.883 gleichgeschlechtliche Ehen.
  • Heiratsalter: Ledige Frauen waren bei der Hochzeit im Schnitt 33,0 Jahre alt, ledige Männer 35,3 Jahre.
  • 130.053 Scheidungen, 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die geschiedenen Ehen hatten im Schnitt 14,6 Jahre gehalten.
  • Kinder: Bei 51,7 Prozent der Scheidungen lebten minderjährige Kinder in der Familie, insgesamt waren 113.417 Kinder betroffen.
  • Trennungsjahr: Rund 81 Prozent der Ehen wurden nach einjähriger Trennung geschieden, rund 18 Prozent nach dreijähriger Trennung.
  • Wer den Antrag stellt: In 53,0 Prozent der Fälle die Frau, in 41,2 Prozent der Mann, in 5,8 Prozent beide gemeinsam.
  • Alleinlebende: 17,3 Millionen Menschen lebten 2025 allein, das sind 20,9 Prozent der Bevölkerung. 42,1 Prozent aller Haushalte sind Einpersonenhaushalte.
  • Paare: 20,4 Millionen Paare, davon 17,1 Millionen Ehepaare und 3,3 Millionen Lebensgemeinschaften ohne Trauschein.

Oft gefragt wird nach der Scheidungsrate. Rechnerisch kamen 2025 auf 100 Hochzeiten rund 37 Scheidungen. Eine Scheidungsquote ist das aber nicht, denn die geschiedenen Ehen wurden im Schnitt fast 15 Jahre früher geschlossen, in Jahren mit ganz anderen Heiratszahlen. Was eine Scheidung kostet, rechnet unser Ratgeber Scheidung: Kosten in Deutschland vor.

Zum Kennenlernen liefert der Digitalverband Bitkom eine aktuelle Zahl: In seiner Umfrage vom Januar 2026 gaben 43 Prozent der Internetnutzer ab 16 Jahren an, schon einmal ein Online-Dating-Angebot genutzt zu haben. Von diesen Online-Datern sagten 32 Prozent, daraus sei eine Beziehung entstanden, in der sie bis heute sind. Mehr Zahlen dazu stehen in unserem Überblick Online-Dating-Statistiken für Deutschland.

Die komplette Datentabelle

Die folgende Tabelle zeigt für 18 der 37 untersuchten Begriffe den Monatsindex. 100 entspricht dem Fünfjahresschnitt, 130 heißt 30 Prozent darüber, 80 heißt 20 Prozent darunter. Fett markiert ist jeweils der stärkste Monat.

SuchbegriffJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Trennungsjahr1131001009795981001041021019793
Scheidung1141071019897959810096979899
Affäre115102100100979010996969710197
Liebeskummer1071061021029997931029589104103
Partnersuche11499949392939310492100112113
Date Ideen127123928788839310210011210293
Heiratsantrag97118888794971011069799101117
Verlobung1048886939496991151019795130
Hochzeit80788397122131131127106918072
Hochzeit planen143143109979310910194677171106
Single Urlaub10293899911414013412787746475
Kuscheln10799979593919196103109109110
Paartherapie1049993959599989795100122102
Liebeserklärung97110959210110088949186117130
Liebesbrief961408981868681908583119168
Einsam10295989596939598949696141
Verliebt101989510298969810110097104109
Fremdgehen1019696941041019910610097101104

Alle 37 Begriffe mit Monatsindex und geschätztem monatlichem Suchvolumen gibt es als CSV-Datei zum Download.

Methodik: So haben wir ausgewertet

  • Datenquelle: Google Trends, Region Deutschland, Websuche, alle Kategorien. Abgerufen wurden die wöchentlichen Werte vom 31. Oktober 2021 bis 31. Oktober 2026, Abruf am 2. November 2026.
  • Berechnung: Jede Woche wurde dem Monat ihres Mittwochs zugeordnet. Für jeden Monat haben wir den Durchschnitt über alle fünf Jahre gebildet und durch den Durchschnitt aller Wochen geteilt. Jeder Kalendermonat ist damit genau fünfmal vertreten.
  • Stabilitätsprüfung: Zusätzlich haben wir für jedes der fünf Jahre (jeweils November bis Oktober) einzeln geprüft, welcher Monat vorn lag. Begriffe, deren Ausschlag nur auf einem einzelnen Jahr beruht, haben wir nicht als Saisonmuster gewertet. Das betrifft etwa „Untreue“, „Ghosting“ und „Tinder“, die jeweils in einem einzelnen Jahr stark nach oben ausschlugen.
  • Absolute Suchvolumen: Die Angaben zu Suchen pro Monat stammen aus dem Ahrefs Keywords Explorer (Deutschland, Durchschnitt der letzten zwölf Monate). Für „Cuffing Season“ reichten die Trends-Daten nicht aus, hier stützt sich die Auswertung auf die monatlichen Ahrefs-Schätzungen von Oktober 2023 bis Oktober 2026.
  • Amtliche Zahlen: Statistisches Bundesamt (Eheschließungen, Scheidungen, Mikrozensus 2025) und Bitkom (Pressemitteilung vom 10. Februar 2026).

Grenzen: Suchinteresse ist kein Verhalten. Wer „Scheidung“ googelt, reicht nicht automatisch die Scheidung ein, und manche Suchen stammen von Neugierigen, Schülerinnen und Journalisten. Google Trends arbeitet mit Stichproben, einzelne Werte können leicht schwanken. Die Muster in dieser Studie haben wir deshalb nur dort hervorgehoben, wo sie über mehrere Jahre stabil sind.

Grafik und Daten verwenden

Die Grafik zum Liebeskalender und alle Zahlen dieser Auswertung darfst du gern für eigene Artikel, Präsentationen oder Beiträge in sozialen Netzwerken verwenden. Wir bitten nur um eine Quellenangabe mit Link auf diese Seite, zum Beispiel: Quelle: michverlieben.com, Liebeskalender 2026. Die Grafik gibt es in voller Auflösung hier als JPG, die Rohdaten als CSV-Datei. Für Fragen zur Methode erreichst du die Redaktion unter blog@michverlieben.com.

Häufige Fragen zum Liebeskalender

Wann trennen sich die meisten Paare?

Eine amtliche Statistik zum Trennungsmonat gibt es nicht. Die Suchdaten sprechen aber klar für den Januar: Der Begriff „Trennungsjahr“ erreichte in allen fünf untersuchten Jahren im Januar seinen Höchststand, „Scheidung“ wird dann 14 Prozent häufiger gesucht als im Schnitt. Einen kleineren zweiten Gipfel gibt es nach dem Sommerurlaub im August.

In welchem Monat heiraten die meisten Menschen?

2025 war es der Mai mit 48.533 Trauungen, gefolgt vom August mit 45.423. Die wenigsten Hochzeiten gab es im Januar (9.568). Nach den vorläufigen Zahlen für 2026 lag in diesem Jahr der Juni vorn.

Wann wird am häufigsten ein Heiratsantrag gemacht?

Gezählt werden Anträge nirgends, aber die Suchen nach „Verlobung“ liegen im Dezember 30 Prozent über dem Schnitt, in vier von fünf Jahren war es der stärkste Monat. Weitere Gipfel gibt es im August und, beim Heiratsantrag selbst, im Februar rund um den Valentinstag.

Wie hoch ist die Scheidungsrate in Deutschland?

2025 gab es 130.053 Scheidungen und 348.813 Hochzeiten, rechnerisch also rund 37 Scheidungen auf 100 Hochzeiten. Als Scheidungsquote taugt dieser Wert aber nur bedingt, weil die geschiedenen Ehen im Schnitt schon 14,6 Jahre bestanden und in anderen Jahren geschlossen wurden.

Wann ist Cuffing Season?

Nach den Suchdaten beginnt sie im September und erreicht im Oktober und November ihren Höhepunkt. Im Frühjahr und Sommer wird der Begriff kaum gesucht.

Darf ich die Grafik verwenden?

Ja, Grafik und Zahlen dürfen mit Quellenangabe und Link auf diese Seite frei verwendet werden.

Fazit: Die Liebe hat einen Kalender

Fünf Jahre Suchdaten zeichnen ein überraschend klares Bild. Der Januar ist der Monat der Brüche und der Neuanfänge, der Dezember der Monat der großen Worte und der Anträge, der Sommer gehört den Hochzeiten und den Singles auf Reisen. Der Frühling dagegen, die angebliche Zeit der Verliebten, ist die ruhigste Phase des Jahres. Wer das weiß, kann manches gelassener sehen: Die Krise nach den Feiertagen ist kein persönliches Versagen, sondern ein Muster, das Hunderttausende teilen. Und die Einsamkeit im Dezember auch.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Google (2026): Google Trends, Suchinteresse Deutschland, wöchentliche Werte 31.10.2021 bis 31.10.2026 (Abruf 02.11.2026)
  2. Ahrefs (2026): Keywords Explorer, Suchvolumen Deutschland (Abruf 02.11.2026)
  3. Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung Nr. 220: 0,6 % mehr Scheidungen und 0,1 % weniger Eheschließungen im Jahr 2025
  4. Statistisches Bundesamt (2026): GENESIS-Tabelle 12611-0002: Eheschließungen nach Monaten
  5. Statistisches Bundesamt (2026): Statistischer Bericht: Rechtskräftige Beschlüsse in Ehesachen 1990–2025
  6. Statistisches Bundesamt (2026): Pressemitteilung N041: Alleinlebende in Deutschland 2025
  7. Statistisches Bundesamt (2026): Paare mit und ohne Kinder nach Lebensform, Mikrozensus 2025
  8. Bitkom (2026): Hälfte unter 30 datet per App (Presseinformation vom 10.02.2026)
Redaktionell geprüft von Markus Lehner8 Quellen angegeben
Markus Lehner

Markus Lehner

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