Alle Jahre wieder Text: alle Strophen, Original und Herkunft

Alle Jahre wieder Text mit allen drei Strophen von Wilhelm Hey, dazu der Erstdruck von 1837, Silchers Melodie und wer mit dem Christuskind gemeint ist.

von Sophia Richter12 Min. Lesezeit
Alle Jahre wieder Text: alle Strophen, Original und Herkunft
Inhalt 10 Abschnitte
  1. Alle Jahre wieder Text: die drei Strophen von Wilhelm Hey
  2. Der Liedtext im Erstdruck von 1837
  3. Alle Jahre wieder Liedtext: Varianten und eine vierte Strophe
  4. Alle Jahre wieder Strophen: was jede einzelne erzählt
  5. Alle Jahre wieder kommt das Christuskind: wer gemeint ist
  6. Woher das Lied stammt: ein Fabelbuch mit ernstem Anhang
  7. Wilhelm Hey: der Pfarrer hinter dem Lied
  8. Das Alle Jahre wieder Lied und seine Melodie
  9. „Alle Jahre wieder“ als Redewendung
  10. Alle Jahre wieder singen: Kita, Familie und Heiligabend

Den Alle Jahre wieder Text kann fast jeder bis zur vierten Zeile mitsingen, danach wird es am Tisch oft leiser. Dabei ist das Lied kurz: Wilhelm Hey hat ihm drei Strophen mit je vier Zeilen gegeben, und die findest du hier vollständig, einmal in heutiger Schreibweise und einmal so, wie sie 1837 zum ersten Mal gedruckt wurden. Dazu erfährst du, aus welchem Kinderbuch das Lied stammt, wer die Melodie geschrieben hat, wer mit dem „Christuskind“ gemeint ist und warum die erste Zeile längst eine Redewendung geworden ist.

Alle Jahre wieder Text: die drei Strophen von Wilhelm Hey

Unsere Fassung hält sich Wort für Wort an den Erstdruck. Angepasst sind nur Rechtschreibung und Zeichensetzung: Aus dem alten „daß“ wird nach den heute geltenden Regeln „dass“, und die Zeilen beginnen klein, wo kein neuer Satz anfängt. Da Hey 1854 starb, ist das Urheberrecht an seinen Versen lange erloschen. Kopieren, drucken und an alle Mitsingenden weitergeben ist deshalb ausdrücklich erlaubt.

Alle Jahre wieder / kommt das Christuskind / auf die Erde nieder, / wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen / ein in jedes Haus, / geht auf allen Wegen / mit uns ein und aus.

Ist auch mir zur Seite / still und unerkannt, / dass es treu mich leite / an der lieben Hand.

Zwölf Zeilen, sechs Reimpaare, kein einziges schwieriges Wort: Mehr braucht das Lied nicht. Wenn ihr in größerer Runde singt, lohnt es sich trotzdem, den Text vorher auszuteilen. Die erste Strophe sitzt bei den meisten, bei der zweiten und dritten wird gern gesummt.

Der Liedtext im Erstdruck von 1837

Gedruckt wurde der Text zuerst 1837 in dem Band „Noch funfzig Fabeln für Kinder“, erschienen bei Perthes in Hamburg. Das „funfzig“ ohne Umlaut ist kein Versehen, so steht es auf dem Titelblatt. Die Bilder stammen von dem Hamburger Zeichner Otto Speckter. Das Lied steht allerdings nicht zwischen den Tierfabeln, sondern in einem Anhang mit frommen Kinderversen, den der Buchtitel mit dem Zusatz „nebst einem ernsthaften Anhange“ ankündigt. Projekt Gutenberg hat den Band digitalisiert. Dort lautet der Wortlaut so:

Alle Jahre wieder / Kommt das Christuskind / Auf die Erde nieder, / Wo wir Menschen sind;

Kehrt mit seinem Segen / Ein in jedes Haus, / Geht auf allen Wegen / Mit uns ein und aus;

Ist auch mir zur Seite / Still und unerkannt, / Daß es treu mich leite / An der lieben Hand.

Drei Dinge fallen beim Vergleich auf. Jede Zeile beginnt mit einem Großbuchstaben, wie es in Gedichtdrucken jener Zeit üblich war. Nach der ersten und der zweiten Strophe steht kein Punkt, sondern ein Semikolon: Hey hat das Lied als einen einzigen langen Satz gebaut, dessen Subjekt in allen zwölf Zeilen das Christuskind bleibt. Es kommt, es kehrt ein, es geht mit, es steht zur Seite. Und schließlich das „Daß“ mit ß, das erst mit der Rechtschreibreform zum „dass“ wurde. Am Wortlaut selbst hat sich in fast 190 Jahren praktisch nichts verändert.

Alle Jahre wieder Liedtext: Varianten und eine vierte Strophe

Wenn du mehrere Liederbücher oder Notenblätter nebeneinanderlegst, stößt du vor allem auf eine Abweichung. Manche Ausgaben lassen die dritte Strophe mit „Steht auch mir zur Seite“ beginnen. Im Erstdruck heißt es „Ist“. Am Sinn ändert das wenig, das Verb macht das Bild nur etwas anschaulicher. Wer nah am Original bleiben möchte, singt „Ist“.

Daneben kursieren Fassungen mit einer vierten Strophe. Darin soll das Kind allen Menschen verkünden, dass es einen Vater gibt, der niemanden vergisst. In Heys Band von 1837 steht diese Strophe nicht. Wer sie geschrieben hat und seit wann sie gesungen wird, ließ sich bei unserer Recherche nicht belegen. Wenn ihr sie mögt, spricht nichts dagegen, sie mitzusingen. Zum Lied, wie Hey es veröffentlicht hat, gehört sie aber nicht.

Von solchen Zusatzstrophen zu unterscheiden sind Umdichtungen, Parodien und Pop-Bearbeitungen, die es reichlich gibt. Anders als Heys Original können diese jüngeren Texte urheberrechtlich geschützt sein. Wer sie drucken oder öffentlich vortragen will, sollte die Rechte vorher klären.

Alle Jahre wieder Strophen: was jede einzelne erzählt

Erste Strophe: das Kommen. Das Lied beginnt mit einer Zeitangabe, nicht mit einer Person. Weihnachten erscheint als etwas, das verlässlich wiederkehrt und auf das man sich deshalb schon im Voraus freuen kann. Das Kind kommt „auf die Erde nieder“, also von oben herab, und zwar genau dorthin, „wo wir Menschen sind“. Die Bewegung führt vom Himmel zu den Menschen, nicht umgekehrt: Niemand muss sich auf den Weg machen, um das Kind zu finden.

Zweite Strophe: der Segen im Alltag. Jetzt wird es häuslich. Das Kind kehrt „in jedes Haus“ ein, ohne Unterschied, und es bleibt nicht auf den Festabend beschränkt. Es geht „auf allen Wegen“ mit, ein und aus, also durch den gewöhnlichen Tag. Bemerkenswert ist, was fehlt: Von Geschenken ist im ganzen Lied keine Rede. Was das Kind mitbringt, ist Segen.

Dritte Strophe: der Blick auf das eigene Ich. Bis hierhin war von „wir“ und von „jedem Haus“ die Rede. Nun wechselt das Lied in die erste Person: „mir zur Seite“. Das Kind ist da, aber „still und unerkannt“. Man sieht es nicht, und trotzdem soll es führen, „an der lieben Hand“. Für Kinder ist das ein vertrautes Bild, denn genau so werden sie selbst über die Straße oder durch eine Menschenmenge geleitet. Viele lesen die Strophe deshalb als kleines Gebet um Schutz und Begleitung.

Der Weg vom Allgemeinen zum Persönlichen passt zu dem, was Hey im Vorwort über seinen Anhang schreibt: Er habe die ernsten Inhalte bewusst singbar gestaltet, damit Kinder sie lieber annehmen. Ein Lied, das am Ende bei „mir“ ankommt, nimmt das singende Kind mit hinein.

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind: wer gemeint ist

„Christuskind“ und „Christkind“ werden im Alltag leicht verwechselt, dabei steckt ein Unterschied dahinter. Mit Christuskind ist das Jesuskind gemeint, das Kind in der Krippe. Das Christkind, das in vielen Regionen am Heiligabend die Geschenke bringt, ist dagegen eine eigene Brauchfigur, häufig als engelhaftes Wesen mit Flügeln dargestellt. Wie die beiden Figuren zusammenhängen und wo sie auseinandergehen, erklären wir ausführlich im Beitrag über das Christkind.

Bei Heys Lied spricht vieles für das Jesuskind. Im selben Anhang stehen direkt daneben Kinderverse, die sich ausdrücklich an das Kind in der Krippe von Bethlehem wenden. Das Gedicht unmittelbar danach greift sogar das Motiv der Wiederkehr auf: Es fragt das Kind, warum es alljährlich auf die Erde zurückkehre, wo es doch Schuld und Trübsal gebe, und redet es dabei als „Du liebes Jesuskind“ an. Die Antwort des Gedichts lautet sinngemäß: aus Liebe. Nebeneinander gelesen wirken die beiden Texte wie Frage und Antwort. Das eine freut sich über das Kommen, das andere fragt nach dem Grund.

Manche Nachschlagewerke ordnen „Alle Jahre wieder“ als Christkindl- und Segenslied ein. Dass das Kind im Text keine Gaben verteilt, sondern Segen bringt, passt gut zu dieser Einordnung.

Woher das Lied stammt: ein Fabelbuch mit ernstem Anhang

Entstanden ist das Lied nicht als Kirchenlied, sondern als Teil eines Kinderbuchs. 1833 war bei Perthes in Hamburg ein erster Band mit dem Titel „Fünfzig Fabeln für Kinder“ erschienen: kurze gereimte Tiergeschichten, jede mit einem Bild von Otto Speckter. Der Verfasser blieb ungenannt, und so wurde das Werk im 19. Jahrhundert vielerorts als Speckters Fabelbuch bekannt, obwohl die Verse von Hey stammten. Die Fabeln wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. 1837 folgte der zweite Band, und in dessen Anhang steht „Alle Jahre wieder“.

Im Vorwort dieses zweiten Bandes berichtet der anonyme Autor von seinen Erfahrungen in einer Kleinkinderschule und anderen Kinderkreisen. Schon Vier- bis Sechsjährige, so schreibt er, sängen nicht nur gern, sondern behielten auch einfache Melodien erstaunlich gut, wenn sie zum Stimmumfang passten. Darum sei der Anhang überwiegend singbar angelegt, und einige leichte Singweisen seien gleich mit abgedruckt. Am Ende steht eine Klarstellung auf ausdrücklichen Wunsch Speckters: Von ihm stammten nur die Bilder, nicht die Worte.

Welche Weise im Erstdruck neben „Alle Jahre wieder“ stand, konnten wir am Original nicht überprüfen. Fest steht nur, dass die Melodie, die heute fast überall erklingt, erst einige Jahre später veröffentlicht wurde.

Wilhelm Hey: der Pfarrer hinter dem Lied

Johann Wilhelm Hey kam am 26. März 1789 in Leina bei Gotha zur Welt und starb am 19. Mai 1854 in Ichtershausen. Er studierte Theologie in Jena und Göttingen, war einige Jahre Hauslehrer in den Niederlanden und unterrichtete danach in Gotha. 1818 wurde er Pfarrer in Töttelstädt bei Erfurt, 1827 Hofprediger in Gotha. Ab 1832 wirkte er als Pfarrer und Superintendent in Ichtershausen, wo er sich auch für soziale Einrichtungen einsetzte, darunter ein Kinderheim.

Heute kennt man Hey vor allem durch seine Kinderlieder, oft ohne seinen Namen zu kennen. Neben „Alle Jahre wieder“ schrieb er die Texte zu „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“, „Vöglein im hohen Baum“ und dem Morgenlied „Wie fröhlich bin ich aufgewacht“. Mehrere dieser Verse standen ursprünglich in den Anhängen der beiden Fabelbände. Wer als Kind abends nach den Sternen gefragt und im Dezember das Christuskind besungen hat, hat damit gleich zwei Lieder desselben thüringischen Pfarrers gelernt.

Das Alle Jahre wieder Lied und seine Melodie

Die Melodie, die du im Ohr hast, stammt von Friedrich Silcher. Er wurde im selben Jahr geboren wie Hey, 1789, und war Musikdirektor an der Universität Tübingen. Bekannt ist er bis heute als Sammler und Bearbeiter von Volksliedern. 1842 veröffentlichte er „Zwölf Kinderlieder aus dem Anhange des Speckter’schen Fabelbuches“, also Vertonungen von Heys frommen Kinderversen. „Alle Jahre wieder“ ist darin enthalten, ebenso „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“.

Silchers Weise ist denkbar schlicht. Eine Strophe füllt genau acht Takte, aufgeteilt in zwei gleich lange Bögen. In der verbreiteten Notierung bewegt sich die Melodie innerhalb einer einzigen Oktave und kommt fast ohne große Sprünge aus, was sie für Kinderstimmen bequem macht. Eine kleine Pointe hat sie trotzdem: Ihren höchsten Ton erreicht sie ausgerechnet auf dem Wort „nieder“.

Silchers Fassung ist nicht die einzige. Eine weitere Vertonung stammt von Ernst Anschütz, dem Leipziger Lehrer, der auch die heutigen Strophen von O Tannenbaum geschrieben hat. Auch eine Melodie des Darmstädter Organisten Christian Heinrich Rinck wurde im 19. Jahrhundert mit Heys Text verbunden; heute hört man sie meist zu Hoffmann von Fallerslebens Abendlied „Abend wird es wieder“. Durchgesetzt hat sich am Ende Silcher. Wenn heute in Kita, Schule oder Wohnzimmer jemand „Alle Jahre wieder“ anstimmt, ist so gut wie immer seine Melodie gemeint.

„Alle Jahre wieder“ als Redewendung

Die Anfangszeile hat sich längst vom Lied gelöst. Im Alltag sagt man „alle Jahre wieder“, wenn etwas zuverlässig wiederkehrt: die Steuererklärung, das Glatteis auf dem Weg zur Arbeit, die Diskussion, wer den Baum besorgt. Meist schwingt ein Augenzwinkern mit, manchmal auch ein leiser Seufzer über etwas, das man kommen sah. Gemeint ist schlicht „Jahr für Jahr“ oder „wie jedes Jahr“.

Wie fest die Zeile in der Sprache sitzt, zeigen die vielen Titel, die sie aufgreifen. Der Schweizer Illustrator Jörg Müller nannte 1973 eine Bildmappe „Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder“. Sie zeigt in sieben Bildern, wie eine Landschaft Stück für Stück zugebaut wird, und erhielt 1974 den Deutschen Jugendbuchpreis. Dazu kommen ein deutscher Spielfilm von 1967, mehrere Fernsehproduktionen und der deutsche Verleihtitel einer US-Familienkomödie von 2015. Solche Titel funktionieren nur, weil fast jeder die Melodie mitdenkt, sobald er die drei Wörter liest.

Alle Jahre wieder singen: Kita, Familie und Heiligabend

Kurz, eingängig, ohne schwierige Wörter: So ist das Lied gebaut, und deshalb eignet es sich gut als eines der ersten Weihnachtslieder für kleine Kinder. Weil es vom Kommen erzählt, passt es auch schon in die Adventszeit, etwa beim Anzünden der Kerzen, zusammen mit ein paar Adventsgedichten. Ein paar Ideen, wie das Singen leichter fällt:

  • Strophe für Strophe lernen: Sprich jede Strophe zuerst langsam vor und singe sie erst dann. Für jede Strophe ein Bild hilft beim Merken: das Kind, das herabkommt, das Haus, die Hand.
  • Bewegungen dazunehmen: Bei „nieder“ wandern die Hände von oben nach unten, bei „Haus“ formen sie ein Dach, und bei „an der lieben Hand“ fassen sich alle an. Kleine Kinder behalten den Text so deutlich leichter.
  • Ein gemeinsames Liedblatt: Drucke die drei Strophen zusammen mit Stille Nacht und O Tannenbaum auf ein Blatt. Dann muss am Heiligabend niemand nach dem zweiten Vers suchen.
  • Lieder-Raten: Eine Person summt die ersten Takte, die anderen raten. Mehr solcher Runden für Groß und Klein findest du in unseren Weihnachtsspielen.
  • Erzählen und singen: Lies vorher eine kindgerechte Weihnachtsgeschichte vor. Dann wissen auch die Jüngsten, wer das Kind ist, von dem das Lied handelt.

Kinder, die lieber etwas aufsagen als singen, finden passende Verse in unseren Weihnachtsgedichten für Kinder. Und wer am 24. Dezember nicht mit allen zusammen sein kann, verschickt vielleicht die erste Strophe als Gruß; weitere Ideen dafür stehen in unseren Heiligabend-Grüßen.

Häufige Fragen

Wie viele Strophen hat Alle Jahre wieder?

„Alle Jahre wieder“ hat drei Strophen mit je vier Zeilen. So steht es im Erstdruck von Wilhelm Hey aus dem Jahr 1837. Eine vierte Strophe, die in manchen Liedblättern und im Netz auftaucht, fehlt in diesem Druck; wer sie verfasst hat, ist nicht geklärt.

Wie endet die letzte Strophe von Alle Jahre wieder?

Die dritte und letzte Strophe endet mit „dass es treu mich leite / an der lieben Hand“. Das Christuskind soll die Singenden also unsichtbar begleiten, so wie ein Erwachsener ein Kind an die Hand nimmt. Manche Ausgaben beginnen diese Strophe mit „Steht“ statt „Ist auch mir zur Seite“.

Was bedeutet Alle Jahre wieder?

Im Lied bedeutet „alle Jahre wieder“, dass das Christuskind zu jedem Weihnachtsfest neu zu den Menschen kommt. Als Redewendung heißt es „jedes Jahr aufs Neue“ und wird oft mit einem Augenzwinkern für Dinge verwendet, die regelmäßig wiederkehren, ob schön oder lästig.

Woher stammt das Lied Alle Jahre wieder?

Den Text schrieb der thüringische Pfarrer Wilhelm Hey; er erschien 1837 im Anhang des Kinderbuchs „Noch funfzig Fabeln für Kinder“ mit Bildern von Otto Speckter. Die bekannte Melodie komponierte Friedrich Silcher, gedruckt 1842 in seinen zwölf Kinderliedern nach diesem Fabelbuch.

Wie geht der Text von Alle Jahre wieder?

Die erste Strophe lautet „Alle Jahre wieder / kommt das Christuskind / auf die Erde nieder, / wo wir Menschen sind“. Strophe zwei beginnt mit „Kehrt mit seinem Segen“, die dritte mit „Ist auch mir zur Seite“. Alle drei Strophen vollständig findest du oben im Artikel.

Darf man den Text von Alle Jahre wieder kopieren?

Ja. Wilhelm Hey starb 1854, Friedrich Silcher 1860, Text und Melodie sind daher gemeinfrei. Du darfst beides abschreiben, ausdrucken und verteilen. Für moderne Notensätze, Bearbeitungen und Aufnahmen können dagegen eigene Rechte bestehen.

Fazit: zwölf Zeilen, die jedes Jahr wiederkommen

„Alle Jahre wieder“ ist ein Lied aus einem Kinderbuch, geschrieben von einem Pfarrer, der Kindern ernste Dinge singbar machen wollte. Drei Strophen genügen ihm, um vom Himmel bis zur eigenen Hand zu kommen, und Silchers Melodie trägt sie so leicht, dass schon Kleinkinder mitsingen können. Wenn du dich an Heys Wortlaut hältst, singst du genau die Fassung von 1837, nur in heutiger Rechtschreibung. Und wenn jemand am Tisch nach der zweiten Strophe fragt, hast du sie jetzt parat.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Wilhelm Hey (1837): Alle Jahre wieder (Liedtext). Nachdruck gemeinfrei
Redaktionell geprüft von Sophia Richter1 Quellen angegeben
Sophia Richter

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