Kaum ein Weihnachtslied lernen Kinder so früh wie dieses: Den Text von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ können viele schon im Kindergarten, die Melodie sogar noch früher, weil sie auch zu „Twinkle, Twinkle, Little Star“ gehört. Hier findest du alle drei Strophen so, wie Hoffmann von Fallersleben sie geschrieben hat, dazu Erklärungen zu alten Wörtern wie Grenadier oder Pantherthier. Du erfährst, warum im Original Trommel, Säbel und Gewehr auftauchen, wie das Lied heute meist gesungen wird und wie eine französische Melodie aus dem 18. Jahrhundert zum deutschen Kinderlied wurde.
Morgen kommt der Weihnachtsmann Text: alle drei Strophen im Original
Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit je sechs Zeilen. Gedruckt erschien es zum ersten Mal im „Deutschen Musenalmanach für das Jahr 1837“, den unter anderem Adelbert von Chamisso herausgab, dort unter der schlichten Überschrift „Weihnachtslied“. Hoffmann selbst nannte es „Der Weihnachtsmann“. Die folgende Fassung gibt den Wortlaut dieses Erstdrucks wieder, mit der Rechtschreibung von damals.
Morgen kommt der Weihnachtsmann, / Kommt mit seinen Gaben. / Trommel, Pfeifen und Gewehr, / Fahn’ und Säbel, und noch mehr, / Ja, ein ganzes Kriegesheer / Möcht’ ich gerne haben.
Bring’ uns, lieber Weihnachtsmann, / Bring’ auch morgen, bringe / Musketier und Grenadier, / Zottelbär und Pantherthier, / Roß und Esel, Schaf und Stier, / Lauter schöne Dinge!
Doch du weißt ja unsern Wunsch, / Kennst ja unsre Herzen. / Kinder, Vater und Mama, / Auch sogar der Großpapa, / Alle, alle sind wir da, / Warten dein mit Schmerzen.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), Text, verfasst 1835; Erstdruck im Deutschen Musenalmanach für das Jahr 1837, S. 294. Der Text ist gemeinfrei.
In manchen Liederbüchern steht in der ersten Strophe „Pfeife“ statt „Pfeifen“ und in der dritten „Kennest unsere Herzen“. Solche kleinen Abweichungen sind bei Liedern, die über Jahrzehnte von Buch zu Buch und von Mund zu Mund gewandert sind, ganz normal. Im Erstdruck heißt es „Pfeifen“ und „Kennst ja unsre Herzen“.
Liedtext erklärt: vom Kriegesheer bis zum Großpapa
Wer das Lied mit Kindern singt, wird früher oder später gefragt, was ein Grenadier ist. Ein kleiner Wortführer durch die drei Strophen hilft beim Antworten.
Erste Strophe: der Wunschzettel
Ein Kind zählt auf, was es sich vom Weihnachtsmann erhofft. Trommel und Pfeifen sind hier keine Musikinstrumente fürs Wohnzimmer, sondern das Zubehör von Militärkapellen, die im 19. Jahrhundert vor marschierenden Truppen spielten. Dazu kommen Fahne, Säbel und Gewehr. Das „Kriegesheer“ ist eine ältere Form von Kriegsheer und meint eine ganze Armee, im Kinderzimmer also eine große Sammlung Spielsoldaten.
Zweite Strophe: Soldaten und Tiere
Musketiere waren Fußsoldaten, die ursprünglich mit einer Muskete bewaffnet waren, Grenadiere ebenfalls Infanteristen, deren Name auf das Werfen von Handgranaten zurückgeht. Danach wechselt die Liste zu Tieren: ein zotteliger Bär, ein „Pantherthier“ (also ein Panther, in alter Schreibweise mit th), ein „Roß“, das ist ein Pferd, dazu Esel, Schaf und Stier. Man liest das meist als Spielfiguren, nicht als lebende Tiere. Einen Teddybären im heutigen Sinn gab es übrigens noch nicht, den kennt man erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts.
Dritte Strophe: die ganze Familie wartet
Am Ende kippt die Perspektive. Statt weiterer Wünsche heißt es: Du kennst uns ohnehin. Kinder, Eltern und sogar der Großvater stehen bereit. „Warten dein“ ist eine alte Genitivform und bedeutet „warten auf dich“. „Mit Schmerzen“ heißt hier nicht, dass etwas wehtut, sondern so viel wie sehnsüchtig und voller Ungeduld. Die Strophe macht aus dem Wunschzettel eines einzelnen Kindes ein Familienbild.
Trommel, Säbel und Gewehr: das Spielzeug von 1835 einordnen
Heute wirkt die erste Strophe auf viele befremdlich. Um sie zu verstehen, hilft ein Blick auf die Zeit, in der Hoffmann schrieb. Er lebte damals als Professor in Breslau, einer Stadt im Königreich Preußen. Dort galt seit 1814 die allgemeine Wehrpflicht, Uniformen und Militärmusik gehörten zum Alltag in den Städten. Spielsoldaten aus Zinn oder Holz, Trommeln und kleine Säbel zählten im 19. Jahrhundert zu den gängigen Geschenken in bürgerlichen Familien.
Hoffmann beschreibt also, was ein Kind seiner Zeit sich realistisch gewünscht haben dürfte. Ob er damit eine Haltung zum Militär ausdrücken wollte, lässt sich aus dem Gedicht nicht ablesen, und es wäre unredlich, ihm im Nachhinein etwas zu unterstellen. Auffällig ist eher, wie bunt die Liste insgesamt ist: Auf Soldaten folgen Bär, Panther und Schaf, und am Schluss steht kein Gegenstand, sondern die versammelte Familie.
Wenn ein Kind beim Singen nachfragt, kannst du das ganz entspannt erklären: Vor fast 200 Jahren haben sich Kinder andere Dinge gewünscht als heute, und Lieder bewahren solche Spuren. Mehr braucht es meist nicht. Viele Familien, Kitas und Schulen singen ohnehin eine der späteren Fassungen, in denen die Kriegsspielzeuge fehlen.
Wie das Lied heute gesungen wird: Umdichtungen und Varianten
Schon früh haben Menschen das Lied an ihre eigene Zeit angepasst. Drei Bearbeitungen sind gut belegt, dazu kommen unzählige Familienversionen.
- Kindergarten-Strophe von 1922: Die Sammlung „Lieder- und Bewegungsspiele“ druckte eine zweite Strophe, die im Berliner Pestalozzi-Fröbel-Haus entstanden war. Darin bittet das Kind um einen Puppenwagen und eine Puppenküche für die Schwester und wünscht sich zum Schluss etwas zu essen.
- Bearbeitung von Hans Sandig: In der DDR sang man überwiegend eine Fassung des Leipziger Chorleiters Hans Sandig (1914–1989). Auf seinem Wunschzettel stehen statt Säbel und Gewehr Puppe, Knusperhaus, Eisenbahn und Roller.
- Umdichtung von Hilger Schallehn: Der Komponist und Chorleiter Hilger Schallehn (1936–2000), lange Lektor beim Musikverlag Schott, schrieb eine weit verbreitete Fassung ohne Kriegsspielzeug. Laut Wikipedia steht sie unter anderem in Ingeborg Weber-Kellermanns „Buch der Weihnachtslieder“.
Die Texte von Sandig und Schallehn sind urheberrechtlich geschützt, deshalb stehen sie hier nicht im Wortlaut. Daneben kursieren im Netz und in Kitas freie Versionen mit Schokolade, Plätzchen oder Teddybär, deren Verfasser sich meist nicht mehr feststellen lassen.
Eine eigene Strophe dichten
Das Versmaß ist so einfach, dass du mit Kindern leicht selbst eine Strophe erfinden kannst. Jede Zeile hat sieben Silben, nur die zweite und die letzte sind eine Silbe kürzer. Die Zeilen drei bis fünf reimen sich untereinander, die zweite auf die sechste. Ein Beispiel aus unserer Redaktion:
Morgen kommt der Weihnachtsmann, / kommt mit seinen Gaben. / Bücher, Bälle, Kuscheltier, / Buntstift, Kreide, Malpapier, / ach, das alles wünsch ich mir, / möcht es gerne haben!
Lass die Kinder ihre eigenen Wünsche in die Mittelzeilen setzen. So wird aus dem alten Lied ein gesungener Wunschzettel, und nebenbei üben die Kleinen Reime.
Die Melodie: ein französisches Lied aus dem 18. Jahrhundert
Zuerst hatte das Gedicht eine ganz andere Melodie. Ernst Heinrich Leopold Richter (1805–1876), Musiklehrer am Lehrerseminar in Breslau und mit Hoffmann befreundet, vertonte den Text. Diese Weise erschien 1837 in Richters Liedsammlung für den Unterricht und 1843 erneut in Hoffmanns „Fünfzig Kinderliedern“. Nach Angaben des Volksliederarchivs wurde sie noch bis in die 1920er-Jahre gedruckt. Um 1880 sang man den Text laut derselben Quelle teilweise auch auf die Melodie von „Alle Vögel sind schon da“, das ebenfalls von Hoffmann stammt.
Durchgesetzt hat sich am Ende eine Melodie aus Frankreich: die des Liedes „Ah! vous dirai-je, maman“. Gedruckt ist sie erstmals 1761, damals noch ohne Worte. Mit Text erschien das Lied 1774 in einer Brüsseler Liedersammlung. Ein Kinderlied war es ursprünglich nicht: Ein junges Schäfermädchen gesteht darin seiner Mutter, dass es sich verliebt hat. Wer die Melodie erfunden hat, ist nicht bekannt. Gelegentlich wird der Komponist Nicolas Dezède genannt, dafür gibt es aber keinen Beleg.
Wann genau die französische Weise mit dem Weihnachtsmann-Text zusammenkam, lässt sich nicht auf das Jahr bestimmen. Das Volksliederarchiv nennt ein Zitherbuch für Kinder von 1890 als frühen Nachweis. Die Melodie ist kurz, bewegt sich im Umfang einer Sexte und besteht fast nur aus Viertelnoten. Sie hat drei Teile, von denen der erste am Ende wiederkehrt. Genau diese Schlichtheit hat ihr den Weg in Kinderzimmer auf der ganzen Welt geebnet.
Gleiche Melodie wie Twinkle, Twinkle und das ABC-Lied
Wenn dir die Melodie aus ganz anderen Zusammenhängen vertraut vorkommt, liegt das an ihrer erstaunlichen Karriere. Dieselbe Tonfolge trägt mehrere bekannte Lieder.
- „Twinkle, Twinkle, Little Star“: Das englische Wiegenlied stammt von Jane Taylor und erschien 1806 in dem Band „Rhymes for the Nursery“. Mit der französischen Melodie ist es spätestens 1838 in einem Londoner Liederbuch verbunden.
- Das ABC-Lied: Mit den Buchstaben des Alphabets erschien die Melodie schon 1824 in einer Sammlung des Mainzer Verlags Schott. Heute lernen Kinder in vielen Sprachen damit das Alphabet.
- „Baa, Baa, Black Sheep“: Auch dieser englische Kinderreim wird auf die Melodie gesungen.
In der Suzuki-Methode, einem verbreiteten Konzept für frühen Instrumentalunterricht, ist die Melodie das erste Stück, das Kinder lernen, samt mehrerer Variationen.
Hat Mozart die Melodie geschrieben?
Nein. Wolfgang Amadeus Mozart hat die bereits bekannte Melodie für seine Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“ KV 265 verwendet und kunstvoll ausgeschmückt. Lange glaubte man, er habe das Werk 1778 in Paris geschrieben, weil die Vorlage französisch ist. Untersuchungen der Handschrift sprechen heute für Wien in den Jahren 1781 oder 1782. Das Stück ist ein Klassiker im Klavierunterricht. Mozart hat das Thema also bearbeitet, nicht erfunden, und mit dem Weihnachtsmann-Text hatte er nichts zu tun, denn der entstand erst Jahrzehnte nach seinem Tod.
Von wem stammt das Lied? Hoffmann von Fallersleben
August Heinrich Hoffmann wurde am 2. April 1798 in Fallersleben geboren, das heute zu Wolfsburg gehört. Den Herkunftsort hängte er an seinen Namen, um sich von den vielen anderen Hoffmanns abzuheben. Beruflich war er Germanist: Er sammelte und edierte alte Handschriften und Volkslieder und wurde 1835, im Entstehungsjahr des Weihnachtsliedes, ordentlicher Professor in Breslau.
Berühmt ist er vor allem für das „Lied der Deutschen“, das er am 26. August 1841 auf Helgoland schrieb und dessen dritte Strophe heute die deutsche Nationalhymne ist. Wegen seiner politischen Gedichte, der „Unpolitischen Lieder“, verlor er 1842 seine Professur. Er starb am 19. Januar 1874 in Corvey bei Höxter.
Weniger bekannt ist, wie viele Kinderlieder auf ihn zurückgehen. Neben dem Weihnachtsmann-Lied gehören „Alle Vögel sind schon da“, „Ein Männlein steht im Walde“, „Summ, summ, summ“ und „Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald“ dazu. Auch „Winter ade“ stammt von ihm, du findest es bei unseren Wintergedichten. Seit seinem Tod sind weit mehr als 70 Jahre vergangen, seine Texte sind deshalb gemeinfrei und dürfen frei abgedruckt, kopiert und gesungen werden.
Welcher Weihnachtsmann ist gemeint? Was das Lied über die Figur verrät
Das Lied ist einer der frühen deutschen Belege dafür, dass Kinder den Namen Weihnachtsmann kannten. Wie die Figur entstand und wie sie zu Rentieren und rotem Mantel kam, erzählt unser Artikel über den Weihnachtsmann ausführlich. Hier lohnt ein Blick darauf, was das Gedicht selbst verrät.
Der Weihnachtsmann kommt „morgen“, also zu einem festen Termin, und er bringt Gaben. Die Kinder sprechen ihn direkt an, fast vertraut, mit „lieber Weihnachtsmann“. Von Rute, Strafe oder Prüfung ist keine Rede. Das unterscheidet ihn deutlich vom strengen Gabenbringer älterer Nikolausverse, wie sie unsere Nikolausgedichte zeigen. Wie er aussieht, verrät das Lied nicht: kein Bart, kein Mantel, kein Schlitten.
Im katholischen Süden brachte dagegen meist das Christkind die Geschenke. Das passende Gegenstück dazu ist „Kling, Glöckchen, klingelingeling“, in dem das Christkind die Kinder bittet, ihm die Tür zu öffnen. Text und Herkunft findest du bei Kling Glöckchen. Wer beide Lieder singt, hat die zwei großen Gabenbringer der deutschen Weihnacht an einem Abend versammelt.
Morgen kommt der Weihnachtsmann singen: Tipps für Familie und Kita
Weil Melodie und Text so eingängig sind, eignet sich das Lied hervorragend als Einstieg ins gemeinsame Singen in der Adventszeit.
- Tonart wählen: In D-Dur oder C-Dur passt die Melodie gut zu Kinderstimmen. Wer Gitarre spielt, kommt mit drei Akkorden aus.
- Mit der Melodie anfangen: Viele Kinder kennen sie schon von „Twinkle, Twinkle“ oder dem ABC. Summt sie zuerst gemeinsam, dann sitzt der Text schneller.
- Instrumente einsetzen: Glockenspiel, Blockflöte oder Xylofon eignen sich, weil die Melodie fast nur aus Nachbartönen besteht.
- Fassung vorher klären: Sprecht ab, ob ihr das Original, eine Liederbuch-Fassung oder eine eigene Strophe singt, damit nicht jeder einen anderen Text im Kopf hat.
- Mit anderen Liedern kombinieren: Zusammen mit Alle Jahre wieder und Kling, Glöckchen ergibt sich ein kleines Kinderprogramm für den Heiligabend.
Wenn ein Kind lieber etwas vorträgt als singt, findest du kurze Reime bei unseren Weihnachtsgedichten für Kinder. Einen Überblick über Advents- und Weihnachtslieder mit Herkunft und Entstehungsjahr bietet unsere Sammlung der Weihnachtslieder.
Häufige Fragen
Woher kommt das Lied Morgen kommt der Weihnachtsmann?
Der Text stammt aus Deutschland: Hoffmann von Fallersleben schrieb ihn 1835, gedruckt wurde er 1837. Die Melodie kommt aus Frankreich, vom Lied „Ah! vous dirai-je, maman“, das seit 1761 belegt ist. Ursprünglich wurde der Text auf eine Melodie von Ernst Richter gesungen, die französische Weise setzte sich erst später durch.
Von wem stammt das Lied Morgen kommt der Weihnachtsmann?
Der Text ist von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), dem Dichter des Deutschlandliedes. Die heute gesungene Melodie hat keinen bekannten Komponisten, sie geht auf ein französisches Volkslied des 18. Jahrhunderts zurück. Mozart hat sie nur in Klaviervariationen bearbeitet, nicht komponiert.
Welches Lied hat die gleiche Melodie wie Morgen kommt der Weihnachtsmann?
Die gleiche Melodie haben „Twinkle, Twinkle, Little Star“, das ABC-Lied, „Baa, Baa, Black Sheep“ und das französische Original „Ah! vous dirai-je, maman“. Außerdem liegt sie Mozarts Zwölf Variationen KV 265 zugrunde. Deshalb kennen viele Kinder die Melodie schon, bevor sie das Weihnachtslied lernen.
Wie viele Strophen hat Morgen kommt der Weihnachtsmann?
Das Original von Hoffmann von Fallersleben hat drei Strophen mit je sechs Zeilen. Gesungen wird oft nur die erste, manchmal in einer späteren Umdichtung. Einige Liederbücher fügen Zusatzstrophen hinzu, etwa eine Kindergarten-Strophe von 1922 oder die Bearbeitung von Hans Sandig.
Warum kommen im Lied Trommel, Pfeife und Gewehr vor?
Weil sie 1835 übliches Spielzeug waren. Im damaligen Preußen gehörten Militär und Militärmusik zum Alltag, Spielsoldaten, Trommeln und Säbel zählten zu typischen Geschenken. Das Lied spiegelt diese Zeit. Heute singen viele eine Fassung, in der die Kriegsspielzeuge durch andere Wünsche ersetzt sind.
Ist der Text von Morgen kommt der Weihnachtsmann gemeinfrei?
Ja, der Originaltext ist gemeinfrei, weil Hoffmann von Fallersleben 1874 gestorben ist. Du darfst ihn abdrucken, kopieren und auf Liedblättern verteilen. Spätere Bearbeitungen wie die von Hilger Schallehn oder Hans Sandig sind dagegen noch geschützt.
Fazit: ein altes Lied mit vielen Gesichtern
„Morgen kommt der Weihnachtsmann“ verbindet einen deutschen Text von 1835 mit einer französischen Melodie, die älter ist als Mozarts berühmte Variationen darüber. Das Original zeigt ehrlich, was Kinder sich damals wünschten, Trommel und Säbel inklusive, und endet doch mit einem Bild, das bis heute trägt: eine Familie, die gemeinsam auf den Abend wartet. Ob du die alten Strophen singst, eine spätere Fassung oder eine selbst gedichtete, bleibt dir überlassen. Hauptsache, alle singen mit.










