Trauersprüche Mutter: über 100 Worte für Karte, Anzeige & Grab

Trauersprüche Mutter: über 100 Zeilen zum Tod der Mama – für Anzeige, Trauerkarte und Grabstein, von Tochter, Sohn und Enkeln, mit geprüften Bibelversen.

von Sophia Richter15 Min. Lesezeit
Trauersprüche Mutter: über 100 Worte für Karte, Anzeige & Grab
Inhalt 16 Abschnitte
  1. Trauerspruch Mutter kurz: Zeilen für wenig Platz
  2. Trauersprüche für die Mutter in der Traueranzeige
  3. Trauerkarte, wenn die Mutter verstorben ist: Worte an Hinterbliebene
  4. Abschied Mutter Sprüche von der Tochter
  5. Trauerspruch für die Mutter vom Sohn
  6. Für die Mutter, die auch Oma war: Worte von Kindern und Enkeln
  7. Trauersprüche nach langer Krankheit der Mutter
  8. Wenn die Mutter plötzlich gestorben ist
  9. Abschied auf Raten: Trauersprüche bei Demenz
  10. Christliche Trauersprüche und Bibelverse für die Mutter
  11. Geprüfte Dichterworte über die Mutter
  12. Weltliche Sprüche zum Tod der Mutter
  13. Kurze Sprüche für den Grabstein der Mutter
  14. Muttertag, Geburtstag, Todestag: Worte zum Gedenken
  15. Wenn du nicht weißt, wohin mit der Trauer: Zeilen für dich
  16. So findest du den passenden Trauerspruch für deine Mutter

Trauersprüche für die Mutter zu suchen, ist eine Aufgabe, auf die niemand vorbereitet ist. Plötzlich sollst du in wenigen Zeilen fassen, wer sie war: für die Anzeige, die Karte, den Stein. Hier findest du über 100 Sprüche zum Tod der Mutter, geordnet nach Anlass und Blickwinkel – von Tochter, Sohn und Enkeln, nach langer Krankheit, plötzlichem Tod oder Demenz, dazu Bibelverse nach Luther 1912 und am Original geprüfte Dichterworte. Was ohne Quelle dasteht, hat unsere Redaktion geschrieben; nimm es gern und pass es an.

Die allgemeine Sammlung mit Zeilen für Partner, Freunde und Kinder steht bei unseren Trauersprüchen. Hier geht es nur um sie. Für den Vater gibt es einen eigenen Beitrag mit Trauersprüchen für den Vater.

Trauerspruch Mutter kurz: Zeilen für wenig Platz

Ein kurzer Trauerspruch passt auf die Vorderseite einer Karte oder unter ein Foto. Er muss nicht alles sagen, nur einen Ton anschlagen, an den deine eigenen Worte anknüpfen.

  • Deine Liebe war der Boden, auf dem wir gehen gelernt haben.
  • Mama, du fehlst in jedem Raum.
  • Du hast uns das Leben geschenkt. Wir schenken dir unser Erinnern.
  • Ihre Stimme ist verstummt, ihr Rat klingt weiter.
  • Mit ihr ist der erste Mensch gegangen, der uns je in den Armen hielt.
  • Sie hat uns losgelassen, damit wir eigene Wege finden. Jetzt lassen wir sie ziehen.
  • Dein Platz am Tisch bleibt deiner.
  • Du warst da, bevor wir wussten, was Liebe ist.
  • Ruh dich aus, Mama. Du hast genug getragen.
  • Was du uns mitgegeben hast, reicht für ein ganzes Leben.
  • Eine Mutter geht nie ganz. Sie bleibt in den Händen ihrer Kinder.
  • Danke für jedes „Pass auf dich auf“.

Trauersprüche für die Mutter in der Traueranzeige

Über ihrem Namen in Zeitung oder Online-Portal stehen meist ein, zwei Zeilen. Lesen werden sie Nachbarinnen, frühere Kollegen, der Chor, in dem sie gesungen hat. Gute Zeilen verraten etwas über ihr Wesen, ohne Familiäres auszubreiten; darunter folgen klassisch „In Liebe und Dankbarkeit“ und die Namen der Familie.

  • Sie hat gelebt, was sie uns beigebracht hat: Zuversicht, Geduld und eine Tür, die immer offen stand.
  • Ihr Leben war reich an Arbeit, an Freundschaften und an Lachen. Wir sind dankbar, dass wir dazugehören durften.
  • Unsere Mutter ist nach einem langen, erfüllten Leben eingeschlafen. Was sie gegeben hat, trägt uns weiter.
  • Sie hatte für jeden ein Wort und für jeden Kummer Zeit.
  • Sie ist ihren Weg mit Mut und Eigensinn gegangen, und wir sind ihr gern ein Stück gefolgt.
  • Was sie in uns angelegt hat, wird in unseren Kindern weiterwachsen.
  • Ein Herz, das nie müde wurde, hat aufgehört zu schlagen.
  • Ihre Hände ruhen. Ihre Spuren sind überall.
  • Neugierig, warmherzig, unbeirrbar – so bleibt sie in unserem Gedächtnis.

Trauerkarte, wenn die Mutter verstorben ist: Worte an Hinterbliebene

Ist die Mutter einer Freundin, eines Kollegen oder einer Nachbarin gestorben, schreibst du nicht über sie, sondern an ihre Kinder. Nenn die Verstorbene beim Namen, teile eine Erinnerung und gesteh erwachsenen Kindern zu, dass dieser Verlust auch mit fünfzig noch klein machen kann. Den Aufbau der ganzen Karte zeigt unsere Anleitung Trauerkarte schreiben; Formulierungen für Team, Chefin oder Kunden findest du bei den Beileid-Sprüchen.

  • Deine Mutter hat dich immer mit so viel Stolz angesehen. Ich denke an euch beide.
  • Es tut mir so leid um deine Mama. Ich sehe sie noch am Gartenzaun stehen und über unsere Geschichten lachen.
  • Egal wie alt man ist: Ohne die Mutter wirkt die Welt ein Stück fremder. Ich bin in Gedanken bei dir.
  • Ich habe deine Mutter nur ein paarmal getroffen, aber ihre Herzlichkeit habe ich nicht vergessen.
  • Für dich und deine Geschwister wünsche ich mir, dass ihr euch jetzt gegenseitig haltet.
  • Du warst für deine Mutter da, bis zuletzt. Jetzt darf jemand für dich da sein, zum Beispiel ich.
  • Mir fehlen die passenden Worte. Ich weiß nur, dass deine Mutter einen großen Platz in dir hinterlässt.
  • In stiller Anteilnahme am Tod deiner Mutter, mit einem Licht, das heute Abend für sie brennt.

Abschied Mutter Sprüche von der Tochter

Zwischen Mutter und Tochter liegt oft beides: große Nähe und manches Ringen. Ein Trauerspruch darf das Ganze würdigen, auch die Reibung. Warum diese Verbindung so viel Spiegelung enthält, beschreibt unser Beitrag zur Mutter-Tochter-Beziehung.

  • Ich trage dein Lachen in meinem Gesicht, Mama. Jeder Blick in den Spiegel ist ein Gruß an dich.
  • Wir waren uns nicht immer einig. Geliebt habe ich dich immer.
  • Du hast mir gezeigt, wie man wieder aufsteht. Heute stehe ich auf für dich.
  • Manchmal ertappe ich mich bei deinen Sätzen. Dann weiß ich: Du bist noch da.
  • Deine Tochter zu sein, war mein erstes Zuhause und bleibt mein Stolz.
  • Wem soll ich jetzt als Erstes erzählen, was passiert ist?
  • Du hast mich ins Leben begleitet. Ich durfte dich hinausbegleiten.
  • Mama, ich lerne gerade, ohne deine Stimme am Telefon zu leben. Leicht ist das nicht.

Trauerspruch für die Mutter vom Sohn

Ob knapp oder ausführlich: Der Satz sollte nach dir klingen, nicht nach einer Vorlage. Über Isaak, der um seine Mutter Sara trauerte, hält die Bibel schlicht fest: „Also ward Isaak getröstet über seine Mutter.“ (1. Mose 24,67b) Trost anzunehmen, heißt nicht, sie zu vergessen.

  • Du hast mir die Welt erklärt, Mama, und mich trotzdem meine eigenen Fehler machen lassen.
  • Ich war immer dein Junge. Daran ändert auch der Tod nichts.
  • Danke, dass du an mich geglaubt hast, bevor ich es selbst konnte.
  • Du hast nie gefragt, ob du Zeit für mich hast. Du hattest sie einfach.
  • Mein erstes Wort warst du. Mein letzter Gruß gilt dir.
  • Deine Sorge hat mich manchmal genervt. Heute gäbe ich viel für einen deiner Anrufe.
  • Was ich an Güte in mir habe, habe ich bei dir gelernt.
  • Ich trage dich, wie du mich getragen hast: nah am Herzen.

Für die Mutter, die auch Oma war: Worte von Kindern und Enkeln

Stirbt eine Mutter, die schon Großmutter war, trauern zwei Generationen zugleich. Enkel möchten oft einen eigenen Satz beisteuern, auch die jüngsten. Lass sie in ihren Worten schreiben, und wenn es ein gemaltes Herz ist.

  • Für uns warst du Mama, für unsere Kinder die beste Oma der Welt. Beides bleibst du.
  • Oma, bei dir durften wir alles ein bisschen länger: aufbleiben, erzählen, zuhören.
  • Du hast drei Generationen zusammengehalten. Jetzt halten wir zusammen, für dich.
  • Deine Geschichten erzählen wir weiter, bis unsere Kinder sie auswendig können.
  • Oma, du warst unser sicherer Ort. Wir vermissen deinen Garten, deine Stimme und dich.
  • Mutter und Großmutter, Mittelpunkt und Wärme: Dein Stuhl bleibt am Kopfende.
  • In Liebe: deine Kinder, die längst groß sind, und deine Enkel, die von dir gelernt haben, groß zu träumen.

Trauersprüche nach langer Krankheit der Mutter

Wer die Mutter über Monate begleitet hat, trägt neben dem Verlust oft Erschöpfung und manchmal Erleichterung – beides darf sein. Wähle Worte, die ihre Kraft würdigen, ohne die Krankheit zu einem Kampf zu machen, den sie „verloren“ hätte.

  • Du hast so lange durchgehalten, Mama. Jetzt darfst du loslassen, und wir halten dich fest im Erinnern.
  • Die Krankheit hat dir viel genommen, aber nie deine Würde.
  • Wir haben deine Hand gehalten, so wie du einst unsere.
  • Frei von Schmerzen, aufgehoben in unserer Liebe.
  • Die letzten Monate waren schwer und kostbar zugleich. Danke, dass wir sie mit dir teilen durften.
  • Dein Körper wurde müde, deine Liebe nie.

Wenn die Mutter plötzlich gestorben ist

Ein plötzlicher Tod lässt keine Zeit für einen Abschied, oft bleibt etwas ungesagt. Formeln wie „still eingeschlafen“ oder „erlöst“ passen hier nicht; tragfähiger sind Worte, die das Unbegreifliche offen beim Namen nennen.

  • Gestern noch am Telefon, heute nur noch Stille. Wir können es nicht fassen.
  • Du bist gegangen, ohne Lebewohl zu sagen. Wir sagen es dir jetzt und hören nie auf, dich zu lieben.
  • So schnell, so unerwartet, so unendlich traurig.
  • Es gab noch so viel zu sagen, Mama. Wir sagen es jetzt in die Stille hinein.
  • Mitten aus dem Leben gegangen, mitten in unseren Herzen geblieben.
  • Wir hatten noch Pläne für den Sommer. Wir nehmen dich in Gedanken mit.

Abschied auf Raten: Trauersprüche bei Demenz

Bei Demenz beginnt der Abschied oft lange vor dem Tod. Stirbt die Mutter dann, trauern viele um zwei Menschen: um die Frau von früher und um die, die sie zuletzt war. Diese Zeilen versuchen, beiden gerecht zu werden; Details der Krankheit gehören nicht in eine öffentliche Anzeige.

  • Du hast unsere Namen vergessen, Mama. Wir vergessen deinen nie.
  • Am Ende hast du uns nicht mehr erkannt. Wir dich immer.
  • Erst gingen die Erinnerungen, nun bist du gegangen. Die Liebe ist geblieben.
  • Wir haben uns lange von dir verabschiedet und sind doch nicht fertig geworden.
  • In deinen letzten Jahren hast du in einer anderen Zeit gelebt. Jetzt bist du ganz frei.
  • Vieles war zuletzt durcheinander, aber dein Lächeln hat uns immer gefunden.

Christliche Trauersprüche und Bibelverse für die Mutter

Die Verse folgen der gemeinfreien Lutherbibel von 1912, abgeglichen an einer digitalen Ausgabe; geändert ist nur „daß“ zu „dass“. „a“ und „b“ markieren eine Vershälfte, „aus“ einen Ausschnitt. Klassiker wie Psalm 23 stehen bei den allgemeinen Trauersprüchen, hier kommen Verse, in denen die Mutter selbst vorkommt.

  • „Kraft und Schöne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.“ (Sprüche 31,25)
  • „Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre.“ (Sprüche 31,26)
  • „Ihre Söhne stehen auf und preisen sie selig.“ (Sprüche 31,28a)
  • „Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände.“ (Sprüche 31,31a)
  • „Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen.“ (Jesaja 49,15)
  • „Ja, ich habe meine Seele gesetzt und gestillt; so ist meine Seele in mir wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter.“ (Psalm 131,2)
  • „Ich ging traurig wie einer, der Leid trägt über seine Mutter.“ (aus Psalm 35,14)

Zum Verständnis: Sprüche 31 lobt eine tüchtige Frau allgemein, keine bestimmte Mutter; „holdselig“ heißt anmutig. Hatte deine Mutter nur Töchter, schreib „Ihre Kinder stehen auf …“, dann aber ohne Stellenangabe. Psalm 35,14 ist ein Vergleich, der die Trauer um die Mutter als Maß für den tiefsten Kummer nimmt. Jesaja 49,15 dreht das Bild um: Selbst wenn eine Mutter ihr Kind vergäße, vergisst Gott nicht.

Wer es weniger feierlich mag, findet hier christliche Zeilen in heutiger Sprache:

  • Du hast uns beten gelehrt, Mama. Nun legen wir dich in Gottes Hände.
  • Heimgegangen zu dem, dem sie ihr Leben lang vertraut hat.
  • Gott schenke ihr den Frieden, den sie anderen so oft geschenkt hat.
  • Ihr Glaube war leise und fest. Er trägt uns jetzt mit.

Geprüfte Dichterworte über die Mutter

Gedichtzeilen über Mütter gibt es viele, geprüfte Fundstellen weniger. Den Wortlaut der beiden gemeinfreien Texte haben wir an Wikisource-Transkriptionen der historischen Drucke abgeglichen, die alte Schreibung bleibt. Längere Gedichte für Mutter und Vater, darunter Droste-Hülshoffs „An meine Mutter“, sammeln die Trauergedichte.

  • Friedrich Schiller, „Das Lied von der Glocke“ (Musen-Almanach für das Jahr 1800): „Denn sie wohnt im Schattenlande, / Die des Hauses Mutter war, / Denn es fehlt ihr treues Walten, / Ihre Sorge wacht nicht mehr“. Schiller schildert den Tod einer Mutter aus der Sicht der Familie; das Bild der Hausmutter gehört in seine Zeit. Danach erzählt das Gedicht von einer lieblosen Fremden im Haus, die vier Verse stehen darum besser für sich.
  • Heinrich Heine, zweites Sonett „An meine Mutter B. Heine“ (im „Buch der Lieder“, 1827), die Schlusszeilen: „Doch da bist du entgegen mir gekommen, / Und ach! was da in deinem Aug’ geschwommen, / Das war die süße, langgesuchte Liebe.“ Heine schrieb die Sonette an seine lebende Mutter. Ein Sohn sucht draußen vergeblich nach Liebe und findet sie bei ihr – ein Gedanke, der nach ihrem Tod erst recht gilt.

Vorsicht bei einem Satz, der auf vielen Karten steht: „Gott konnte nicht überall sein, darum schuf er die Mütter.“ Er wird gern Rudyard Kipling oder einem jüdischen Sprichwort zugeschrieben, gesichert ist beides nicht. In Lew Wallaces Roman „Ben-Hur“ von 1880 zitiert ihn eine Figur schon als Wort eines alten Rabbiners, als Kipling noch zur Schule ging. Schreib ihn darum ohne Namen.

Weltliche Sprüche zum Tod der Mutter

Nicht jede Mutter war gläubig. Diese Zeilen kommen ohne Himmel aus und bleiben bei Erinnerung, Natur und dem, was sie weitergegeben hat.

  • Sie hat Spuren gelegt, denen wir noch lange folgen werden.
  • Wie ein Baum, der Schatten gab, solange er stand, und dessen Samen längst aufgegangen sind.
  • Ihre Geschichte ist zu Ende erzählt. In uns wird sie weitergelesen.
  • Was eine Mutter gibt, verbraucht sich nicht. Es vermehrt sich in ihren Kindern.
  • Die Jahreszeiten kommen und gehen. In jeder wird etwas an dich erinnern.
  • Von dir haben wir gelernt, dass Liebe ein Tuwort ist.
  • Das Licht in deinem Fenster ist erloschen. In unseren brennt es weiter.
  • Ein Leben lang hast du für uns gesorgt. Jetzt sorgen wir für dein Andenken.

Kurze Sprüche für den Grabstein der Mutter

Auf dem Grabstein zählt jedes Wort, und die Inschrift soll auch in Jahrzehnten noch stimmen. Viele Friedhöfe regeln die Beschriftung in ihrer Satzung; frag vorher bei der Verwaltung oder beim Steinmetz nach.

  • Unsere Mama.
  • Geliebte Mutter, immer nah.
  • Ihr Herz war unser Zuhause.
  • Sie gab Liebe. Sie bleibt Liebe.
  • Mutter. Oma. Mittelpunkt.
  • In Dankbarkeit, deine Kinder.
  • Ruhe in Frieden, Mama.
  • Für immer bei uns.
  • „Kraft und Schöne sind ihr Gewand.“ (aus Sprüche 31,25)
  • Ihre Liebe trägt uns weiter.

Muttertag, Geburtstag, Todestag: Worte zum Gedenken

Die Tage, an denen früher angerufen und gefeiert wurde, fühlen sich nach ihrem Tod oft besonders leer an. Ein Satz auf einer Kerze oder in einer Nachricht an die Geschwister hilft, so einen Tag bewusst zu begehen.

Am Muttertag

  • Heute würde ich dir Blumen bringen, Mama. Ich bringe sie dir trotzdem, nur an einen anderen Ort.
  • Mein erster Muttertag ohne dich. Danke sage ich dir trotzdem.
  • Andere rufen heute ihre Mütter an. Ich rede mit dir in Gedanken.
  • Muttertag ist auch für die, deren Mütter fehlen. Heute feiere ich dich leise.

An ihrem Geburtstag

  • Heute wärst du siebzig geworden. Wir zünden eine Kerze an und backen deinen Lieblingskuchen.
  • Alles Gute zum Geburtstag, Mama, wo immer du jetzt bist.
  • Dein Geburtstag bleibt ein Feiertag. Wir feiern, dass es dich gab.

Am Todestag

  • Ein Jahr ohne dich, Mama. Die Welt ist weitergegangen, wir mit ihr, und du gehst in unseren Gedanken mit.
  • Jedes Jahr an diesem Tag spüre ich, wie sehr du fehlst und wie viel von dir geblieben ist.
  • Mit den Jahren ist das Vermissen anders geworden, nicht kleiner.

Wenn du nicht weißt, wohin mit der Trauer: Zeilen für dich

Wie früh Kinder sich an ihre ersten Bezugspersonen binden, hat John Bowlby in seiner Bindungstheorie beschrieben; für viele ist das die Mutter. Vielleicht reicht ihr Tod deshalb so tief, selbst wenn du längst erwachsen bist oder das Verhältnis nicht einfach war. Manche Sätze schreibt man nur für sich: ins Tagebuch, in einen Brief an sie. Ein Trauerspruch an die Mama darf hier roh sein.

  • Mama, ich greife noch immer zum Telefon, wenn etwas Schönes passiert.
  • Ich vermisse nicht nur dich. Ich vermisse auch den Menschen, der ich nur bei dir sein konnte.
  • Niemand nennt mich mehr so, wie du mich genannt hast.
  • Ich wusste, dass dieser Tag kommt. Ich wusste nicht, dass er so still sein würde.
  • Deine Handschrift auf alten Einkaufszetteln ist jetzt mein größter Schatz.
  • Ich darf traurig sein, so lange es dauert. Du hättest mir dasselbe gesagt.
  • Manchmal bin ich wütend, dass du gegangen bist. Auch das gehört zu meiner Liebe.
  • Gute Nacht, Mama. Wie früher, nur leiser.

So findest du den passenden Trauerspruch für deine Mutter

Diese Fragen machen die Wahl leichter:

  • Klingt er nach ihr? Eine Mutter mit trockenem Humor braucht keinen pathetischen Vers, eine fromme Frau keinen betont nüchternen.
  • Wer liest mit? Die Anzeige ist öffentlich, die Karte privat, das Tagebuch gehört nur dir.
  • Passt er zur Art des Abschieds? „Erlöst“ trägt nach langer Krankheit, nach einem Unfall verletzt es eher.
  • Tragen ihn alle Geschwister mit? Der Spruch der Anzeige spricht für alle, sucht ihn gemeinsam aus.
  • Ist das Zitat echt? Bibelstelle oder Dichter gehören dazu, Kürzungen kennzeichnest du mit „aus“ oder einer Auslassung.

Willst du bei der Feier selbst sprechen, hilft der Leitfaden zur Trauerrede mit einer Musterrede einer Tochter für ihre Mutter. Für den Dank nach der Beisetzung gibt es Texte zur Danksagung nach einem Trauerfall.

Häufige Fragen

Was schreibt man auf eine Trauerkarte, wenn die Mutter verstorben ist?

Schreib, dass es dir leidtut, nenn die Mutter beim Namen und füge eine kleine Erinnerung oder einen Eindruck von ihr hinzu. Ein kurzer Spruch wie „Egal wie alt man ist: Ohne die Mutter wirkt die Welt ein Stück fremder“ kann den Anfang machen. Zum Schluss passt ein ehrliches Angebot, wenn du es wirklich einlösen kannst.

Was schreibt man jemandem, wo die Mutter gestorben ist?

Man schreibt schlicht, dass man an ihn oder sie denkt und um die Mutter mittrauert. Sätze wie „Sie war doch schon alt“ meidest du, weil sie den Schmerz kleiner machen. Wer die Mutter kannte, erzählt eine Erinnerung an sie.

Was ist ein schönes Zitat zum Verlust der Mutter?

Ein schönes und geprüftes Zitat ist Heines Schlusszeile aus dem Sonett an seine Mutter: „Das war die süße, langgesuchte Liebe.“ Christlich geprägt passt Sprüche 31,25: „Kraft und Schöne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.“ Beide Zeilen würdigen, was eine Mutter ausgemacht hat, statt nur den Verlust zu beklagen.

Was schreibt man in die Traueranzeige für die Mutter?

In die Traueranzeige gehören ein Spruch, Name und Lebensdaten der Mutter und die Unterschrift der Angehörigen, oft eingeleitet mit „In Liebe und Dankbarkeit“. Der Spruch sollte etwas über ihr Wesen sagen und für alle Leserinnen und Leser verständlich sein. Angaben zu Trauerfeier und Beisetzung folgen darunter.

Welcher Spruch passt auf den Grabstein der Mutter?

Auf den Grabstein passen sehr kurze Zeilen, die auch nach Jahrzehnten noch stimmen, etwa „Ihr Herz war unser Zuhause“, „Geliebte Mutter, immer nah“ oder ein Bibelausschnitt wie „Kraft und Schöne sind ihr Gewand“. Kläre vorher mit der Friedhofsverwaltung, welche Inschriften die Satzung erlaubt.

Was schreibt man am ersten Muttertag nach dem Tod der Mutter?

Am ersten Muttertag ohne sie darfst du ihr einfach danken, etwa mit „Mein erster Muttertag ohne dich. Danke sage ich dir trotzdem“. Viele zünden eine Kerze an, besuchen das Grab oder schreiben den Geschwistern.

Fazit: Worte, die nach ihr klingen

Für den Tod der Mutter gibt es keinen Satz, der alles sagt, und das muss er auch nicht. Ein guter Trauerspruch hält fest, wer sie war: ihre Wärme, ihren Eigensinn, ihr Lachen oder ihren Glauben. Wähle ihn nach ihr, nicht nach seiner Berühmtheit, prüfe Zitate, bevor sie gedruckt oder in Stein gemeißelt werden, und lass Platz für deine eigenen Worte. Fehlen dir die Worte heute noch, ist das kein Versagen. Manche Sätze für die Mama findest du erst Monate später, beim Aufräumen oder beim Blick in den Spiegel.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Luther, M. (Übers.) (1912): Die Bibel nach der deutschen Übersetzung D. Martin Luthers, revidierter Text 1912. Privilegierte Württembergische Bibelanstalt
  2. Bowlby, J. (1969): Attachment and Loss, Vol. 1: Attachment. Basic Books
Redaktionell geprüft von Sophia Richter2 Quellen angegeben
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