Den Kommet ihr Hirten Text kennen viele aus der Christvesper, vom Krippenspiel oder vom Liedblatt einer Weihnachtsfeier: drei kurze Strophen, ein wiegender Dreiertakt und am Ende jeder Strophe ein knapper Ruf, den auch kleine Kinder sofort mitsingen. Hier findest du alle drei Strophen zum Mitsingen und erfährst, wie eng sie sich an die Weihnachtsgeschichte bei Lukas anlehnen. Außerdem geht es um die Frage, wer das Lied geschrieben hat. Die Antwort führt nach Leipzig und von dort weiter nach Böhmen, zu einem tschechischen Weihnachtslied mit dem Titel „Nesem vám noviny“, dessen Inhalt wir dir in einer sinngemäßen Übersetzung vorstellen.
Kommet ihr Hirten Text: alle drei Strophen zum Mitsingen
Die bekannte deutsche Fassung stammt von dem Leipziger Chorleiter Carl Riedel und hat drei Strophen. In den gängigen Ausgaben, auch im Evangelischen Gesangbuch, sind es genau diese drei. Der Text steht hier in heutiger Schreibweise. Weil Riedel 1888 gestorben ist, ist er gemeinfrei, und du darfst ihn für dein Liedblatt abschreiben, kopieren und verteilen.
Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun, / kommet, das liebliche Kindlein zu schaun, / Christus, der Herr, ist heute geboren, / den Gott zum Heiland euch hat erkoren. / Fürchtet euch nicht!
Lasset uns sehen in Bethlehems Stall, / was uns verheißen der himmlische Schall; / was wir dort finden, lasset uns künden, / lasset uns preisen in frommen Weisen: / Halleluja!
Wahrlich, die Engel verkündigen heut / Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud: / Nun soll es werden Friede auf Erden, / den Menschen allen ein Wohlgefallen: / Ehre sei Gott!
Carl Riedel (1827–1888), deutscher Text, erstmals gedruckt 1870; Melodie aus Böhmen, erstmals gedruckt 1847. Text und Melodie sind gemeinfrei.
Zwei Hinweise fürs gemeinsame Singen: Die ersten beiden Zeilen jeder Strophe laufen auf dieselbe Melodie, erst ab der dritten Zeile geht es musikalisch weiter. Und der kurze Ruf am Schluss, also „Fürchtet euch nicht!“, „Halleluja!“ und „Ehre sei Gott!“, ist die Stelle, an der auch Gäste ohne Textblatt sicher einsetzen können. In manchen Ausgaben steht „Frau’n“ mit Apostroph oder „heute“ statt „heut“; am Sinn ändert das nichts.
Was die Strophen erzählen: ein kleines Gespräch zwischen Himmel und Feld
Riedel gab seinem Lied ursprünglich den Titel „Die Engel und die Hirten“. Mit diesem Titel im Kopf lassen sich die drei Strophen wie ein kurzes Wechselgespräch lesen, das sich eng an das zweite Kapitel des Lukasevangeliums hält (Lukas 2,8–20).
Die erste Strophe klingt wie der Ruf der Engel. Die Mitte der Strophe gibt fast wörtlich wieder, was der Engel bei Lukas den Hirten ankündigt: Heute ist der Heiland geboren, Christus, der Herr. Bemerkenswert ist die erste Zeile. Bei Lukas ist nur von Hirten die Rede, Riedel ruft dagegen ausdrücklich „Männer und Fraun“ herbei. Damit öffnet er die Einladung für alle, die das Lied singen. Der Schlussruf „Fürchtet euch nicht!“ sind die ersten Worte, die der Engel im Evangelium spricht.
Die zweite Strophe ist die Antwort der Hirten. Sie wollen sehen, was ihnen verheißen wurde, es weitersagen und Gott dafür loben. Das entspricht dem, was Lukas erzählt, nachdem die Engel verschwunden sind:
„Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat.“ (Lukas 2,15, Lutherbibel 1912)
Auch das „Künden“ hat seine Entsprechung, denn die Hirten erzählen nach ihrem Besuch im Stall weiter, was sie über das Kind gehört haben. Das Wort „Halleluja“ kommt in der Weihnachtsgeschichte selbst nicht vor. Es stammt aus der Sprache der Psalmen und bedeutet sinngemäß „Lobt Gott“.
Die dritte Strophe tritt einen Schritt zurück und fasst die Botschaft zusammen. Hier erklingt der Gesang der himmlischen Heerscharen, den die Kirche als Gloria kennt: Ehre für Gott, Frieden auf der Erde und Wohlgefallen für die Menschen. Riedel stellt die Reihenfolge um und lässt die Strophe mit „Ehre sei Gott!“ enden. So schließt das ganze Lied mit dem Lob, mit dem bei Lukas der Engelchor beginnt.
Wer genau hinhört, bemerkt außerdem die Binnenreime in der dritten und vierten Zeile jeder Strophe: geboren und erkoren, finden und künden, preisen und Weisen, werden und Erden, allen und Wohlgefallen. Sie machen die Zeilen leicht zu merken, und sie passen zu den kurzen, sich wiederholenden Motiven der Melodie.
Herkunft: das tschechische Original „Nesem vám noviny“
Das Lied stammt aus Böhmen. Seine tschechische Vorlage beginnt mit den Worten „Nesem vám noviny, poslouchejte“, übersetzt etwa „Wir bringen euch Neuigkeiten, hört zu“. Je nach Ausgabe hat es vier oder fünf Strophen. Im Unterschied zu Riedels Fassung singen hier Boten, die erzählen, was in Bethlehem geschehen ist. Den Inhalt der fünf Strophen, wie Wikipedia sie wiedergibt, fasst die folgende sinngemäße Übersetzung der Redaktion zusammen:
- Die Sänger bringen eine Nachricht aus der Gegend von Bethlehem und bitten alle, gut zuzuhören und sie sich zu Herzen zu nehmen.
- Eine reine Jungfrau hat einen Sohn geboren, Christus, den Herrn, in eine Krippe gelegt und in Windeln gewickelt.
- Engel kamen vom Himmel herab, und die Hirten versammelten sich. Sie begrüßten das Kind, lobten es und brachten ihm Gaben.
- Der Engel des Herrn war den Hirten draußen in der Einöde erschienen und hatte ihnen aufgetragen, ohne Zögern nach Bethlehem zu gehen.
- Bei der Geburt geschah ein großes Wunder: Die dunkle Nacht verwandelte sich in einem Augenblick in hellen Tag.
Riedel hat diesen Text also nicht übersetzt, sondern frei nachgedichtet. Er übernahm Schauplatz und Figuren, ließ Einzelheiten wie die Windeln, die Gaben und die hell gewordene Nacht weg und rückte stattdessen die Worte des Engels und den Lobgesang ins Zentrum. Die Form ist verwandt: Auch die tschechischen Strophen enden mit einer kurzen Schlusszeile, und auch dort reimen sich Wörter im Inneren der Zeilen. Anders als bei Riedel wird im Original die dritte Zeile jeder Strophe einmal wiederholt.
Wer den tschechischen Text gedichtet hat, ist nicht geklärt. Meist wird er als überliefertes Volksgut behandelt. Ein Beitrag des Tschechischen Fernsehens nennt dagegen einen Liederdichter namens Tomáš Bečák und das Jahr 1847, ohne einen Beleg anzugeben; eine Bestätigung dafür haben wir nicht gefunden. Es gibt außerdem neuere deutsche Nachdichtungen, die sich enger an die tschechische Vorlage halten. Sie können urheberrechtlich geschützt sein, deshalb drucken wir sie hier nicht ab.
Wer schrieb Kommet ihr Hirten? Carl Riedel und sein Leipziger Chor
Carl Riedel wurde am 6. Oktober 1827 in Cronenberg geboren, das heute zu Wuppertal gehört. Er lernte zunächst den Beruf des Seidenfärbers. Seine musikalische Begabung fiel in einer Krefelder Liedertafel dem Chorleiter Carl Wilhelm auf, der ihn förderte. Von 1849 bis 1852 studierte Riedel am Leipziger Konservatorium und blieb danach in der Stadt, zunächst als Lehrer für Klavier und Musiktheorie.
Bekannt wurde er vor allem durch den Chor, den er 1854 gründete und der nach ihm Riedel-Verein hieß. Dieser Verein pflegte geistliche Musik und wagte sich an große Werke: 1859 führte er Bachs h-Moll-Messe auf, 1860 Beethovens Missa solemnis. Riedel interessierte sich aber auch für ältere, damals fast vergessene Kirchenmusik. Er gab Werke von Heinrich Schütz heraus, Weihnachtssätze von Michael Praetorius, darunter den bis heute gesungenen Satz zu Es ist ein Ros entsprungen, und mehrere altböhmische Lieder. Er starb am 3. Juni 1888 in Leipzig.
Den Text von „Kommet, ihr Hirten“ schrieb Riedel nach Angaben der Liederkunde zum Evangelischen Gesangbuch, wie Wikipedia sie wiedergibt, vor 1868. Gedruckt wurde er 1870 unter der Überschrift „Die Engel und die Hirten“ in seiner Sammlung „Altböhmische Gesänge für gemischten Chor“. Das Lied war also zuerst ein Stück für gemischten Chor und kein Gemeinde- oder Kinderlied. Die Volkskundlerin Ingeborg Weber-Kellermann führt seinen Erfolg, ebenfalls nach der Darstellung bei Wikipedia, auf Riedels gehobene Sprache zurück, mit der er weit mehr Menschen erreichte als die schlichteren volkstümlichen Hirtenlieder.
Die Melodie: ein Bordun aus Böhmen und viele offene Fragen
Die Melodie ist älter als Riedels Text, wie alt genau, weiß man nicht. Gedruckt wurde sie zum ersten Mal 1847 in einem katholischen Gesangbuch, das in Olmütz erschien, dem heutigen Olomouc in Mähren. Handschriften, meist aus ländlicher Umgebung, gibt es aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts; sie sind also kaum älter als der Druck. Der Hymnologe Konrad Ameln hielt die Weise aus stilistischen Gründen für eine Melodie aus der Zeit um 1700.
In manchen Büchern liest du, das Lied sei schon seit 1605 bekannt. Diese Jahreszahl ist nicht belegt. Nach den Angaben, die Wikipedia aus der Fachliteratur zusammenträgt, ließ sie sich auch mit den Unterlagen des Deutschen Volksliedarchivs nicht bestätigen. Wenn du ein Programmheft schreibst, bist du mit „böhmische Volksweise, erstmals gedruckt 1847“ auf der sicheren Seite.
Musikalisch ist es eine sogenannte Bordunmelodie. Bordun nennt man einen tiefen Ton, der lange liegen bleibt oder sich ständig wiederholt, während darüber die Melodie läuft. Typisch ist das für Dudelsack und Drehleier, und in der Musik vieler Jahrhunderte gilt ein solcher Liegeton als Zeichen für Hirtenmusik. Dazu passt der wiegende Dreivierteltakt. Ähnliche Wendungen finden sich in dem deutschen Volkslied „Lieber Nachbar, ach borgt mir doch eure Latern“ und in der Violinstimme einer Weihnachtskantate des Freiberger Kantors Johann Samuel Beyer (1669–1704). Dass die böhmische Melodie von dort übernommen wurde, wird aber nicht angenommen; es handelt sich eher um typische Muster volkstümlicher Musik.
Übrigens hat Riedels Text nicht nur diese eine Melodie. 1968 komponierte Hermann Tromsdorf eine andere Weise dazu. Durchgesetzt hat sich aber die böhmische, und mit ihr kennen fast alle das Lied.
Die Hirten in der Weihnachtsgeschichte und in anderen Liedern
Dass ausgerechnet Hirten die ersten Zeugen der Geburt sind, erzählt nur das Lukasevangelium. Matthäus berichtet stattdessen von Sterndeutern aus dem Osten, aus denen die Tradition später die Heiligen Drei Könige gemacht hat. In der Weihnachtskrippe stehen beide Gruppen meist friedlich nebeneinander, obwohl sie aus zwei verschiedenen Evangelien stammen.
In Auslegungen hörst du oft, Hirten hätten damals zu den Ärmsten und Verachtetsten gehört, und gerade deshalb sei die Botschaft zuerst zu ihnen gekommen. Diese Lesart ist verbreitet, aber unter Fachleuten umstritten, weil die Belege dafür überwiegend aus späterer Zeit stammen. Unstrittig ist, was Lukas selbst erzählt: Die Hirten sind nachts bei ihren Herden, sie erschrecken, sie gehen los, sie finden das Kind, sie erzählen weiter und kehren lobend zurück. Genau diese Bewegung vom Hören zum Sehen und zum Weitersagen bildet Riedels Lied in drei Strophen ab. Eine kindgerechte Nacherzählung der ganzen Szene findest du in der Weihnachtsgeschichte für Kinder.
Hirtenlieder sind eine eigene Gattung innerhalb der Weihnachtslieder, und die Hirten tauchen auch in vielen anderen bekannten Liedern auf. In Stille Nacht hören sie als Erste die Nachricht der Engel. In Ihr Kinderlein kommet knien sie vor der Krippe und werden den Kindern als Vorbild hingestellt. Bei Riedel dagegen sind sie keine Nebenfiguren am Rand des Stalls, sondern die Hauptpersonen: Sie werden gerufen, sie antworten, und sie singen mit.
Kommet ihr Hirten im Krippenspiel, in Kita und Schule
Weil das Lied wie ein Dialog gebaut ist, eignet es sich besonders gut für Aufführungen. Ein paar Ideen, die sich in der Praxis leicht umsetzen lassen:
- Rollen verteilen: Die Engelgruppe singt die erste Strophe, die Hirten antworten mit der zweiten, und bei der dritten singen alle gemeinsam. So wird aus dem Lied eine kleine Szene, die gut zum Weg der Hirten zur Krippe passt.
- Die Kleinsten beim Ruf einsetzen: Kinder, die noch nicht lesen können, lernen nur die drei Schlussrufe. Sie singen „Fürchtet euch nicht!“, „Halleluja!“ und „Ehre sei Gott!“ und sind damit in jeder Strophe dabei.
- Einen Bordun spielen: Für die Begleitung reichen zwei Töne. Steht das Lied auf deinem Notenblatt in F-Dur, sind das F und C, gleichzeitig oder abwechselnd auf Klangstäben, Glockenspiel oder Xylofon angeschlagen. Das klingt nach Hirtenmusik und gelingt schon Kindergartenkindern.
- Tonart anpassen: Ist dir F-Dur zu tief, kannst du das Lied einen Ton höher in G-Dur anstimmen; der Bordun ist dann G und D. Für Kinderstimmen ist das oft angenehmer.
- Im Takt wiegen: Der Dreivierteltakt lädt dazu ein, sich hin und her zu wiegen, wie beim Schaukeln eines Kindes. Das hilft auch, das Tempo ruhig zu halten.
Für ein vollständiges Liedprogramm kannst du „Kommet, ihr Hirten“ gut mit anderen Krippenliedern verbinden. Eine Übersicht über Advents-, Krippen- und Winterlieder mit Hinweisen zu Alter und Herkunft findest du bei den Weihnachtsliedern.
Gesangbuch, Übersetzungen und bekannte Aufnahmen
Im Evangelischen Gesangbuch steht das Lied unter der Nummer 48, ganz in der Nähe von O du fröhliche (Nr. 44) und Stille Nacht (Nr. 46). Das Mennonitische Gesangbuch führt es als Nummer 260. Im katholischen Gotteslob findest du es nicht im Stammteil für den ganzen deutschen Sprachraum, sondern in den Eigenteilen einiger Bistümer; ob es in deinem Gotteslob steht, hängt also davon ab, wo du zur Kirche gehst.
Auch über die Sprachgrenzen hinaus ist Riedels Fassung gewandert. Im englischsprachigen Raum singt man sie als „Come, All Ye Shepherds“, mit einem Text von Mari Ruef Hofer (1848–1929) aus dem Jahr 1912. Eine niederländische Fassung mit dem Titel „Komt nu gij herders“ nahmen die niederländischen Baptisten 2001 in ihr Gesangbuch auf.
Aufnahmen gibt es von Kirchen- und Kinderchören ebenso wie aus der Schlagerwelt; eine Version von Wolfgang Petry taucht bei der Suche nach dem Lied regelmäßig auf. Für solche Einspielungen und für neuere Chor- oder Popsätze gilt: Der Liedtext selbst ist frei, die jeweilige Aufnahme und das Arrangement sind dagegen geschützt. Wenn du für eine Feier Noten oder Playbacks brauchst, achte deshalb auf die Lizenz des konkreten Arrangements.
Häufige Fragen
Wie lautet der Text von Kommet, ihr Hirten auf Deutsch?
Die erste Strophe lautet: Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun, kommet, das liebliche Kindlein zu schaun, Christus, der Herr, ist heute geboren, den Gott zum Heiland euch hat erkoren. Fürchtet euch nicht! Insgesamt gibt es drei Strophen von Carl Riedel; den vollständigen Text findest du oben im Artikel. Er ist gemeinfrei und darf frei verwendet werden.
Wer schrieb das Lied Kommet ihr Hirten?
Den deutschen Text schrieb der Leipziger Chorleiter und Komponist Carl Riedel (1827–1888). Er veröffentlichte ihn 1870 in seiner Sammlung „Altböhmische Gesänge für gemischten Chor“. Vorlage war das tschechische Weihnachtslied „Nesem vám noviny“, dessen Dichter nicht sicher bekannt ist. Die Melodie stammt aus Böhmen.
Woher stammt die Melodie von Kommet, ihr Hirten?
Die Melodie ist eine böhmische Volksweise. Erstmals gedruckt wurde sie 1847 in einem katholischen Gesangbuch aus Olmütz, handschriftlich ist sie aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts überliefert. Ein Musikforscher datierte sie stilistisch um 1700. Die oft genannte Jahreszahl 1605 ist dagegen nicht belegt.
Wie viele Strophen hat Kommet, ihr Hirten?
Die deutsche Fassung von Carl Riedel hat drei Strophen, die mit „Fürchtet euch nicht!“, „Halleluja!“ und „Ehre sei Gott!“ enden. So steht sie auch im Evangelischen Gesangbuch. Das tschechische Original „Nesem vám noviny“ hat je nach Ausgabe vier oder fünf Strophen und einen anderen Inhalt.
Ist Kommet, ihr Hirten ein Kinderlied?
Ursprünglich nicht: Riedel schrieb es als Stück für gemischten Chor. Weil Text und Melodie aber kurz und eingängig sind, wird es heute viel in Kita, Grundschule und Krippenspiel gesungen. Besonders die drei kurzen Schlussrufe können schon kleine Kinder gut mitsingen.
Wann singt man Kommet, ihr Hirten?
Gesungen wird es zu Weihnachten, im Gottesdienst meist ab dem Heiligabend, weil es von der Geburt und den Hirten handelt. Im Gesangbuch steht es bei den Weihnachtsliedern, nicht bei den Adventsliedern. In Kita und Schule erklingt es oft schon vorher bei Proben und Weihnachtsfeiern.
Fazit: ein Ruf, eine Antwort und ein gemeinsames Lob
„Kommet, ihr Hirten“ ist kürzer als die meisten Weihnachtslieder und erzählt doch die ganze Hirtenszene aus dem Lukasevangelium: den Ruf der Engel, den Aufbruch der Hirten und das Lob am Ende. Dass es so vertraut klingt, verdankt es einer böhmischen Volksweise und einem Leipziger Chorleiter, der um 1870 einen tschechischen Text frei ins Deutsche übertrug. Für dein Liedblatt brauchst du nur die drei Strophen von oben. Und wenn ihr mit Kindern singt, gib den Kleinsten die Schlussrufe – dann singt die ganze Runde mit.











