Der kleine Prinz Zitate stehen auf Glückwunschkarten, in Traueranzeigen und auf Tassen, meist ohne Zusammenhang. Dabei ist fast jeder dieser Sätze eine Antwort in einem Gespräch: Ein Fuchs erklärt etwas, eine Rose verstellt sich, ein König redet sich die Welt zurecht. Wer weiß, wer spricht, versteht den Satz anders. Deshalb findest du die Zitate hier nach Figuren und Stationen geordnet, jeweils mit Kapitel und kurzer Einordnung. Am Ende sortieren wir aus, welche angeblichen Saint-Exupéry-Sprüche gar nicht aus diesem Buch stammen.
Vorab: Alle deutschen Fassungen hier sind eigene Übersetzungen aus dem französischen Original, bei den bekanntesten Stellen steht der Originalwortlaut dabei. Die vertrauten deutschen Formulierungen stammen aus geschützten Buchübersetzungen und klingen deshalb teils anders.
Das Buch in Kürze: Erscheinen, Aufbau, Übersetzungen
Le Petit Prince erschien am 6. April 1943 in New York bei Reynal & Hitchcock, gleichzeitig auf Französisch und in einer englischen Übersetzung von Katherine Woods. In Frankreich kam das Buch erst nach Kriegsende bei Gallimard heraus, im Handel ab 1946. Der Autor erlebte das nicht mehr: Er verschwand im Juli 1944 auf einem Aufklärungsflug über dem Mittelmeer.
Die Erzählung hat 27 Kapitel und eine Widmung an seinen Freund Léon Werth. Ein Pilot muss in der Sahara notlanden und trifft einen Jungen von einem winzigen Planeten, der nach und nach von seiner Rose, seiner Reise über sechs Asteroiden und seiner Ankunft auf der Erde erzählt. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1950. In Deutschland ist der französische Text seit 2015 gemeinfrei, 70 Jahre nach dem Tod des Autors; im selben Jahr kamen mehrere neue deutsche Übersetzungen heraus. Jede davon ist aber ein eigenes geschütztes Werk.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“: Fuchs, Kapitel 21, Kontext
Der berühmteste Satz des Buches steht in Kapitel 21. Gesucht wird er in vielen Varianten, etwa als „Nur mit dem Herzen sieht man gut“. Die vertraute Form „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ ist die Fassung der deutschen Übersetzung von 1950. Wörtlich übertragen lautet die Stelle:
„Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Richtig sehen kann man nur mit dem Herzen. Das Wesentliche bleibt den Augen unsichtbar.“
Kapitel 21, der Fuchs. Original: „On ne voit bien qu’avec le cœur. L’essentiel est invisible pour les yeux.“ Der Fuchs sagt das beim Abschied, nicht zu Beginn. Vorher hat er dem Prinzen beigebracht, was Zähmen bedeutet, und ihn noch einmal zu den vielen Rosen im Garten geschickt, die genauso aussehen wie seine eigene. Der Satz bündelt also eine eben gemachte Erfahrung. Er wiederholt ihn, „um sich zu erinnern“. In Kapitel 25 greift er den Gedanken selbst auf:
„Aber die Augen sind blind. Man muss mit dem Herzen suchen.“
Kapitel 25, der kleine Prinz. Pilot und Prinz haben in der Wüste einen Brunnen gefunden. Die Menschen, sagt der Prinz, ziehen fünftausend Rosen in einem Garten und finden doch nicht, was sie suchen, obwohl es in einer einzigen Rose oder einem Schluck Wasser zu finden wäre.
Zitate des Fuchses: Zähmen, Rituale, Abschied
Das Schlüsselwort des Fuchses ist das französische „apprivoiser“, meist mit „zähmen“ übersetzt. Gemeint ist kein Abrichten, sondern langsames Vertrautwerden. Der Prinz fragt dreimal, was das Wort heißt, bis der Fuchs antwortet:
„Das ist etwas, das man viel zu sehr vergessen hat. Es bedeutet: Bande knüpfen.“
Kapitel 21, der Fuchs. Original: „Ça signifie créer des liens.“ Auf diesem einen Satz ruht das ganze Kapitel.
„Wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig auf der Welt sein. Ich werde für dich einzigartig auf der Welt sein.“
Kapitel 21, der Fuchs. Bis dahin ist der Prinz für den Fuchs ein Junge wie hunderttausend andere. Einzigartigkeit entsteht hier nicht durch Eigenschaften, sondern durch die Beziehung.
„Kennenlernen kann man nur, was man zähmt. Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen fertige Dinge beim Händler. Aber weil es keine Händler für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr.“
Kapitel 21, der Fuchs. Der bitterste Satz des Fuchses passt gut in eine Zeit, in der vieles auf Knopfdruck zu haben ist. Freundschaft lässt sich nicht liefern. Mehr Sätze dazu findest du bei unseren Freundschaftssprüchen.
„Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, fange ich schon um drei an, glücklich zu sein. Kommst du aber irgendwann, weiß ich nie, wann ich mein Herz festlich anziehen soll. Es braucht Rituale.“
Kapitel 21, der Fuchs. Ein Ritual ist für ihn das, was einen Tag von den anderen unterscheidet, so wie der Donnerstag, an dem die Jäger im Dorf tanzen und er deshalb Ruhe hat.
„Ich habe etwas davon, sagte der Fuchs, wegen der Farbe des Weizens.“
Kapitel 21, der Fuchs. Der Prinz meint, der Fuchs habe nichts gewonnen, wenn er beim Abschied doch weinen müsse. Der Fuchs widerspricht: Die goldenen Felder werden ihn künftig an das goldene Haar des Prinzen erinnern. In Kapitel 25 denkt der Pilot daran zurück, als er selbst den Abschied kommen spürt: Man riskiert, ein wenig zu weinen, wenn man sich hat zähmen lassen.
Der kleine Prinz Zitate über Liebe: die Rose
Wer Der kleine Prinz Zitate zur Liebe sucht, landet bei der Rose. Sie ist eitel, empfindlich und ein wenig manipulativ, und der Prinz verlässt seinen Planeten auch, weil er mit ihr nicht zurechtkommt. Ihre Geschichte handelt von Missverständnissen und später Einsicht. Klassische Verse zum selben Gefühl sammeln wir bei den Liebesgedichten.
„Wenn jemand eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt unter Millionen und Abermillionen von Sternen, dann genügt das, damit er glücklich ist, wenn er zu ihnen hinaufsieht.“
Kapitel 7, der kleine Prinz. Der Pilot hat gesagt, er habe Wichtigeres zu tun, als über Dornen nachzudenken. Der Prinz wird rot vor Zorn und erklärt, warum alles auf dem Spiel steht, wenn ein Schaf eine solche Blume frisst.
„Ich hätte sie nach ihren Taten beurteilen sollen und nicht nach ihren Worten. […] Blumen sind so widersprüchlich! Aber ich war zu jung, um zu wissen, wie man sie liebt.“
Kapitel 8, der kleine Prinz. Original: „J’aurais dû la juger sur les actes et non sur les mots.“ Rückblickend erkennt er die Zärtlichkeit hinter ihren kleinen Listen. Hier spricht niemand, der verlassen wurde, sondern jemand, der selbst gegangen ist und es bereut.
„Ich muss wohl zwei oder drei Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge kennenlernen will.“
Kapitel 9, die Rose. Beim Abschied gibt sie ihre Ansprüche auf, will keine Glasglocke mehr und gesteht dem Prinzen, dass sie ihn liebt. Der Satz über die Raupen ist ihre Art zu sagen, dass Schönes ohne Lästiges nicht zu haben ist.
„Ihr seid schön, aber ihr seid leer. Für euch kann man nicht sterben.“
Kapitel 21, der kleine Prinz zu den Rosen im Garten. Danach zählt er auf, was seine Rose unterscheidet: Er hat sie gegossen, unter die Glocke gestellt und ihr zugehört, wenn sie klagte, prahlte oder schwieg. Liebe erscheint hier als Liste kleiner Handlungen.
„Es ist die Zeit, die du mit deiner Rose verloren hast, die deine Rose so wichtig macht.“
Kapitel 21, der Fuchs. Original: „C’est le temps que tu as perdu pour ta rose qui fait ta rose si importante.“ Der Fuchs spricht nicht von investierter, sondern von scheinbar vergeudeter Zeit. Gerade die macht den Unterschied.
„Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen. Aber du darfst sie nicht vergessen. Du wirst für immer verantwortlich für das, was du gezähmt hast. Du bist verantwortlich für deine Rose.“
Kapitel 21, der Fuchs. Original: „Tu deviens responsable pour toujours de ce que tu as apprivoisé.“ Im Französischen steht „deviens“, also „wirst“: Verantwortung ist keine Pflicht, die man unterschreibt, sondern entsteht mit der Nähe. Der Prinz nimmt das ernst; noch in Kapitel 26 sorgt er sich, seine Blume habe nur vier lächerliche Dornen gegen die Welt. Weitere Liebeszitate mit geprüfter Herkunft findest du bei unseren Zitaten über die Liebe.
Die sechs Planeten: Zitate über die Erwachsenen
Vor der Erde besucht der Prinz sechs Asteroiden mit je einem einzigen Bewohner (Kapitel 10 bis 15). Jeder ist auf seine Weise in sich selbst gefangen.
Der König (Kapitel 10)
„Man muss von jedem verlangen, was jeder geben kann. Autorität beruht zuerst auf Vernunft.“
Kapitel 10, der König. Untertanen hat er so gut wie keine, doch der Satz enthält einen vernünftigen Gedanken über Führung. Klüger noch ist sein Rat, als der Prinz Richter auf dem leeren Planeten werden soll:
„Es ist viel schwerer, über sich selbst zu urteilen als über andere. Wenn es dir gelingt, dich richtig zu beurteilen, bist du ein wahrer Weiser.“
Kapitel 10, der König. Weil es niemanden zu richten gibt, bleibt nur man selbst.
Der Eitle (Kapitel 11)
„Eitle hören immer nur Lob.“
Kapitel 11, Erzählerkommentar. Bewundert werden will er als Schönster und Klügster eines Planeten, auf dem er allein wohnt.
Der Trinker (Kapitel 12)
„Um zu vergessen, dass ich mich schäme. – Wofür? – Dafür, dass ich trinke!“
Kapitel 12, der Trinker im Gespräch mit dem Prinzen. Das kürzeste der Planetenkapitel zeigt einen Kreislauf, aus dem jemand allein nicht herausfindet. Der Prinz verurteilt ihn nicht; der Text betont, dass er Mitleid hat und helfen möchte.
Der Geschäftsmann (Kapitel 13)
„Es ist nützlich für meine Vulkane und nützlich für meine Blume, dass ich sie besitze. Aber du bist den Sternen nicht nützlich.“
Kapitel 13, der kleine Prinz. Der Geschäftsmann zählt Sterne, um sie zu besitzen, und betont ständig, er sei ein ernsthafter Mann. Der Prinz hält dagegen: Besitz ergibt nur Sinn, wenn man für das Besessene sorgt.
Der Laternenanzünder (Kapitel 14)
„Er ist der Einzige, der mir nicht lächerlich vorkommt. Vielleicht, weil er sich um etwas anderes kümmert als um sich selbst.“
Kapitel 14, der kleine Prinz. Der Laternenanzünder folgt einer Weisung, die sinnlos geworden ist, seit sich sein Planet einmal pro Minute dreht. Der Prinz mag ihn trotzdem, weil er treu einer Sache dient.
Der Geograf (Kapitel 15)
„Meine Blume ist vergänglich, sagte sich der kleine Prinz, und sie hat nur vier Dornen, um sich gegen die Welt zu wehren! Und ich habe sie ganz allein zurückgelassen!“
Kapitel 15, der kleine Prinz. Der Geograf notiert keine Blumen, weil sie vergänglich seien, was er als „von baldigem Verschwinden bedroht“ erklärt. In diesem Moment empfindet der Prinz zum ersten Mal Reue.
Auf der Erde: Schlange, Weichensteller, Händler
Der Prinz landet in der Wüste und trifft lange niemanden.
„Wo sind die Menschen? Man ist ein bisschen allein in der Wüste. – Auch bei den Menschen ist man allein, sagte die Schlange.“
Kapitel 17, der kleine Prinz und die Schlange. Die Schlange bietet ihm an, ihm eines Tages zu helfen, falls er sich zu sehr nach seinem Planeten sehnt. Was das heißt, zeigt sich erst am Ende.
„Nur die Kinder wissen, was sie suchen. Sie verlieren Zeit mit einer Stoffpuppe, und die wird ihnen sehr wichtig, und wenn man sie ihnen wegnimmt, weinen sie.“
Kapitel 22, der kleine Prinz zum Weichensteller. Die Reisenden in den Schnellzügen schlafen oder gähnen, nur die Kinder drücken die Nase an die Scheibe. Wie beim Fuchs wird wichtig, wofür man Zeit verliert.
„Wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte, würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen gehen.“
Kapitel 23, der kleine Prinz. Ein Händler verkauft Pillen gegen den Durst, die dreiundfünfzig Minuten pro Woche sparen sollen. Der Prinz würde die Zeit genau für das nutzen, was die Pille abschafft.
Der Pilot, die Wüste und die Sterne: Zitate über Kindheit und Abschied
Der Erzähler gab als Kind das Malen auf, weil die Erwachsenen seine Riesenschlange, die einen Elefanten verdaut, für einen Hut hielten. Von ihm stammen die Sätze über Kindheit, vom Prinzen die über Abschied.
„Alle Erwachsenen sind zuerst Kinder gewesen. (Aber nur wenige von ihnen erinnern sich daran.)“
Widmung an Léon Werth, vor dem ersten Kapitel. Am Ende widmet Saint-Exupéry das Buch dem Kind, das dieser Freund einmal war.
„Weißt du, wenn man sehr traurig ist, liebt man Sonnenuntergänge.“
Kapitel 6, der kleine Prinz. Auf seinem Planeten genügte es, den Stuhl ein paar Schritte zu rücken; an einem Tag sah er die Sonne dreiundvierzigmal untergehen. Ob er da so traurig war, beantwortet er nicht.
„Die Sterne sind schön, wegen einer Blume, die man nicht sieht.“
Kapitel 24, der kleine Prinz. Beide laufen nachts auf der Suche nach Wasser durch die Wüste. Kurz darauf folgt ein ebenso oft zitierter Satz:
„Das Schöne an der Wüste ist, dass sie irgendwo einen Brunnen versteckt.“
Kapitel 24, der kleine Prinz. Original: „Ce qui embellit le désert, c’est qu’il cache un puits quelque part.“ Der Pilot denkt dabei an sein Elternhaus, das ein nie gefundener Schatz verzauberte.
„Du wirst Sterne haben, wie sie sonst niemand hat. Wenn du nachts in den Himmel schaust, wird es für dich sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.“
Kapitel 26, der kleine Prinz. Das ist sein Abschiedsgeschenk an den Piloten. Gleich danach sagt er: „Und wenn du getröstet bist (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.“ Viele wählen diese Stelle für eine Trauerkarte; weitere tröstende Worte findest du bei unseren Trauersprüchen.
„Schaut in den Himmel. Fragt euch: Hat das Schaf die Blume gefressen oder nicht? Und ihr werdet sehen, wie sich alles verändert.“
Kapitel 27, der Pilot an die Lesenden. Sechs Jahre später fällt ihm ein, dass er am Maulkorb für das Schaf den Lederriemen vergessen hat. Ob die Rose noch lebt, weiß er nicht, und kein Erwachsener, schreibt er, werde je verstehen, wie wichtig das ist.
Antoine de Saint-Exupéry Zitate: echt, aus anderen Werken oder erfunden
Unter seinem Namen kursieren viele Sätze, die nicht aus dem kleinen Prinzen stammen.
- „Lieben heißt nicht, einander anzusehen, sondern gemeinsam in dieselbe Richtung zu schauen.“ Echt, aber aus Terre des hommes (1939; deutsch Wind, Sand und Sterne), aus einer Passage über Menschen, die ein gemeinsames Ziel verbindet. Saint-Exupéry dachte an Kameradschaft, nicht an ein Liebespaar.
- Der Satz, Perfektion sei erreicht, wenn man nichts mehr weglassen kann. Ebenfalls aus Terre des hommes, aus dem Kapitel über das Flugzeug.
- „Wenn du ein Schiff bauen willst, lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem Meer.“ In dieser Form nicht belegt. Verwandt ist eine Stelle in Citadelle, einem unvollendeten Werk, das erst 1948 erschien. Die griffige Kurzfassung lässt sich laut der Rechercheseite Quote Investigator erst Ende der 1990er-Jahre nachweisen.
- „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.“ Kein Beleg in seinen Werken; die Zuschreibung taucht erst in den 2000er-Jahren auf.
- Der Satz, alle Erwachsenen seien einmal Kinder gewesen. Echt, steht aber in der Widmung, nicht in einem Kapitel.
Faustregel: Wird ein angebliches Kleiner-Prinz-Zitat von keiner Figur gesagt und klingt nach Kalenderblatt, lohnt der Blick ins Buch. Dasselbe Muster begegnet dir bei anderen viel zitierten Autoren, etwa bei Oscar Wilde.
Welches Zitat passt zu welchem Anlass?
- Freundschaft: der Fuchs über das Zähmen und die Farbe des Weizens.
- Liebe oder Hochzeit: die verlorene Zeit für die Rose oder die eine Blume unter Millionen Sternen.
- Sehnsucht: die Sterne, die schön sind wegen einer unsichtbaren Blume. Passende Sätze sammeln wir auch bei den Ich-vermisse-dich-Sprüchen.
- Trauer: die lachenden Sterne oder „man tröstet sich immer“. Wähle behutsam, denn im Buch verabschiedet sich ein Kind.
- Für dich selbst: der König über das Urteilen über sich selbst oder die Sonnenuntergänge an traurigen Tagen. Leise Worte in diesem Ton findest du bei den Sprüchen für die Seele.
Für eine private Karte genügt ein kurzer Satz mit Quellenangabe. Willst du ein Zitat drucken oder verkaufen, nimm das Original oder eine eigene Übersetzung, weil deutsche Buchübersetzungen eigenständig geschützt sind.
Häufige Fragen
Was sagt der kleine Prinz zur Liebe?
Im Buch entsteht Liebe durch Zeit und Fürsorge: Die Rose wird dem Prinzen wichtig, weil er sie gegossen, geschützt und ihr zugehört hat. Der Fuchs fasst es in Kapitel 21 zusammen: Die verlorene Zeit macht die Rose wichtig, und man wird verantwortlich für das, was man gezähmt hat. In Kapitel 8 gesteht der Prinz, er sei zu jung gewesen, um sie zu lieben.
Was sind die schönsten Zitate von Antoine de Saint-Exupéry?
Zu den bekanntesten zählen das Geheimnis des Fuchses vom Sehen mit dem Herzen und die Zeit für die Rose (beide Kapitel 21), die Wüste mit dem verborgenen Brunnen (Kapitel 24) und die lachenden Sterne (Kapitel 26). Aus Terre des hommes stammt der Satz, Lieben heiße, gemeinsam in dieselbe Richtung zu schauen.
Wann kam der kleine Prinz?
Das Buch erschien am 6. April 1943 in New York bei Reynal & Hitchcock, auf Französisch und Englisch zugleich. In Frankreich kam es nach dem Krieg bei Gallimard heraus, im Handel ab 1946, auf Deutsch zuerst 1950. Saint-Exupéry selbst war bereits im Juli 1944 von einem Aufklärungsflug nicht zurückgekehrt.
Was sind die schönsten Zitate?
Eine objektive Rangliste gibt es nicht. Aus dem kleinen Prinzen werden diese besonders oft gewählt: „Richtig sehen kann man nur mit dem Herzen“, die Verantwortung für das Gezähmte, die eine Blume unter Millionen Sternen und „man tröstet sich immer“. Am stärksten wirken sie, wenn du weißt, wer sie sagt.
Woher stammt „Man sieht nur mit dem Herzen gut“?
Aus Kapitel 21 von Der kleine Prinz. Der Fuchs verrät den Satz dem Prinzen beim Abschied als sein Geheimnis, nachdem dieser im Rosengarten verstanden hat, warum seine eigene Rose einzigartig ist. Die deutsche Wendung geht auf die Übersetzung von 1950 zurück; im Original heißt es „On ne voit bien qu’avec le cœur“.
Fazit: Jedes Zitat hat einen Sprecher
Die Sätze aus dem kleinen Prinzen klingen auch allein schön, aber im Zusammenhang sagen sie mehr. Der Satz vom Herzen ist ein Abschiedsgeschenk, die Verantwortung für die Rose eine späte Einsicht, und die lachenden Sterne sind der Trost eines Kindes, das selbst Angst hat. Nenn beim Verschenken Figur und Kapitel und prüf bei Kalenderweisheiten, ob sie wirklich im Buch stehen. Wer diesen leisen, staunenden Ton mag, findet ihn auch bei unseren Rilke-Gedichten.











