Weihnachtsspiele retten genau die Stunden, in denen das Fest ins Stocken gerät: wenn die Kinder vor der verschlossenen Wohnzimmertür nicht mehr stillsitzen, wenn nach dem Festessen alle satt in den Polstern hängen oder wenn am zweiten Feiertag drei Generationen am Tisch sitzen und das Gespräch versiegt. Hier findest du 24 Spiele, für die du nichts kaufen musst: Zettel, Stifte, ein Würfel und das Geschenkpapier vom Vorabend reichen.
Sortiert sind die Ideen nach Runde, von der Familie mit Kindern bis zur Weihnachtsfeier. Jede Regel passt in wenige Sätze, dazu kommen Material, Dauer und eine Abwandlung. Wer lieber Wissen abfragt, findet Fragen samt Lösungen im Weihnachtsquiz.
Spiele an Weihnachten: der passende Moment und die Spielekiste
Ob ein Spiel zündet, hängt an den Feiertagen weniger an der Idee als am Zeitpunkt:
- Warten auf die Bescherung: Kinder platzen vor Ungeduld. Jetzt helfen Spiele, bei denen man laufen, suchen oder werfen darf.
- Nach dem Festessen: Kaum jemand will aufstehen, also Spiele im Sitzen, die sich in einem Satz erklären lassen.
- Besuch an den Feiertagen: Treffen Großeltern auf Enkel, gewinnen Spiele, bei denen Erfahrung so viel zählt wie Tempo.
- Zwischen den Jahren: Lange Tage ohne Termine vertragen Ruhiges, das sich über Stunden ziehen darf.
Fast alles hier gelingt mit einer kleinen Kiste, die du am Vormittag des 24. packst: Zettel, Stifte, ein Würfel, ein Küchenwecker oder Handy-Timer, ein Geschirrtuch als Augenbinde, eine Schüssel zum Losen, Klebeband und alte Zeitungen. Fehlt der Würfel, ziehst du Zahlenzettel von eins bis sechs aus einer Mütze und legst sie jedes Mal zurück.
Drei Absprachen ersparen dir Streit. Wer nicht spielen mag, bekommt ein Amt statt eines Zuschauerplatzes: Zeit stoppen, Punkte notieren, Streitfälle entscheiden. Strafen und Trinkregeln gibt es nicht, der Punsch steht immer auch alkoholfrei bereit. Und getobt wird weit weg vom Baum, erst recht bei echten Kerzen. Religiöse Inhalte brauchen die Spiele nicht, wer anders oder gar nicht Weihnachten feiert, spielt einfach mit.
Weihnachtsspiele für die Familie mit Kindern
Diese Spiele klappen schon mit Kindergartenkindern, wenn Erwachsene beim Zählen helfen, und vertragen viele Wiederholungen.
Schoko-Weihnachtsmann auswürfeln
Ein Schokoladen-Weihnachtsmann wird in mehrere Lagen Zeitungspapier gewickelt, jede Lage mit Klebeband verschlossen. Reihum wird gewürfelt. Wer eine Sechs hat, zieht Mütze, Schal und dicke Handschuhe an und packt aus, bis die nächste Sechs fällt und die Kleidung weiterwandert. Ist die Schokolade frei, bricht man mit Handschuhen ein Stück ab, bis nichts mehr übrig ist.
Material: Schokofigur, Zeitungen, Klebeband, Mütze, Schal, Handschuhe, Würfel. Dauer: 20 bis 30 Minuten. Variante: Bei Allergien steckt eine Mandarine im Paket, die mit Handschuhen geschält wird.
Schneeballschlacht mit Geschenkpapier
Nach der Bescherung liegt genug Munition herum: Geschenkpapier und Zeitungen werden zu weichen Bällen geknüllt. Ein Streifen Klebeband teilt den Raum, auf jeder Seite steht ein Team mit gleich vielen Bällen. Auf ein Signal fliegt alles auf die andere Seite. Klingelt nach zwei Minuten der Wecker, gewinnt das Team mit weniger Bällen auf seinem Gebiet.
Material: Papierreste, Klebeband, Wecker. Dauer: drei Runden à zwei Minuten. Variante: Mit ganz Kleinen zählt niemand, zum Schluss fliegt alles in den Wäschekorb, und aufgeräumt ist auch.
Weihnachtsgeräusche raten
Ein Kind setzt sich mit dem Rücken zum Tisch. Hinter ihm erzeugt jemand ein Geräusch, das nach Weihnachten klingt: Geschenkpapier knistern lassen, eine Walnuss knacken, Glöckchen schütteln, die Keksdose aufdrehen, mit der Schere über Geschenkband ziehen. Wer richtig rät, macht das nächste Geräusch.
Material: was in Küche und Wohnzimmer herumliegt. Dauer: eine Viertelstunde. Variante: Ältere Kinder nehmen Geräusche mit dem Handy auf und lassen die Erwachsenen raten.
Kim-Spiel mit Weihnachtsdingen
Auf einem Tablett liegen zehn bis fünfzehn Dinge wie Tannenzapfen, Zimtstange, Christbaumkugel, Teelicht und Schleife. Alle schauen eine Minute hin, dann kommt ein Tuch darüber. Kleine Kinder nennen, was heimlich fehlt, größere notieren alles, was sie behalten haben. Benannt ist das Spiel nach Rudyard Kiplings Roman „Kim“ von 1901, dessen Held sich Edelsteine auf einem Tablett einprägen muss.
Material: Tablett, Tuch, Kleinkram. Dauer: 10 bis 20 Minuten. Variante: Statt etwas wegzunehmen, vertauschst du zwei Dinge oder legst eines dazu.
Stern verstecken mit heiß und kalt
Ein Kind verlässt den Raum, die anderen verstecken einen Papierstern. Beim Suchen helfen nur Zurufe von „eiskalt“ bis „glühend heiß“. Wer findet, versteckt als Nächstes. In den USA gilt eine im Baum versteckte Glasgurke als deutscher Weihnachtsbrauch, hierzulande kennt die Weihnachtsgurke laut einer YouGov-Umfrage von 2016 aber kaum jemand.
Material: ein Stern aus Papier. Dauer: so lange die Lust reicht. Variante: Statt zu rufen, summen alle ein Lied, das lauter wird, je näher das Kind dem Versteck kommt.
Spiele für Heiligabend mit Oma, Opa und Enkeln
Wenn Achtjährige und Achtzigjährige zusammen spielen, dürfen weder Tempo noch Lesefertigkeit entscheiden. Diese Spiele laufen im Sitzen, und Lebenserfahrung hilft.
Weihnachtsbaum würfeln
Jede Augenzahl steht für einen Teil: Eins ist der Stamm, Zwei ein Ast, Drei eine Kugel, Vier eine Kerze, Fünf ein Geschenk, Sechs der Stern. Reihum wird gewürfelt und der passende Teil aufs eigene Blatt gezeichnet. Äste wachsen nur am Stamm, Kugeln und Kerzen hängen nur an Ästen, der Stern kommt zuletzt. Fertig ist, wer Stamm, vier Äste, drei Kugeln, zwei Kerzen, ein Geschenk und Stern beisammenhat.
Material: Würfel, Papier, Stifte. Dauer: 15 bis 25 Minuten. Variante: Alle würfeln für einen gemeinsamen Baum aus Papierresten am Fenster.
Lieder summen oder klopfen
Eine Person wählt im Stillen ein Weihnachtslied und summt es ohne Worte oder klopft nur den Rhythmus auf den Tisch. Wer den Titel errät, ist dran. Summen ist leicht, Klopfen erstaunlich schwer, selbst bei altbekannten Liedern.
Material: keins. Dauer: 10 bis 20 Minuten. Variante: Großeltern summen Lieder ihrer Kindheit, Enkel welche aus Film und Radio, und gepunktet wird nur, wenn jemand aus einer anderen Generation richtig liegt.
Gewürze erschnuppern
In Eierbechern stehen fünf bis acht Düfte der Weihnachtsbäckerei: Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom, Muskat, Vanille, Orangenschale. Mit verbundenen Augen riecht jede Person daran und notiert ihren Tipp, kleine Kinder flüstern ihn einem Erwachsenen zu. Aufgelöst wird, wenn alle durch sind.
Material: Gewürze aus dem Vorrat, Eierbecher, Augenbinde. Dauer: eine Viertelstunde. Variante: Ein Team beschreibt einen Duft, ohne ihn zu nennen, das andere tippt.
Wunschzettel-Zeitreise
Alle schreiben ohne Namen auf, was sie sich mit etwa acht Jahren am meisten zu Weihnachten gewünscht haben. Die Zettel werden gemischt und vorgelesen. Geraten wird nicht, von wem der Wunsch stammt, sondern aus welchem Jahrzehnt. Die Jüngsten staunen über Puppenstuben und Modelleisenbahnen, die Älteren über Dinge, die es früher nicht gab. Wer mag, erzählt danach, ob der Wunsch in Erfüllung ging.
Material: Zettel, Stifte. Dauer: 20 bis 30 Minuten. Variante: Statt des Wunsches notiert jede Person das Weihnachtsessen ihrer Kindheit.
Weihnachts-Montagsmaler
Zwei Teams, jedes mit Jung und Alt gemischt. Eine Person zieht einen Begriff und zeichnet ihn ohne Buchstaben und Zahlen, ihr Team hat eine Minute zum Raten. Gute Begriffe sind Schlittenfahrt, Lebkuchenhaus, Krippenspiel, Lichterkette, Schneeengel, Stollen oder Weihnachtsmarkt.
Material: Begriffszettel, Rückseiten von Geschenkpapier, dicke Stifte, Timer. Dauer: 30 bis 45 Minuten. Variante: Wer nicht gut zeichnen kann, flüstert einem Kind Anweisungen zu, und das Kind führt den Stift. Wer lieber Figuren rät, spielt „Wer bin ich?“ mit Rentier, Nussknacker oder Schneemann auf der Stirn.
Weihnachtsspiele für Erwachsene: lustig ohne Verlierer
Schlafen die Kinder, darf es schneller und wortreicher zugehen. Lustig heißt nicht peinlich: Gelacht wird über Situationen, die alle kennen, nicht über einen Menschen am Tisch. Wer gern übereinander rätselt, greift zu den Wer-würde-eher-Fragen und sortiert vorher aus, was an einem Familientisch kippen könnte.
Pantomime: Szenen vom Fest
Auf Zetteln stehen Tätigkeiten, die alle von den Feiertagen kennen: die Lichterkette entwirren, den Baum gerade in den Ständer bekommen, ein Fahrrad als Geschenk einpacken, mit vollem Becher durchs Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt balancieren. Eine Person spielt ohne Worte, ihr Team hat eine Minute.
Material: Zettel, Timer. Dauer: 20 bis 40 Minuten. Variante: Die Teams schreiben einander Szenen, die in der Familie wirklich passiert sind und über die alle lachen können.
Verbotene Wörter
Eine Person erklärt ihrem Team einen Weihnachtsbegriff, ohne drei naheliegende Wörter zu benutzen, die auf ihrem Zettel stehen. Bei Adventskranz sind etwa Kerze, vier und Sonntag gesperrt. Jemand aus dem anderen Team liest mit und ruft „Stopp“, sobald ein Sperrwort fällt; dann geht der Punkt an die Gegenseite.
Material: Zettel mit Begriff und Sperrwörtern, Timer. Dauer: eine halbe Stunde. Variante: Eine Minute, möglichst viele Begriffe, Überspringen kostet einen halben Punkt.
Schlecht erzählte Weihnachtsfilme
Alle fassen die Handlung eines bekannten Weihnachtsfilms oder -buchs in einem einzigen, möglichst irreführenden Satz zusammen, etwa so: „Ein alter Geizhals bekommt nachts ungebetenen Besuch und verschenkt danach einen Truthahn.“ Die anderen raten den Titel. Punkte gibt es für Treffer und für Sätze, die lange niemand erkennt, obwohl sie stimmen.
Material: Zettel, Stifte. Dauer: 20 Minuten. Variante: Statt Filmen werden Weihnachtslieder nacherzählt, ausschließlich in eigenen Worten.
Knickgeschichte vom Weihnachtsabend
Jede Person schreibt oben auf ein Blatt eine Hauptfigur, knickt die Zeile nach hinten und reicht das Blatt nach links. Es folgen: traf wen, wo, mit welchem Gegenstand im Arm, was sagte die eine Figur, was antwortete die andere, wie ging es aus. Zum Schluss wird aufgefaltet und vorgelesen, meist ist das Ergebnis herrlicher Unsinn.
Material: Papier, Stifte. Dauer: eine Viertelstunde pro Runde. Variante: Als Zeichenspiel malt die erste Person den Kopf einer Weihnachtsfigur, die zweite den Körper, die dritte die Beine.
Wörterbuch-Bluff
Eine Person sucht im Wörterbuch einen seltenen Begriff rund um Winter, Advent und alte Bräuche, liest ihn vor und notiert heimlich die echte Erklärung. Alle anderen erfinden eine glaubwürdige Bedeutung. Alle Zettel werden gemischt vorgelesen, dann wird getippt. Punkte bringen Treffer und jede Stimme für die eigene Erfindung.
Material: Wörterbuch, Zettel, Stifte. Dauer: 30 bis 45 Minuten. Variante: In Familien mit Dialekt nehmt ihr Mundartwörter für Gebäck und Bräuche, die nur noch die Ältesten kennen.
Spiele für die Weihnachtsfeier und große Gruppen
Bei Feiern in Firma, Verein oder großem Freundeskreis kennen sich nicht alle, und nicht jeder tritt gern vor Publikum auf. Deshalb laufen diese Spiele in Teams. Wie du die ganze Feier aufziehst, steht in den Ideen für die Weihnachtsfeier. Soll ein Würfel über Päckchen entscheiden, findest du die Regeln fürs Schrottwichteln im Ratgeber zum Wichteln.
Schneeball-Steckbrief
Alle notieren auf einem Zettel drei harmlose Dinge über sich, die kaum jemand weiß, etwa ein ungewöhnliches Hobby oder den entferntesten Ort, an dem sie je Weihnachten gefeiert haben. Zu Schneebällen geknüllt, fliegen die Zettel auf ein Zeichen durch den Raum. Jede Person hebt einen auf und findet durch Fragen heraus, wem er gehört.
Material: Zettel, Stifte. Dauer: etwa 15 Minuten. Variante: In sehr großen Runden wird nur am eigenen Tisch gesucht. Mehr Gesprächsöffner liefern die Eisbrecher-Fragen.
Papier-Tannenbaum im Team
Jedes Team aus vier bis sechs Leuten bekommt denselben Stapel Zeitungen und eine Rolle Klebeband. In zehn Minuten soll der höchste Tannenbaum entstehen, der ohne Stütze steht. Gemessen wird mit dem Zollstock, ein Extrapunkt geht an den schönsten Papierschmuck.
Material: Zeitungen, Klebeband, Zollstock. Dauer: 15 bis 20 Minuten. Variante: Zugeschaltete bauen zu Hause und messen vor der Kamera.
Einpacken mit zwei Händen
Zu zweit packt ihr ein, jede Person nur mit einer Hand, die andere bleibt hinterm Rücken. Eingepackt wird ein Karton samt Schleife. Bewertet werden Tempo und Ergebnis, den meisten Applaus bekommt oft das schiefste Päckchen.
Material: leere Kartons, Papierreste, Klebeband, Geschenkband. Dauer: fünf Minuten pro Runde. Variante: Wer lieber Abstand hält, packt allein und nur mit der Hand, mit der man sonst nicht schreibt.
Weihnachtsalphabet
Jedes Team schreibt die Buchstaben von A bis Z untereinander und sucht in fünf Minuten zu jedem einen Begriff aus Winter und Weihnachtszeit. Verglichen wird wie bei Stadt-Land-Fluss: Ein Wort, das nur ein Team hat, zählt doppelt. Bei Q, X und Y darf geflunkert werden, solange die anderen den Einfall durchgehen lassen.
Material: Papier, Stifte, Timer. Dauer: 15 Minuten. Variante: Tische statt Teams treten gegeneinander an.
Gegenstände-Jagd im Video-Call
Für verteilte Teams und Familien: Die Spielleitung nennt eine Eigenschaft, und alle holen etwas Passendes vor die Kamera. Etwas Rotes, etwas Glitzerndes, etwas, das älter ist als du, etwas, das nach Zimt riecht. Wer zuerst zurück ist, punktet, die witzigste Begründung bringt einen Extrapunkt.
Material: Kamera und die eigene Wohnung. Dauer: 10 bis 15 Minuten. Variante: In großen Runden punkten nur die ersten fünf.
Kleine Runde am Feiertag: Spiele für zwei bis vier
Wer zu zweit, mit einer Freundin oder in der WG feiert, braucht Spiele, die schon mit wenigen Leuten tragen. Wie du die Tage allein oder mit Freunden gestaltest, beschreibt der Text über Weihnachten als Single, und was ein Paar vor dem ersten gemeinsamen Fest besprechen sollte, steht bei Erste Weihnachten als Paar.
Weihnachtsfilm-Bingo
Vor dem Film zeichnet jede Person ein Raster mit neun Feldern und füllt es mit Momenten, die in Weihnachtsfilmen gern vorkommen: Schnee fällt im genau richtigen Augenblick, jemand erwischt den letzten Zug gerade noch, die Großstadtkarriere verliert gegen das Landleben. Tritt ein Moment ein, wird er abgehakt. Wer zuerst drei in einer Reihe hat, wählt den nächsten Film.
Material: Papier, Stifte, ein Film. Dauer: so lang wie der Film. Variante: Ihr füllt die Raster gegenseitig aus, dann wird es kniffliger.
Wortfinder Weihnachtsbaum
Alle schreiben WEIHNACHTSBAUM oben aufs Blatt und bilden in fünf Minuten möglichst viele Wörter aus seinen Buchstaben, jeden nur so oft, wie er vorkommt: Nacht, Wachs, Mensch, Tisch. Es zählen nur Wörter, die sonst niemand gefunden hat.
Material: Papier, Stifte, Timer. Dauer: fünf Minuten pro Runde. Variante: Das Ausgangswort wechselt, etwa zu Lebkuchenherz oder Schneegestöber.
Elfchen-Runde
Ein Elfchen ist ein kleines Gedicht aus elf Wörtern in fünf Zeilen: ein Wort, dann zwei, drei, vier und zum Schluss wieder eines. Jede Person schreibt eins, etwa „Plätzchen / noch warm / jemand war schneller / Krümel auf dem Blech / Advent“. Bewertet wird nichts, vorgelesen wird alles.
Material: Stift, Papier. Dauer: zehn Minuten. Variante: Jede Person schreibt nur eine Zeile, dann wandert das Blatt weiter.
Nüsse schnipsen
Am Ende des Tisches bilden zwei Mandarinen ein Tor. Abwechselnd schnipst ihr eine Walnuss mit einem Finger über die Tischplatte, bis sie durchs Tor rollt. Wer die wenigsten Schnipser braucht, gewinnt; fällt die Nuss vom Tisch, zählt das als ein Schnipser mehr.
Material: Walnüsse, zwei Mandarinen. Dauer: beliebig. Variante: Bei Nussallergie tut es ein Flaschenkorken, und Bücher werden zum Hindernisparcours.
Ruhige Beschäftigungsideen für die Feiertage
Nicht alles braucht Sieger. Zwischen den Jahren tun Beschäftigungen gut, bei denen man jederzeit ein- und aussteigen kann:
- Lichter-Spaziergang mit Bingo: Vorher notiert jede Person neun Dinge, die im Dunkeln leuchten könnten, vom Stern im Fenster bis zum Lichterketten-Rentier.
- Plätzchen-Wettbewerb ohne Jury: Alle verzieren Plätzchen zu einem Thema, statt eines Siegers gibt es Titel wie das mutigste oder das schiefste.
- Schneeflocken schneiden: Papier mehrmals zum Dreieck falten, Muster einschneiden, auffalten, ans Fenster kleben.
- Puzzle als Dauerbaustelle: Ein Puzzle aus dem Schrank liegt die Feiertage über auf einem Beistelltisch, und wer vorbeikommt, setzt ein paar Teile.
- Vorlesen reihum: Eine längere Weihnachtsgeschichte, verteilt auf mehrere Abende, jede Person liest eine Seite.
- Post für Menschen, die allein feiern: Gemeinsam schreibt ihr ein paar Zeilen an Nachbarn, die ohne Besuch sind.
Häufige Fragen
Welche Spiele kann man zu Weihnachten machen?
Zu Weihnachten passen Spiele mit Alltagsmaterial: Würfelspiele wie das Auswürfeln eines Schoko-Weihnachtsmanns, Ratespiele mit Geräuschen, Liedern oder Gewürzen, Zeichen- und Pantomimespiele mit Weihnachtsbegriffen und Schreibspiele wie die Knickgeschichte. Welches passt, hängt von der Runde ab: Kinder brauchen Bewegung, gemischte Generationen eher Spiele im Sitzen.
Welche Weihnachtsspiele eignen sich für Gruppen?
Für Gruppen eignen sich Spiele, die in Teams laufen, damit niemand allein vorspielen muss: Weihnachts-Montagsmaler, Pantomime mit Szenen vom Fest, das Weihnachtsalphabet oder ein Tannenbaum aus Zeitungspapier. Ab etwa zehn Personen hilft eine Spielleitung, die Teams mischt und Zeit und Punkte im Blick behält.
Welche Beschäftigungsideen gibt es für Weihnachten?
Neben Spielen mit Gewinnern bieten sich ruhige Beschäftigungen an: ein Lichter-Spaziergang mit Bingozettel, Plätzchen verzieren mit Titeln statt Siegern, Papierschneeflocken fürs Fenster, ein Puzzle, an dem alle nebenbei weiterlegen, oder Vorlesen reihum. Sie passen besonders zu den langen Tagen zwischen den Jahren.
Welche Spiele eignen sich zur Weihnachtsfeier?
Zur Weihnachtsfeier passen kurze Teamspiele, bei denen sich auch Fremde schnell mischen: der Schneeball-Steckbrief zum Kennenlernen, der Papier-Tannenbaum, Einpacken mit zwei Händen oder das Weihnachtsalphabet. Für verteilte Teams eignet sich die Gegenstände-Jagd per Video. Freiwilligkeit, alkoholfreie Getränke und keine Strafaufgaben verstehen sich von selbst.
Welche Weihnachtsspiele gibt es für Erwachsene?
Erwachsene haben an Wort- und Bluffspielen besonders viel Spaß: Verbotene Wörter, Wörterbuch-Bluff, schlecht erzählte Weihnachtsfilme oder Pantomime mit typischen Feiertagsszenen. Lustig werden sie durch gemeinsame Erfahrungen, nicht durch Bloßstellung oder Alkohol. Wer es ruhiger mag, spielt ein Quiz mit geprüften Fragen.
Welche Weihnachtsspiele gehen ganz ohne Material?
Ganz ohne Material kommen Lieder summen oder klopfen, Pantomime mit selbst ausgedachten Szenen und Heiß-und-kalt-Suchen aus, wenn ihr statt eines Sterns irgendeinen Gegenstand versteckt. Mit Zettel und Stift kommen die meisten übrigen Spiele aus diesem Artikel dazu, etwa die Knickgeschichte oder die Elfchen-Runde.
Fazit: Gespielt wird, wenn die Stimmung stockt
Gute Weihnachtsspiele kosten nichts außer ein paar Zetteln und der Bereitschaft, das Handy eine halbe Stunde wegzulegen. Such dir eine laute Idee für die Wartezeit vor der Bescherung und eine ruhige für nach dem Essen aus und halte die Spielekiste griffbereit. Wer am Ende gewinnt, ist Nebensache, solange am Tisch wieder alle miteinander lachen.







