Der Nikolaustag am 6. Dezember ist einer der wenigen Heiligentage, die fast jedes Kind in Deutschland, Österreich und der Schweiz kennt, ganz unabhängig davon, ob die Familie in die Kirche geht. Am Abend vorher werden Stiefel geputzt, am Morgen liegen Nüsse, Mandarinen und Schokolade darin. Doch wer war dieser Nikolaus eigentlich, warum fällt sein Fest genau auf diesen Tag, und wie viel an seiner Geschichte ist überliefert, wie viel erzählt? Hier bekommst du die Antworten, sortiert nach Belegtem und Legende, dazu die Bräuche von den Niederlanden bis in die Alpen und Ideen, wie du den Tag heute feierst.
Nikolaustag 2026: Datum, Vorabend und Wochentag
Das Datum wandert nicht: Der Nikolaustag ist jedes Jahr am 6. Dezember. Im Jahr 2026 fällt er auf einen Sonntag, den zweiten Advent. Der Vorabend, an dem die Stiefel vor die Tür kommen, ist also Samstag, der 5. Dezember 2026. Für viele Familien ist das eine angenehme Konstellation, weil am Morgen niemand zur Schule oder Kita hetzen muss.
Ein gesetzlicher Feiertag ist der Tag nirgends in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Geschäfte, Schulen und Büros arbeiten normal, sofern der 6. Dezember nicht ohnehin auf ein Wochenende fällt. Wer den Brauch pflegt, tut das privat, in Kindergärten, Vereinen oder Gemeinden.
Etwas Verwirrung stiftet die Frage, ob der Nikolaus am 5. oder am 6. kommt. Die Antwort hängt vom Brauch ab, den du meinst:
- Stiefel oder Schuh: Er wird am Abend des 5. Dezember hingestellt und ist am Morgen des 6. gefüllt. Der Besuch passiert also in der Nacht dazwischen.
- Hausbesuch: Kommt ein verkleideter Nikolaus persönlich, geschieht das je nach Region am 5. oder am 6. Dezember, oft auch an einem Termin davor, wenn Kita oder Verein feiern.
- Kirchlicher Gedenktag: Liturgisch gilt der 6. Dezember. Orthodoxe Kirchen, die dem julianischen Kalender folgen, feiern ihn nach unserem Kalender erst am 19. Dezember.
Nikolaustag Bedeutung: Warum feiern wir Nikolaus?
Heiligengedenktage liegen in der Regel auf dem überlieferten Todestag. Die Kirche verstand ihn als Geburtstag für den Himmel, und genau so wird es beim Nikolaus gehalten: Nach der Tradition starb er an einem 6. Dezember. Das Jahr ist dagegen unsicher. In der Literatur kursieren mehrere Angaben aus dem 4. Jahrhundert, und keine davon lässt sich sauber belegen.
Gefeiert wird an diesem Tag ein Mensch, dem die Überlieferung vor allem eine Eigenschaft zuschreibt: Er half, ohne sich dafür feiern zu lassen. Fast alle Erzählungen über ihn drehen sich um Großzügigkeit gegenüber Menschen in Not, um Schutz für Schwache und um Gaben, deren Absender unerkannt bleiben will. Aus diesem Motiv ist der Brauch entstanden, Kinder über Nacht und anonym zu beschenken. Der Nikolaustag ist damit, wenn man so will, das Fest des leisen Gebens.
Dass ausgerechnet Kinder im Mittelpunkt stehen, hat mit seiner Rolle als Schutzpatron zu tun. Nikolaus gilt als Patron der Kinder und Schüler, außerdem der Seeleute, Kaufleute, Bäcker und Reisenden. In Bari ist er Stadtpatron, in Russland und anderen orthodox geprägten Ländern einer der meistverehrten Heiligen überhaupt. Die vielen Nikolaikirchen in alten Hansestädten erinnern daran, wie wichtig er für Händler und Schiffer war.
Nikolaus von Myra: was historisch belegt ist
Die ehrliche Antwort fällt knapp aus: Gesichert ist wenig. Als ziemlich wahrscheinlich gilt, dass ein Mann namens Nikolaus in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra war, einer Stadt in der antiken Landschaft Lykien an der Südküste Kleinasiens. Myra heißt heute Demre und liegt in der Türkei, rund hundert Kilometer südwestlich von Antalya. Als Geburtsort nennt die Überlieferung das nahe Patara.
Zeitgenössische Berichte über sein Leben fehlen. Die ausführlichen Lebensbeschreibungen entstanden erst Jahrhunderte später, und je jünger sie sind, desto wundersamer werden sie. Ein Beispiel ist das Konzil von Nicäa im Jahr 325: Spätere Autoren lassen Nikolaus dort auftreten und im Streit sogar den Theologen Arius ohrfeigen. Auf der nur lückenhaft erhaltenen Unterschriftenliste des Konzils steht sein Name allerdings nicht, nur in einem Teil der später überlieferten Teilnehmerverzeichnisse. Ob er wirklich dabei war, bleibt offen.
Dazu kommt eine Verwechslung, die Fachleute seit Langem beschreiben. Im 6. Jahrhundert lebte in derselben Gegend ein zweiter Nikolaus: Abt eines Klosters namens Sion bei Myra und später Bischof der Nachbarstadt Pinara, gestorben im Jahr 564. Teile seiner Lebensgeschichte sind im Lauf der Zeit in die Überlieferung des älteren Bischofs eingeflossen. Der heilige Nikolaus, wie wir ihn kennen, ist deshalb eher eine Verschmelzung aus zwei Biografien und vielen Erzählungen als eine einzelne historische Person.
Der Kölner Theologe und Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti hat diesem Gemisch aus Leben, Legende und Brauch eine eigene Monografie gewidmet. Sein Ansatz ist hilfreich auch für den Familienalltag: Die Legenden sind keine Tatsachenberichte, aber sie zeigen sehr genau, was die Menschen an dieser Figur geschätzt haben.
Die Legenden um den heiligen Nikolaus
Hunderte Geschichten werden über ihn erzählt. Vier davon haben die Bräuche besonders geprägt.
Das Gold für die drei Töchter
Ein verarmter Mann kann seinen drei Töchtern keine Mitgift zahlen, ihnen droht ein Leben in Schande. Nikolaus wirft nachts heimlich Gold durch das Fenster, in der Erzählung dreimal, für jede Tochter einmal. Beim dritten Mal wird er ertappt und bittet darum, niemandem davon zu erzählen. Diese Legende erklärt gleich zwei Dinge: die drei goldenen Kugeln, die auf vielen Bildern zu seinen Attributen gehören, und die Idee, dass Gaben nachts und unbemerkt ins Haus kommen.
Das Kornwunder
In Myra herrscht Hungersnot. Im Hafen ankern Schiffe mit Getreide, das für den Kaiser bestimmt ist. Nikolaus bittet die Seeleute, einen Teil davon abzugeben, und verspricht, dass am Ziel nichts fehlen werde. So soll es gekommen sein: Die Stadt hatte Brot für lange Zeit, und die Ladung war bei der Ankunft trotzdem vollständig. Hier liegt eine Wurzel für sein Patronat über Bäcker und Kaufleute.
Die Rettung aus dem Sturm
Seeleute geraten in Seenot und rufen den Bischof an. Er erscheint auf dem Schiff, hilft bei der Arbeit und beruhigt das Meer. Deshalb verehren ihn Schiffer seit dem Mittelalter, und deshalb tragen so viele Hafenkirchen seinen Namen.
Die drei unschuldig Verurteilten
In einer der ältesten Erzählungen bewahrt Nikolaus drei Männer vor der Hinrichtung, die zu Unrecht angeklagt worden waren. In einer späteren, vor allem im Westen verbreiteten Variante sind es drei Schüler, die ein Wirt getötet hat und die der Heilige wieder zum Leben erweckt. Diese Fassung hat viel dazu beigetragen, dass er als Patron der Kinder und Schüler gilt.
Reliquien in Bari: wie der Heilige nach Italien kam
Sein Grab lag zunächst in Myra und war ein Ziel für Pilger. Im Jahr 1087 holten Seeleute und Kaufleute aus dem süditalienischen Bari die Gebeine aus der Kirche und brachten sie in ihre Heimatstadt. Aus heutiger Sicht war das ein Raub, damals verstand man es als Rettung, weil die Region in den Machtbereich der Seldschuken geraten war.
In Bari entstand für die Reliquien die Basilika San Nicola, bis heute ein Wallfahrtsort für katholische und orthodoxe Christen gleichermaßen. Die Überführung wird dort jedes Jahr im Mai mit einem großen Fest begangen. Auch Venedig beansprucht Überreste, die venezianische Seefahrer wenig später aus Myra mitgenommen haben sollen. Von Bari aus verbreiteten sich zudem kleinere Reliquien in Europa, etwa nach Saint-Nicolas-de-Port in Lothringen, das dadurch selbst zu einem Zentrum der Nikolausverehrung wurde.
Für die Bräuche nördlich der Alpen war diese Wanderung wichtig: Sie machte den Heiligen aus dem fernen Kleinasien im Westen populär, und mit seiner Verehrung kamen die Geschichten, Lieder und Spiele, aus denen sich der Nikolaustag entwickelt hat.
Vom Schiffchen zum Stiefel: der Gabenbringer-Brauch
Der Stiefel vor der Tür ist jünger, als viele denken. Älter ist ein Brauch, der heute fast vergessen ist: das Schiffchensetzen. Kinder bastelten kleine Schiffe, meist aus Papier, und stellten sie am Vorabend auf, damit der Nikolaus etwas hineinlegen konnte. Volkskundliche Darstellungen datieren diesen Brauch bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das Schiff passt zum Seefahrer-Patron und zu den Legenden vom Hafen von Myra.
Später traten Schuhe, Strümpfe, Teller oder Stiefel an die Stelle des Schiffchens. Fachleute sprechen vom Einlegebrauch: Ein Gefäß wird bereitgestellt, und über Nacht kommt etwas hinein. Die Verbindung zur Legende von den drei Töchtern liegt auf der Hand, denn auch dort fallen die Gaben ungesehen ins Haus.
Was hineinkommt, hat sich dagegen erstaunlich wenig verändert. Äpfel, Nüsse und Gebäck waren über Jahrhunderte typische Wintergaben, weil sie sich lagern ließen. Mandarinen und Orangen kamen hinzu, als Südfrüchte erschwinglicher wurden. Ein kleiner Zettel mit einem Vers gehört für viele Familien dazu, Anregungen dafür findest du in unseren Nikolaussprüchen.
Ein weiterer, heute verschwundener Brauch war das Kinderbischofsspiel. In Klosterschulen des Mittelalters wählten Schüler am Nikolaustag einen der ihren zum Bischof auf Zeit, der dann in manchen Orten bis zum Tag der Unschuldigen Kinder am 28. Dezember eine Art Narrenherrschaft ausübte. Diese verkehrte Welt zeigt, wie eng der Heilige von Anfang an mit Kindern verbunden war.
Einkehrbrauch: wenn der Nikolaus an die Tür klopft
Neben dem stillen Stiefel gibt es die laute Variante: Der Nikolaus kommt persönlich. In Bischofsgewand, mit Mitra, Stab und einem großen Buch, in dem angeblich steht, wie sich die Kinder im Jahr verhalten haben, besucht er Familien, Kitas oder Vereinsfeiern. Volkskundler nennen das den Einkehrbrauch. Die Kinder sagen ein Gedicht auf oder singen ein Lied, dafür gibt es ein Säckchen mit Süßem. Passende Verse zum Aufsagen, von alten Fundstücken bis zu neuen Reimen, stehen in unseren Nikolausgedichten.
Selten kommt der Heilige allein. Je nach Region begleitet ihn eine dunklere Gestalt, die für Tadel und Strafe zuständig ist. Im Norden und in der Mitte Deutschlands ist das meist Knecht Ruprecht, im Alpenraum der wilde Krampus mit Fell, Hörnern und Glocken. Beide Figuren haben eine eigene, verwickelte Herkunft, die in den jeweiligen Artikeln ausführlich erklärt ist.
Ein kurzer Hinweis für Eltern: Das große Buch mit den Sünden des Jahres wirkt auf kleine Kinder oft bedrohlicher, als Erwachsene vermuten. Viele Familien lassen den Nikolaus heute nur loben, und das funktioniert erstaunlich gut.
Nikolaus-Bräuche in Europa: Sinterklaas, Samichlaus und Co.
Wie unterschiedlich ein und derselbe Heilige gefeiert wird, zeigt ein Blick über die Grenzen.
- Niederlande und Flandern: Hier ist Sinterklaas das eigentliche Hauptfest der Vorweihnachtszeit. Er reist nach der Erzählung mit dem Dampfschiff aus Spanien an, seine Ankunft Mitte November wird in vielen Städten öffentlich gefeiert. In den Niederlanden ist der Geschenkabend, Pakjesavond, am 5. Dezember, in Belgien gibt es die Gaben meist am Morgen des 6. Um seinen Begleiter Zwarte Piet wird seit Jahren gestritten, weil viele die schwarz geschminkte Figur als rassistisches Klischee empfinden. Vielerorts treten die Helfer inzwischen nur noch mit Rußspuren im Gesicht auf.
- Schweiz: Der Samichlaus kommt in Begleitung des Schmutzli, einer in dunkle Kutte gehüllten Gestalt. Bekannt ist das Klausjagen in Küssnacht am Rigi am Abend des 5. Dezember, ein Umzug mit Peitschenknallen, Glocken und großen, von innen beleuchteten Bischofsmützen.
- Österreich und Bayern: Hier gehört die Krampusnacht vom 5. auf den 6. Dezember dazu, mit Läufen und Umzügen, an deren Ende der Nikolaus die Kinder beschenkt.
- Orthodoxe Länder: In Russland, Serbien und anderswo zählt Nikolaus zu den wichtigsten Heiligen. In Serbien gehört der Heilige zu den häufigsten Schutzpatronen, deren Tag Familien als ihre Slava feiern, dort am 19. Dezember.
- USA: Aus dem niederländischen Sinterklaas wurde in New York über Umwege Santa Claus. Mit dem Bischof hat diese Figur kaum noch etwas gemein, mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Nikolaus Geschichte nach der Reformation: Christkind und Weihnachtsmann
Bis ins 16. Jahrhundert war der Nikolaustag vielerorts der wichtigste Geschenktermin des Winters. Die Reformation brachte das ins Wanken, weil die Reformatoren die Verehrung von Heiligen ablehnten. In evangelischen Gegenden wanderten die Gaben nach und nach auf Weihnachten, und als Absender trat der „Heilige Christ“ auf, aus dem später das Christkind wurde. Welche Rolle Martin Luther dabei spielte und warum die Formel „Luther hat das Christkind erfunden“ zu einfach ist, steht dort ausführlich. Die Volkskundlerin Ingeborg Weber-Kellermann hat diese Verschiebung in ihrer Kulturgeschichte des Weihnachtsfests als langsamen Wandel beschrieben, nicht als plötzlichen Bruch.
Verschwunden ist der Nikolaus dadurch nicht. Er blieb, gerade in katholischen Regionen, als eigener Termin im Advent erhalten, nur eben als kleiner Gabenbringer vor dem großen Fest. Gleichzeitig entstand im 19. Jahrhundert eine weltliche Figur, die viele Züge von ihm übernahm: der Weihnachtsmann. Der Unterschied ist leicht zu merken. Der Nikolaus trägt Mitra und Bischofsstab, hat ein historisches Vorbild und kommt am 6. Dezember. Der Weihnachtsmann trägt Zipfelmütze, hat kein kirchliches Amt und bringt die Geschenke am Heiligen Abend.
Nikolaustag heute: Familie, Büro und zu zweit
Was den Nikolaustag so sympathisch macht, ist sein Maß. Er ist kein zweites Weihnachten, sondern eine kleine Geste mitten im Advent, eingebettet zwischen den Barbarazweigen am 4. und dem Lucia-Tag am 13. Dezember. Ein paar Ideen, wie du ihn feiern kannst:
- Mit Kindern: Den Stiefel am Vorabend gemeinsam putzen ist Teil des Rituals. Wenig hinein, dafür Liebevolles: eine Mandarine, ein paar Nüsse, etwas Schokolade, vielleicht ein Stift oder ein kleines Buch. Die Rute darf getrost im Schrank bleiben.
- Im Büro: Ein Schokoladennikolaus auf jedem Schreibtisch, bevor die anderen kommen, ist schnell gemacht und sorgt für gute Laune. Wer es anonym hält, ist ganz nah am Original.
- Als Paar: Fülle heimlich die Schuhe deines Partners oder deiner Partnerin, mit Lieblingssüßigkeiten und einem handgeschriebenen Zettel. Oder deckt den Frühstückstisch mit Lebkuchen, Kerze und Mandarinen und nehmt euch eine Stunde Zeit füreinander.
- Unter Freunden: Ein Säckchen an der Tür der Nachbarin, eine Tüte Plätzchen für den Kollegen, der gerade viel um die Ohren hat. Kleine Überraschungen, ohne Absender, treffen den Kern des Tages am besten.
- Für dich selbst: Der Nikolaus stand für Hilfe, die nicht auf Dank wartet. Vielleicht ist der 6. Dezember ein guter Anlass, eine Spende oder ein Ehrenamt auszuprobieren, ganz ohne Aufheben.
Häufige Fragen
Wann kommt der Nikolaus am 5. oder am 6.?
Beides stimmt, je nach Brauch. Die Stiefel stellst du am Abend des 5. Dezember vor die Tür, gefüllt sind sie am Morgen des 6. Der Nikolaus kommt also in der Nacht dazwischen. Persönliche Besuche finden regional am 5. oder 6. statt. 2026 ist der Vorabend ein Samstag, der Nikolaustag selbst ein Sonntag.
Warum feiern wir am 6. Dezember Nikolaus?
Weil der 6. Dezember nach der Überlieferung der Todestag des heiligen Nikolaus von Myra ist. Heiligenfeste liegen traditionell auf dem Sterbetag, den die Kirche als Geburtstag für den Himmel versteht. Das genaue Todesjahr im 4. Jahrhundert ist allerdings nicht gesichert.
Was sagt man am Nikolaustag?
Üblich sind „Schönen Nikolaustag!“ oder einfach „Frohen Nikolaus!“. Eine feste Grußformel wie zu Weihnachten gibt es nicht. Wer mehr schreiben möchte, legt einen kurzen Vers in den Stiefel oder schickt eine Nachricht mit einem kleinen Reim.
Was feiern wir am Nikolaustag?
Wir erinnern an Nikolaus, einen Bischof aus Myra im 4. Jahrhundert, der in den Legenden als heimlicher Helfer der Armen auftritt. Daraus entstand der Brauch, Kinder über Nacht anonym zu beschenken. Kirchlich ist es sein Gedenktag, im Alltag vor allem ein Familienfest im Advent.
Wer war der heilige Nikolaus?
Der heilige Nikolaus war wahrscheinlich ein Bischof von Myra, dem heutigen Demre in der Türkei, in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts. Mehr ist kaum gesichert. Viele Legenden stammen aus späterer Zeit und vermischen ihn mit einem gleichnamigen Abt aus dem 6. Jahrhundert. Seine Gebeine liegen seit 1087 in Bari.
Fazit: ein Heiliger mit wenig Biografie und viel Wirkung
Über den Bischof aus Myra wissen wir erstaunlich wenig, über seine Wirkung umso mehr. Aus ein paar Legenden über heimliches Schenken ist ein Brauch geworden, der Schiffchen, Stiefel, Hausbesuche und sogar den amerikanischen Santa Claus hervorgebracht hat. Wenn du am 5. Dezember 2026 einen Schuh füllst, egal ob für dein Kind, deine Liebste oder den Kollegen am Nachbartisch, hältst du eine sehr alte Idee lebendig: Gutes tun, ohne dafür gesehen werden zu wollen.










