Winter Sprüche: über 100 kurze, lustige Sprüche & Zitate

Winter Sprüche für kalte Tage: über 100 kurze, lustige und gemütliche Sprüche, Schnee-Captions, Sätze zu zweit und belegte Winter-Zitate mit Fundstelle.

von Laura Bergmann15 Min. Lesezeit
Winter Sprüche: über 100 kurze, lustige Sprüche & Zitate
Inhalt 11 Abschnitte
  1. Winter Sprüche kurz: ein Satz für kalte Tage
  2. Schnee Sprüche: wenn draußen alles weiß wird
  3. Kalte Jahreszeit Sprüche: Decke, Tee und Kerzenlicht
  4. Winter Sprüche lustig: Glatteis, Heizung und Eiskratzer
  5. Winterzeit Sprüche für zwei: Wärme in der Beziehung
  6. Wintersprüche für graue Tage: Licht und Zuversicht
  7. Wintersprüche für Instagram und WhatsApp-Status
  8. Winter Zitate mit Fundstelle: von Shakespeare bis Nietzsche
  9. Sprichwörter und Bauernweisheiten zum Winter
  10. Es gibt kein schlechtes Wetter: ein Spruch mit Geschichte
  11. So setzt du Wintersprüche richtig ein

Winter Sprüche sind kleine Wärmflaschen aus Worten: ein Satz für die Karte im Januar, eine Caption unter dem Schneefoto, ein Augenzwinkern, wenn morgens wieder die Scheibe zugefroren ist. Hier findest du über 100 eigene Sprüche in Prosa, sortiert nach Stimmung – kurz, verschneit, gemütlich, lustig, zu zweit und tröstlich. Dazu kommen belegte Winter-Zitate mit Werk und Fundstelle sowie alte Sprichwörter, die wir als Volksgut kennzeichnen. Weihnachten lassen wir bewusst außen vor, denn der Winter dauert ja deutlich länger als drei Feiertage.

Alle Sprüche ohne Namen sind für diesen Artikel geschrieben. Du darfst sie frei verwenden, kürzen und umbauen. Wenn du lieber Reime und Strophen suchst, wirst du bei unseren Wintergedichten fündig – dort stehen Klassiker wie Claudius, Fontane und Rilke im Wortlaut.

Winter Sprüche kurz: ein Satz für kalte Tage

Kurze Wintersprüche funktionieren überall: im Chat, auf einem Post-it am Kühlschrank, unter einem Foto oder als erste Zeile einer Karte. Sie leben davon, dass sie ein Bild sofort aufrufen – Atemwolken, Handschuhe, das frühe Dunkel.

  • Der Winter ist die Jahreszeit, in der selbst die Stille einen Mantel trägt.
  • Kurze Tage, lange Gespräche.
  • Im Winter zählt jede Minute Sonne doppelt.
  • Atemwolken sind der Beweis, dass du lebst und es draußen ernst meint.
  • Frostige Luft, klare Gedanken.
  • Der Winter nimmt die Farben und schenkt dafür das Licht am Nachmittag.
  • Wer im Januar lächelt, hat den Frühling schon in der Tasche.
  • Kälte draußen ist die beste Ausrede für Wärme drinnen.
  • Der Winter flüstert, wo der Sommer ruft.
  • Vier Uhr nachmittags und schon Abend: Der Winter hat es eilig.
  • Jeder Wintertag ist ein bisschen kürzer, aber nicht weniger wert.
  • Der Winter ist keine Pause, er ist ein langsames Einatmen.

Ein Tipp für die Auswahl: Je kürzer der Spruch, desto konkreter sollte das Bild sein. Allgemeine Sätze über „die schöne Winterzeit“ rutschen schnell ins Beliebige.

Schnee Sprüche: wenn draußen alles weiß wird

Der erste Schnee verändert nicht nur die Landschaft, sondern auch das Tempo. Autos fahren langsamer, Kinder rennen schneller, und selbst Erwachsene schauen öfter aus dem Fenster. Diese Schnee Sprüche fangen genau diesen Moment ein.

  • Neuschnee ist ein weißes Blatt, auf das die Stadt über Nacht nichts geschrieben hat.
  • Die ersten Flocken machen aus jedem Erwachsenen wieder ein Kind am Fenster.
  • Schnee deckt nichts zu, er zeigt nur, wer schon unterwegs war.
  • Auf frischem Schnee hinterlässt jeder seine eigene Geschichte.
  • Eine Schneeflocke allein ist zart, viele zusammen legen eine ganze Stadt lahm.
  • Schneeflocken fragen nicht, wohin sie fallen, und landen trotzdem richtig.
  • Wenn es schneit, hat der Himmel endlich Zeit zum Aufräumen.
  • Das Knirschen unter den Stiefeln ist die schönste Wintermusik.
  • Schnee im Laternenlicht: Kitsch, den sich die Natur ausgedacht hat.
  • Ein Schneemann ist ein Freund, der dich nur einen Winter lang begleitet.

Schnee ist übrigens auch ein schöner Anlass, einfach so zu schreiben. Ein kurzes „Bei uns schneit es, und ich musste an dich denken“ braucht keinen Feiertag.

Kalte Jahreszeit Sprüche: Decke, Tee und Kerzenlicht

Wenn es draußen ungemütlich wird, wird drinnen alles wichtiger: das Sofa, die Lieblingstasse, das Buch, das seit Oktober wartet. Für diese Seite der kalten Jahreszeit gibt es im Dänischen das Wort „hygge“, im Deutschen sagen wir schlicht Gemütlichkeit. Diese Sprüche gehören auf Teekarten, in Wohnzimmer-Fotos und an Abende ohne Plan.

  • Meine Lieblingsjahreszeit beginnt, sobald die dicken Socken aus dem Schrank dürfen.
  • Ein voller Teekessel, ein leerer Terminkalender: So sieht Winterglück aus.
  • Draußen fünf Grad, drinnen ein Buch mit fünfhundert Seiten. Fair.
  • Das Schönste am Winter ist das Nachhausekommen.
  • Eine Wolldecke ist eine Umarmung, die nie fragt, wie dein Tag war.
  • Kerzen anzünden um halb fünf ist im Winter kein Kitsch, sondern Notwehr.
  • Suppe, Sofa, Serie: Die drei S der kalten Jahreszeit.
  • Manche Abende brauchen nichts außer warmen Händen um eine Tasse.
  • Der Winter hat das Zuhause erfunden.
  • Wer im Winter zur Ruhe kommt, macht nichts falsch, sondern alles nach Jahreszeit.

Winter Sprüche lustig: Glatteis, Heizung und Eiskratzer

Der Winter liefert seinen Humor gleich mit: das Auto, das nicht anspringt, die Mütze, die die Frisur ruiniert, die Diskussion ums Thermostat. Lustige Wintersprüche funktionieren am besten, wenn sie über die eigene Lage lachen und nicht über andere.

  • Ich bin nicht faul, ich überwintere.
  • Glatteis ist der einzige Ort, an dem ich freiwillig wie ein Pinguin laufe.
  • Der Eiskratzer ist mein Morgensport, und ich hasse jede Sekunde davon.
  • Drei Schichten Kleidung, zwei Paar Socken, eine Mütze: Ich sehe aus wie ein wandelnder Wäschekorb.
  • Schneeschippen: das Fitnessstudio, das dich zu Hause abholt.
  • Der Thermostat in unserer Wohnung ist das am heißesten umkämpfte Gerät des Hauses.
  • Mein Auto und ich hatten heute Morgen dieselbe Idee: einfach liegen bleiben.
  • Die Sonne war kurz da, aber sie hat den Mantel anbehalten.
  • Mein Winterplan: Wärme speichern wie ein Kachelofen.
  • Barfuß zum Briefkasten im Januar ist der schnellste Weg zu klaren Prioritäten.
  • Ich habe eine Beziehung mit meinem Heizkörper. Es ist kompliziert, aber warm.
  • Laut Wetterbericht gefühlte minus zehn Grad. Laut mir gefühlt minus fünfzig.

Für Wetterwitze gibt es übrigens eine lange Tradition. Mark Twain hielt 1876 eine ganze Tischrede über das Wetter Neuenglands, und alte Sprichwörter spotten seit Jahrhunderten über Schnupfen und Kohl. Beides findest du weiter unten mit Fundstelle. Mehr Alltagshumor für jede Jahreszeit sammelt unser Artikel mit echten Mark-Twain-Zitaten, der auch erklärt, welcher berühmte Winter-Witz gar nicht von ihm stammt.

Winterzeit Sprüche für zwei: Wärme in der Beziehung

Im Winter rücken Menschen näher zusammen, ganz wörtlich auf der Parkbank und im übertragenen Sinn am Küchentisch. Diese Sprüche sind für die Karte an den Partner, für eine Nachricht am Morgen oder als Einladung zum gemeinsamen Abend. Sie kommen ohne große Schwüre aus, denn im Winter reicht oft schon eine warme Hand.

  • Mit dir wird jeder graue Januartag zum Lieblingstag.
  • Du bist mein Grund, mich auf die langen Abende zu freuen.
  • Kalte Füße, warmes Herz: Du kennst mich einfach.
  • Mit dir ist sogar Glatteis ein Grund, sich festzuhalten.
  • Ich teile mit dir die Decke, den Tee und die letzte Wärmflasche. Mehr Liebe geht im Winter nicht.
  • Draußen friert es, und ich habe dich: Rechnung erledigt.
  • Unsere Spuren im Schnee laufen nebeneinander, und das gefällt mir.
  • Du bist der Kamin, den unsere Wohnung nicht hat.
  • Lass uns diesen Winter langsam angehen, Hand in Hand und ohne Eile.
  • Für dich würde ich sogar morgens die Scheiben freikratzen. Beide Autos.

Ein Spruch wird stärker, wenn ein Vorschlag folgt: ein Spaziergang am Sonntag, ein Abend mit Fondue, eine Fahrt in den Schnee. Ideen, die über den Glühweinstand hinausgehen, findest du in unseren Date-Ideen für den Winter.

Wintersprüche für graue Tage: Licht und Zuversicht

Nicht jeder mag den Winter. Die Dunkelheit am Nachmittag, das Grau über Wochen und die Kälte können aufs Gemüt drücken, viele kennen das als Winterblues. Ein Spruch löst das nicht, aber er kann zeigen, dass jemand an dich denkt. Wichtig ist der Ton: Diese Sätze sagen nicht „Reiß dich zusammen“, sondern „Es wird wieder heller“.

  • Auch der längste Winter muss irgendwann den Schlüssel abgeben.
  • Unter der Schneedecke wartet schon das nächste Grün.
  • Seit der Wintersonnenwende wird jeder Tag ein paar Minuten länger. Ich zähle mit.
  • Graue Tage sind keine verlorenen Tage, sie sind nur leiser.
  • Bäume sehen im Winter tot aus und sind doch voller Leben. Vielleicht gilt das auch für uns.
  • Du musst den Winter nicht lieben, du musst ihn nur durchwärmen.
  • Wenn es draußen dunkel ist, darf das Licht ruhig aus dir kommen.
  • Jeder Wintertag, den du hinter dir lässt, bringt dich näher an den Frühling.
  • Manchmal reicht es, sich durch den Februar zu schlafen und stolz darauf zu sein.
  • Kein Winter dauert für immer, auch der in dir nicht.

Hält die Schwere über Wochen an und lässt sich mit Licht, Bewegung und Gesellschaft nicht vertreiben, ist ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoller als jeder Spruch. Für alle anderen Tage, an denen Zuversicht gebraucht wird, findest du weitere Worte in unseren Hoffnung-Sprüchen.

Wintersprüche für Instagram und WhatsApp-Status

Unter einem Winterfoto zählt jedes Wort. Captions sollten das Bild ergänzen und nicht beschreiben, was ohnehin zu sehen ist. Ein verschneiter Wald braucht kein „Schöner Schnee heute“, eher einen Gedanken, der den Moment weiterträgt. Hier sind kurze Zeilen für Feed, Story und Status.

  • Weiß ist auch eine Farbe.
  • Heute im Angebot: frische Luft, gratis und eiskalt.
  • Mütze auf, Handy aus, Welt an.
  • Winterlicht steht jedem.
  • Mein Filter heißt Frost.
  • Wo Schnee liegt, schweigt sogar die Stadt.
  • Rote Wangen, kein Make-up nötig.
  • Status: aufgetaut, aber nur halb.
  • Spuren hinterlassen, wörtlich.
  • Die Sonne geht früh, die Erinnerung bleibt.
  • Kalter Tag, warme Farben.
  • Heute keine Termine, nur Winter.

Hashtags und Emojis setzt du am besten sparsam: eine Schneeflocke oder ein Tannenzweig reicht meist. Weitere Captions für Selfies, Urlaub und Alltag sammeln unsere Instagram-Sprüche, und Naturfotos aller Jahreszeiten bekommen passende Sätze in den Natur-Sprüchen.

Winter Zitate mit Fundstelle: von Shakespeare bis Nietzsche

Im Netz kursieren viele Winter-Zitate mit großen Namen, aber ohne Werkangabe. Wir haben uns auf Sätze beschränkt, deren Wortlaut wir in einer Textausgabe nachgelesen haben. Deutsche Klassiker stehen im Original. Bei englischen Zitaten findest du das kurze Original und eine eigene Übersetzung. Die Autoren sind alle seit mehr als 70 Jahren tot, ihre Texte damit gemeinfrei.

  • „Nun ward der Winter unsers Mißvergnügens / Glorreicher Sommer durch die Sonne Yorks“ – William Shakespeare, „Richard III.“, I. Akt, 1. Szene, übersetzt von August Wilhelm Schlegel. Vorsicht beim Zitieren: Im Wortsinn ist das kein Wintervers. Richard sagt, die trübe Zeit sei vorbei und durch den Sieg seines Hauses in Sommer verwandelt. Wer nur die erste Zeile nimmt, dreht den Sinn also um. Mehr zu solchen verkürzten Klassikern findest du in unseren Shakespeare-Zitaten. Die Wendung vom „Winter of Discontent“ wurde später trotzdem selbst sprichwörtlich, etwa als Titel eines Romans von John Steinbeck.
  • „Stürm, stürm, du Winterwind! / Du bist nicht falsch gesinnt, / Wie Menschenundank ist.“ – Shakespeare, „Wie es euch gefällt“, Zweiter Aufzug, siebente Szene, Lied des Amiens, übersetzt von Schlegel. Der Winterwind kommt hier gut weg: Er beißt, aber er betrügt nicht.
  • „If Winter comes, can Spring be far behind?“ – Percy Bysshe Shelley, „Ode to the West Wind“, 1819 bei Florenz geschrieben, 1820 veröffentlicht. Eigene Übersetzung: „Kommt der Winter, kann dann der Frühling noch fern sein?“ Die Frage steht ganz am Ende des Gedichts und wird bis heute gern als Hoffnungssatz zitiert.
  • „Der du mit dem Flammenspeere / Meiner Seele Eis zertheilt“ – Friedrich Nietzsche, „Die fröhliche Wissenschaft“, Beginn des vierten Buches „Sanctus Januarius“, datiert „Genua im Januar 1882“. Nietzsche widmet die Verse dem Januar, den er als „schönsten Januarius“ anspricht. Das Eis der Seele bricht hier ausgerechnet im kältesten Monat.
  • „In the spring I have counted one hundred and thirty-six different kinds of weather inside of four-and-twenty hours.“ – Mark Twain, Tischrede über das Wetter Neuenglands beim Dinner der New England Society in New York am 22. Dezember 1876. Eigene Übersetzung: „Im Frühling habe ich innerhalb von vierundzwanzig Stunden hundertsechsunddreißig verschiedene Sorten Wetter gezählt.“ Der Satz handelt zwar vom Frühling, gehalten wurde die Rede aber kurz vor Weihnachten.
  • „Everybody talks about the weather, but nobody does anything about it.“ Eigene Übersetzung: „Alle reden übers Wetter, aber keiner tut was dagegen.“ Der Satz wird meist Mark Twain zugeschrieben. Der früheste bekannte Beleg ist jedoch ein ungezeichneter Leitartikel im „Hartford Courant“ vom August 1897, der nur von einem „bekannten amerikanischen Schriftsteller“ spricht. Die Zitatforschung hält Twains Freund Charles Dudley Warner, damals Redakteur der Zeitung, für den wahrscheinlicheren Urheber.

Ein Zitat fehlt hier mit Absicht im Wortlaut: der berühmte Satz von Albert Camus über einen unbesiegbaren Sommer, den er mitten im Winter in sich gefunden habe. Er stammt aus dem Essay „Retour à Tipasa“, der in dem Band „L’Été“ (1954) erschien. Camus starb 1960, seine Texte sind also noch urheberrechtlich geschützt. Den Gedanken darfst du natürlich in eigenen Worten aufgreifen, solltest dann aber nicht so tun, als sei es der Originalsatz.

Sprichwörter und Bauernweisheiten zum Winter

Lange bevor es Wetter-Apps gab, haben Menschen ihre Beobachtungen in Sprichwörter gegossen. Viele davon hat der Pädagoge Karl Friedrich Wander im 19. Jahrhundert gesammelt. Sein „Deutsches Sprichwörter-Lexikon“ führt im fünften Band (Leipzig 1880) unter dem Stichwort „Winter“ eine lange Liste auf. Es handelt sich um Volksgut ohne einzelnen Urheber. Wir geben eine Auswahl in heutiger Rechtschreibung wieder, die Nummern beziehen sich auf Wanders Zählung.

  • „Auf den Winter folgt der Frühling.“ (Nr. 4) – die kürzeste Trostformel, die das Deutsche zu bieten hat.
  • „Der Winter bringt zweierlei auf einmal; weiße Tage und schwarze Nächte.“ (Nr. 21)
  • „Der Winter ist des Sommers Erbe.“ (Nr. 24) – laut Wander auch im Dänischen, Englischen und Schwedischen bekannt.
  • „Der Winter ist eine schöne Zeit, in der Kohl und – Schnupfen gedeiht.“ (Nr. 29) – der Gedankenstrich steht schon bei Wander und ist die Pointe.
  • „Der Winter scheidet nicht, ohne noch einmal zurückzusehen.“ (Nr. 36) – passt zu jedem Kälteeinbruch im März.
  • „Der englische Winter hört am dreißigsten Juni auf und fängt am ersten Juli wieder an.“ (Nr. 16) – ein Spott über das britische Wetter, wie es ihn heute noch gibt.
  • „Im Winter braucht man zwei Köche und einen Keller, im Sommer zwei Keller und einen Koch.“ (Nr. 65) – im Winter wird gegessen, im Sommer getrunken.
  • „Im Winter fallen die Blätter vom Baum, der Stamm aber bleibt doch gesund.“ (Nr. 67) – ein leiser Satz für schwere Zeiten.
  • „Es ist kein Winter sicher vor Schnee.“ (Nr. 52)

Hübsch ist auch Nr. 70: Im Winter haben sogar die Bauern Fenstergardinen. Gemeint sind laut Wander die Eisblumen, der Spruch stammt aus pommerschen Städten. Bauernregeln, die aus einem Wintertag das Wetter des Sommers vorhersagen wollen, solltest du übrigens eher als Kulturgut lesen denn als Prognose. Viele widersprechen sich gegenseitig, und manche gehen auf einen Kalender zurück, der sich durch die gregorianische Reform um rund zehn Tage verschoben hat.

Es gibt kein schlechtes Wetter: ein Spruch mit Geschichte

Kaum ein Wetterspruch wird so oft zitiert wie „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“. In Schweden gehört die Variante „Det finns inget dåligt väder, bara dåliga kläder“ zum Alltag, Eltern sagen sie, bevor es mit Matschhose nach draußen geht. Deshalb gilt der Satz oft als skandinavische Weisheit.

Die Spurensuche der Zitatforschung führt allerdings auch in den deutschen Sprachraum. Die Website Quote Investigator nennt als früheste bekannte Belege zwei deutsche Fassungen aus den 1870er-Jahren: Ein Brief des Schriftstellers Berthold Auerbach von 1874 schreibt den Satz dem Politiker Heinrich Simon zu, ein Buch von 1875 dem Humoristen Bogumil Goltz. Ob einer der beiden ihn tatsächlich erfunden hat, bleibt offen. Sicher ist nur, dass der Satz älter ist als die britischen Abenteurer und Wanderer, denen er im Englischen gern zugeschrieben wird.

Ein paar eigene Abwandlungen, falls dir das Original zu abgegriffen ist:

  • Es gibt kein schlechtes Wetter, nur zu dünne Handschuhe.
  • Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur Tage, an denen das Sofa recht hat.
  • Wetter ist das, was draußen passiert, Laune das, was du daraus machst.

So setzt du Wintersprüche richtig ein

Ein guter Spruch passt zum Anlass, zum Menschen und zur Jahreszeit. Ein paar Faustregeln helfen dir bei der Auswahl:

  • Winter ist mehr als Weihnachten: Von Ende November bis in den März gibt es viele Gelegenheiten für einen Gruß ohne Festbezug, etwa den ersten Schnee, einen Geburtstag im Januar oder das Ende der Faschingszeit. Für die Feiertage selbst haben wir eigene Weihnachtssprüche zusammengestellt.
  • Ton treffen: Lustige Glatteis-Sprüche passen in die Familiengruppe, aber nicht unbedingt an jemanden, der gerade gestürzt ist. Tröstende Sätze wirken am besten, wenn du eine persönliche Zeile anhängst.
  • Persönlich ergänzen: Ein Spruch ist ein Anfang, keine ganze Nachricht. Schreib dazu, woran du gedacht hast: an den Winterurlaub vor drei Jahren, an die Schneeballschlacht, an den Tee, den ihr immer trinkt.
  • Zitate sauber angeben: Nenne bei Zitaten Autor und Werk, wenn Platz ist. Das verhindert falsche Zuschreibungen, die sich sonst endlos weiterkopieren.

Häufige Fragen

Welche Zitate gibt es zum Winter?

Belegte Winter-Zitate sind etwa Shakespeares „Stürm, stürm, du Winterwind!“ aus „Wie es euch gefällt“, Shelleys „If Winter comes, can Spring be far behind?“ aus der „Ode to the West Wind“ und Nietzsches Verse über das Eis der Seele aus „Die fröhliche Wissenschaft“. Shakespeares „Winter unsers Mißvergnügens“ ist dagegen eigentlich ein Satz über das Ende einer schweren Zeit.

Was ist ein kurzes positives Zitat?

Gut geeignet ist Shelleys Frage „Kommt der Winter, kann dann der Frühling noch fern sein?“ Noch knapper ist das alte Sprichwort „Auf den Winter folgt der Frühling“. Beide sagen in wenigen Wörtern, dass Kälte und Dunkelheit vorübergehen, und passen deshalb gut auf Karten für schwere Zeiten.

Welche lustigen Sprüche gibt es zum Wetter?

Klassiker sind „Alle reden übers Wetter, aber keiner tut was dagegen“, das meist Mark Twain zugeschrieben wird, wahrscheinlich aber von Charles Dudley Warner stammt, und Twains Satz über 136 Sorten Wetter an einem Tag. Aus dem Volksmund kommt „Der Winter ist eine schöne Zeit, in der Kohl und Schnupfen gedeiht“. Eigene Ideen findest du oben bei den lustigen Wintersprüchen.

Von wem stammt „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“?

Der Urheber ist unbekannt. Der Spruch gilt oft als schwedisch, die ältesten bekannten Belege sind aber deutsch und stammen aus den Jahren 1874 und 1875, wo er dem Politiker Heinrich Simon beziehungsweise dem Humoristen Bogumil Goltz zugeschrieben wird. Beides sind Zuschreibungen, kein sicherer Nachweis.

Was schreibt man unter ein Winterfoto?

Unter ein Winterfoto passt ein kurzer Satz, der das Bild ergänzt statt es zu beschreiben, etwa „Weiß ist auch eine Farbe“ oder „Mütze auf, Handy aus, Welt an“. Zwei bis sechs Wörter reichen meist. Ein einzelnes Emoji wie eine Schneeflocke wirkt ruhiger als eine lange Reihe.

Was ist der Unterschied zwischen Wintersprüchen und Weihnachtssprüchen?

Wintersprüche drehen sich um Kälte, Schnee, Dunkelheit und Gemütlichkeit und passen von November bis März. Weihnachtssprüche beziehen sich auf das Fest selbst, auf Familie, Geschenke oder die christliche Botschaft. Einen Wintergruß kannst du deshalb auch im Februar noch verschicken, einen Weihnachtsgruß eher nicht.

Darf ich Wintersprüche frei verwenden?

Die eigenen Sprüche in diesem Artikel darfst du frei verwenden und verändern. Zitate von Autoren, deren Tod mehr als 70 Jahre zurückliegt, sind gemeinfrei. Bei jüngeren Autoren wie Albert Camus gilt das Urheberrecht noch, dort greifst du besser den Gedanken in eigenen Worten auf, statt den Wortlaut zu übernehmen.

Fazit: Worte, die den Winter wärmer machen

Der Winter ist lang, aber er ist nicht nur grau. Er hat seine eigenen Bilder – Atemwolken, knirschenden Schnee, Kerzen am Nachmittag – und genau davon leben gute Wintersprüche. Ob du jemandem ein Lachen über das Glatteis schickst, deinem Partner einen Abend unter der Decke vorschlägst oder einer Freundin an einem grauen Tag Mut machst: Ein kurzer Satz zeigt, dass du an sie denkst. Und wenn du ein Zitat nimmst, dann eines mit Fundstelle. Shakespeare, Shelley und die alten Sprichwörter haben den Winter schon vor langer Zeit überstanden, und sie erinnern daran, dass auf ihn verlässlich der Frühling folgt.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Nietzsche, F. (1882): Die fröhliche Wissenschaft. Ernst Schmeitzner
  2. William Shakespeare / August Wilhelm Schlegel (Übers.) (1797–1810): Shakespeare's dramatische Werke. Unger, Berlin
Redaktionell geprüft von Laura Bergmann2 Quellen angegeben
Laura Bergmann

Laura Bergmann

Laura ist Psychologin und Beziehungsexpertin. Sie schreibt über Partnerschaft, Bindungsverhalten und Sexualität – immer ehrlich, fundiert und alltagsnah.

Seit 2024 · Beziehung, Sexualität, Bindungspsychologie

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