Wenn am Heiligabend draußen die Kirchenglocken läuten und drinnen jemand die ersten Takte anstimmt, wissen viele sofort, welches Lied jetzt kommt. Hier findest du den vollständigen Süßer-die-Glocken-nie-klingen-Text: alle drei Strophen in der heute üblichen Singfassung und daneben den Wortlaut, wie Friedrich Wilhelm Kritzinger ihn 1866 selbst drucken ließ. Außerdem erfährst du, wie das Lied in einer Mädchenschule in Sachsen-Anhalt entstand, warum seine Melodie eigentlich von einem Sonnenuntergang erzählt und was du mit dem Text heute frei anfangen darfst.
Süßer die Glocken nie klingen Text: alle drei Strophen zum Mitsingen
Kritzingers Gedicht besteht aus drei Strophen mit je acht gesungenen Zeilen. Die fünfte Zeile wird beim Singen wiederholt, die letzten beiden Zeilen bilden einen Kehrvers, der in jeder Strophe gleich bleibt. Die folgende Fassung gibt Kritzingers Wortlaut in heutiger Rechtschreibung wieder, die Wiederholungen sind ausgeschrieben. So steht das Lied in den meisten Liederbüchern für Familie, Schule und Gemeinde.
Süßer die Glocken nie klingen / als zu der Weihnachtszeit: / ’s ist, als ob Engelein singen / wieder von Frieden und Freud’, / wie sie gesungen in seliger Nacht, / wie sie gesungen in seliger Nacht. / Glocken mit heiligem Klang, / klingt doch die Erde entlang!
O, wenn die Glocken erklingen, / schnell sie das Christkindlein hört, / tut sich vom Himmel dann schwingen, / eilet hernieder zur Erd’. / Segnet den Vater, die Mutter, das Kind, / segnet den Vater, die Mutter, das Kind. / Glocken mit heiligem Klang, / klingt doch die Erde entlang!
Klinget mit lieblichem Schalle / über die Meere noch weit, / dass sich erfreuen doch alle / seliger Weihnachtszeit. / Alle aufjauchzen mit einem Gesang, / alle aufjauchzen mit einem Gesang. / Glocken mit heiligem Klang, / klingt doch die Erde entlang!
Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816–1890), Text; Melodie nach dem Volkslied „Seht, wie die Sonne dort sinket“. Gebräuchliche Singfassung in heutiger Rechtschreibung; Text und Melodie sind gemeinfrei.
Der Originaltext im Weihnachtsbüchlein von 1866
Kritzinger hat sein Gedicht 1866 in das „Weihnachtsbüchlein für Schule und Haus“ aufgenommen, erschienen bei Webel in Zeitz. Dort steht es als Nummer 9 auf Seite 12, gesetzt in Fraktur, mit dem knappen Hinweis, es sei auf die Melodie von „Seht, wie die Sonne dort …“ zu singen. Ein Scan dieser Seite liegt auf Wikimedia Commons. Wir geben den Wortlaut mit der damaligen Schreibweise wieder, ohne ausgeschriebene Wiederholungen, weil das Büchlein sie auch nicht druckt.
Süßer die Glocken nie klingen, / Als zu der Weihnachtszeit, / Ist als ob Engelein singen / Wieder von Frieden und Freud’, / Wie sie gesungen in seliger Nacht! — / Glocken mit heiligem Klang, / Klingt doch die Erde entlang!
O wenn die Glocken erklingen, / Schnell sie das Christkindlein hört, / Thut sich vom Himmel dann schwingen, / Eilet hernieder zur Erd’, / Segnet den Vater, die Mutter, das Kind; / Glocken mit heiligem Klang, / Klingt doch die Erde entlang!
Klinget mit lieblichem Schalle / Ueber die Meere noch weit, / Daß sich erfreuen doch Alle / Seliger Weihnachtszeit, / Alle aufjauchzen mit Einem Gesang! / Glocken mit heiligem Klang, / Klingt doch die Erde entlang!
F. W. Kritzinger, Weihnachtsbüchlein für Schule und Haus, Zeitz 1866, S. 12; Wortlaut nach dem Scan des Drucks.
Inhaltlich hat sich seitdem kaum etwas verschoben. Auffällig sind drei Kleinigkeiten. Erstens beginnt die dritte Zeile im Druck von 1866 mit „Ist als ob“, während spätere Liederbücher daraus das umgangssprachlichere „’s ist, als ob“ machten; so steht es etwa 1896 im Bremer „Buch der Weihnachtslieder“ von Ludwig Tiesmeyer und Paul Zauleck, das Wikisource transkribiert hat. Zweitens schrieb Kritzinger „mit Einem Gesang“ groß, um zu betonen, dass es wirklich ein einziges, gemeinsames Lied sein soll. Drittens verschwanden mit der Rechtschreibreform von 1901 Formen wie „Thut“, und aus „Daß“ wurde mit der Reform von 1996 „dass“.
Süßer die Glocken Strophen: was die drei Verse erzählen
Das Lied baut eine Bewegung auf, die von oben nach unten und dann in die Weite geht. Es beginnt mit dem Klang, steigt zum Himmel auf, holt das Christkind auf die Erde und schickt den Jubel am Ende über alle Meere. Wer genau hinhört, merkt: Die Glocken sind hier nicht nur Kulisse, sie sind die eigentlichen Akteure.
Erste Strophe: das Echo der Heiligen Nacht
Der Vergleich mit den singenden Engeln greift die Weihnachtsgeschichte bei Lukas auf. Dort loben die himmlischen Heerscharen Gott über dem Feld der Hirten und verkünden, in der Lutherbibel von 1912, „Frieden auf Erden“ (Lukas 2,14). Kritzinger macht daraus eine Erinnerung: Jedes Weihnachtsläuten klingt so, als würde jener Gesang „wieder“ hörbar. Frieden und Freude sind die beiden Stichworte, die er dafür auswählt.
Zweite Strophe: das Christkind kommt ins Haus
In der Mitte steht ein Bild, das stark nach Kinderstube und 19. Jahrhundert klingt. Das Christkindlein hört die Glocken, schwingt sich vom Himmel herab und segnet Vater, Mutter und Kind. Theologisch ist das eher volksfromm als dogmatisch: Das Christkind erscheint als himmlischer Besucher, nicht als Säugling in der Krippe. An einer Schule, an der junge Frauen zu Lehrerinnen ausgebildet wurden, mag diese häusliche Szene gut gepasst haben, denn sie lässt sich Kindern ohne viele Erklärungen nahebringen.
Dritte Strophe: über die Meere hinaus
Zum Schluss soll das Läuten die Grenzen des Dorfes und des Landes überschreiten. „Über die Meere noch weit“ kann man auf die vielen Deutschen beziehen, die damals nach Amerika auswanderten, auch wenn Kritzinger sie nirgends nennt. Dass das Lied tatsächlich übers Meer kam, zeigen deutschsprachige Liederbücher aus den USA in den 1890er-Jahren. Der Schlussgedanke, alle sollten „mit einem Gesang“ jubeln, ist das Gegenstück zum Anfang: Aus dem Klang vieler Glocken wird eine einzige Stimme.
Herkunft: ein Lied aus einer Mädchenschule in Droyßig
Erstmals gedruckt wurde das Gedicht nach den Angaben der deutschsprachigen Wikipedia im Jahr 1860, und zwar unter dem Titel „Die Weihnachtsglocken“. Es erschien im dritten Heft des „Liederstrauß“, einer Liedsammlung für Töchterschulen, herausgegeben von Bernhard Brähmig im Leipziger Verlag Merseburger. Brähmig unterrichtete Musik an denselben Anstalten in Droyßig, die Kritzinger leitete. Die Zusammenarbeit der beiden Kollegen ist damit der Ausgangspunkt der Liedgeschichte.
Sechs Jahre später nahm Kritzinger den Text in sein eigenes Weihnachtsbüchlein auf, dort ohne eigene Überschrift, nur als Nummer 9 mit Melodieangabe. Ab den 1890er-Jahren taucht das Lied dann immer häufiger in Gebrauchsliederbüchern auf, also in Sammlungen für Schule, Verein und Familie. Zu den frühen Belegen zählt Wikipedia ein deutsches Liederbuch einer Sonntagsschule in Baltimore von 1895 und das erwähnte Bremer Weihnachtsliederbuch von 1896. In Cleveland, Ohio, druckte eine deutschsprachige Baptistengemeinde 1893 sogar eine eigene Vertonung eines Wilhelm Ritzmann. Bekannt geblieben ist aber die Volksweise.
Im Überblick über die bekannten Weihnachtslieder steht das Lied in der Reihe deutscher Weihnachtslieder des 19. Jahrhunderts, gleich nach Karl Enslins Kling, Glöckchen, das ebenfalls vom Klang kleiner Glocken lebt und einige Jahre älter ist.
Friedrich Wilhelm Kritzinger: der Schulmann hinter dem Text
Kritzinger kam am 24. Januar 1816 in Lehnin in der Mark Brandenburg zur Welt. Nach der Klosterschule am Ort studierte er Theologie in Berlin, unter anderem bei dem Kirchenhistoriker August Neander. Danach führte ihn sein Weg in den Schuldienst: Zunächst leitete er ein privates Institut im pommerschen Pyritz, ab 1850 die Stadtschule in Naugard. 1852 holte ihn Fürst Otto Victor von Schönburg-Waldenburg als ersten Direktor an die neu gegründete Lehrerinnenbildungsanstalt in Droyßig im heutigen Sachsen-Anhalt.
Dort blieb er 38 Jahre. Für Morgenandachten und Kirchenfeste schrieb er zahlreiche geistliche Gedichte und Lieder, die er in mehreren Bänden veröffentlichte, darunter „Lebensblüthen in Liedern“ (1857) und „Pilgerklänge“ (1885). Bekannt geblieben ist aber nur das Glockenlied. Im Sommer 1890 trat er krank in den Ruhestand, zog nach Naumburg an der Saale und starb dort kurz darauf, am 12. Juli 1890. Begraben wurde er in Droyßig.
In Lehnin erinnert seit November 2021 die Kritzingergasse samt Gedenktafel an ihn und seinen jüngeren Bruder Ludwig. Dass Ludwig an den Gedichten mitgeschrieben habe, wird in Lokalberichten erzählt, ist aber nicht belegt. Gesichert ist nur Friedrich Wilhelms Autorschaft, denn sie steht in seinem eigenen Weihnachtsbüchlein.
Woher die Melodie kommt: ein Abendlied über die sinkende Sonne
Kritzinger hat keine neue Melodie bestellt, sondern seinen Text bewusst auf eine bekannte Weise geschrieben. Das zeigt schon der Hinweis im Druck von 1866. Die Vorlage ist das Volkslied „Seht, wie die Sonne dort sinket“, ein Abendlied über den Feierabend, wenn die Sonne untergeht und man heimkehrt. Der Musikforscher Franz Magnus Böhme verzeichnete es 1895 in seiner Sammlung volkstümlicher Lieder und gab Belege aus Thüringen ab 1841 und aus Schlesien ab 1847 an. Manche Liederbücher datieren die Weise dagegen auf die Zeit vor 1826. Ein sicherer Beleg dafür ist uns nicht bekannt, deshalb bleibt die frühere Datierung eine Vermutung.
Als Dichter des Abendlieds wird häufig Karl Kummerel (1822–1857) genannt. Nach Böhme hat er den Text 1847 jedoch nur umgedichtet. Die Spur führt weiter zurück zu einem Kunstlied, „Dort sinket die Sonne im Westen“, das der Zittauer Lehrer Ernst Heinrich Schwabe (1787–1818) verfasst hat. Dafür veröffentlichte der Komponist August Harder 1808 zwar eine Vertonung, allerdings mit einer anderen Melodie. Wer die heutige Weise erfunden hat, weiß niemand.
Spannend ist eine Beobachtung, die Wikipedia festhält: Schon in älteren Texten zu dieser Melodie ist von Glocken die Rede, passend zum Abendläuten nach getaner Arbeit. Vielleicht hat das Kritzinger auf die Idee gebracht. Ob es so war, lässt sich nicht nachweisen. Die Melodie selbst steht im wiegenden Sechsachteltakt, der beim Singen wie ein sanftes Schwingen klingt und gut zu läutenden Glocken passt.
Warum gerade Glocken? Das Läuten an Weihnachten
Kirchenglocken rufen zum Gottesdienst, markieren Tageszeiten und begleiten Feste. Am Heiligabend ist ihr Klang für viele Menschen fest mit dem Fest verbunden: In zahlreichen Gemeinden laden sie zur Christvesper am Nachmittag und zur Christmette am späten Abend ein, an hohen Feiertagen häufig mit dem vollen Geläut. Wer in einem Dorf oder einer Altstadt wohnt, hört diesen Moment oft schon beim Tischdecken.
Einen Kontrast dazu bildet ein alter Brauch der katholischen Kirche: Zwischen dem Gloria am Gründonnerstag und der Osternacht schweigen die Glocken. Im Volksmund heißt es dann, sie seien „nach Rom geflogen“. Das zeigt, wie stark Glocken im Kirchenjahr als Stimme der Feste verstanden werden. Kritzingers Lied macht aus diesem Gedanken ein kleines Gebet: Der Klang soll nicht nur die Gemeinde rufen, sondern das Christkind selbst.
Wenn dir eher nach stillen Worten als nach Läuten zumute ist, findest du in den besinnlichen Weihnachtsgedichten Texte für einen ruhigen Abend. Und wer für eine Karte einen kurzen Gedanken sucht, wird bei den Weihnachtszitaten fündig.
Süßer die Glocken heute: bekannte Aufnahmen
Weil Text und Melodie frei sind, haben viele Chöre, Kinderliedmacher und Popstars das Lied aufgenommen. Eine vollständige Liste gibt es nicht, aber einige Aufnahmen sind besonders bekannt:
- Helene Fischer nahm es für ihr Album „Weihnachten“ auf, das im November 2015 erschien. Auf derselben Platte steht auch Fröhliche Weihnacht überall.
- Cassandra Steen sang es auf ihrem Weihnachtsalbum „Der Weihnachtsgedanke“ von 2020, dort unter dem verkürzten Titel „Süßer die Glocken“.
- Kinder- und Laienchöre singen es in unzähligen Aufnahmen, meist in der dreistrophigen Fassung mit wiederholter fünfter Zeile.
Beachte: Die Aufnahmen selbst und moderne Arrangements sind geschützt, auch wenn das Lied gemeinfrei ist. Hörst du eine Fassung mit geändertem oder zusätzlichem Text, stammt dieser Teil vom jeweiligen Bearbeiter.
Ist der Liedtext gemeinfrei? Was du frei nutzen darfst
Ja. In Deutschland erlischt der Schutz eines Textes 70 Jahre nach dem Tod seines Verfassers, wobei die Frist mit Ablauf des Todesjahres beginnt. Kritzinger starb 1890, sein Text ist also seit über sechs Jahrzehnten gemeinfrei. Die Melodie ist ein Volkslied ohne bekannten Komponisten und ebenfalls frei. Du darfst den Text abschreiben, ausdrucken, auf Liedblätter für die Familie setzen oder im Kindergarten verteilen.
Geschützt sein können dagegen neue Notensätze, Chorarrangements, Übersetzungen und Tonaufnahmen. Wenn du Noten kopieren möchtest, nimm am besten eine alte Ausgabe oder einen frei lizenzierten Satz. Für ein Liedblatt reicht ohnehin der Text oben, denn die Melodie kennen die meisten aus dem Gedächtnis.
Süßer die Glocken nie klingen singen: Tipps für den Heiligabend
Das Lied eignet sich gut für gemischte Runden, weil der Kehrvers leicht zu behalten ist. Ein paar Ideen, damit das gemeinsame Singen entspannt bleibt:
- Sprecht vorher ab, ob ihr die fünfte Zeile wiederholt. In fast allen Liederbüchern ist das so, manche Kinderfassungen lassen es weg.
- Lasst die Kinder beim Kehrvers „Glocken mit heiligem Klang“ mit kleinen Glöckchen oder einer Triangel einsetzen. So haben auch die Jüngsten eine eigene Aufgabe.
- Stimmt nicht zu hoch an. Die Melodie steigt in der Mitte deutlich an, für Ungeübte ist eine tiefere Tonart angenehmer.
- Kombiniert das Lied mit anderen Klassikern: Vor der Bescherung passt Alle Jahre wieder, zum ruhigen Ausklang Stille Nacht und zum festlichen Schluss O du fröhliche.
Häufige Fragen
Wer hat Süßer die Glocken nie klingen geschrieben?
Den Text schrieb Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816–1890), ein evangelischer Theologe und Direktor der Lehrerinnenbildungsanstalt in Droyßig. Erstmals erschien das Gedicht 1860 im Liederheft seines Kollegen Bernhard Brähmig. Die Melodie stammt nicht von ihm, sondern von dem Volkslied „Seht, wie die Sonne dort sinket“, dessen Komponist unbekannt ist.
Wie viele Strophen hat Süßer die Glocken nie klingen?
Das Lied hat drei Strophen, und zwar schon im Original. Kritzinger hat keine weiteren geschrieben. Jede Strophe hat sieben Textzeilen, beim Singen wird die fünfte wiederholt, sodass acht gesungene Zeilen entstehen. Der Kehrvers „Glocken mit heiligem Klang, klingt doch die Erde entlang“ schließt alle drei Strophen gleich ab.
Woher kommt die Melodie von Süßer die Glocken nie klingen?
Die Melodie gehört zu einem älteren, weltlichen Abendlied: „Seht, wie die Sonne dort sinket“. Es ist laut Franz Magnus Böhme seit 1841 in Thüringen und seit 1847 in Schlesien belegt. Kritzinger schrieb seinen Weihnachtstext gezielt auf diese bekannte Weise. Wer sie ursprünglich komponiert hat, ist nicht überliefert.
Ist Süßer die Glocken nie klingen gemeinfrei?
Ja, Text und Melodie sind gemeinfrei. Kritzinger starb 1890, die Schutzfrist von 70 Jahren ist längst abgelaufen, und die Melodie ist ein Volkslied. Du darfst den Liedtext also frei kopieren und weitergeben. Geschützt bleiben nur moderne Bearbeitungen, Notensätze und Tonaufnahmen einzelner Künstler.
Welche bekannten Aufnahmen von Süßer die Glocken gibt es?
Zu den bekanntesten Aufnahmen gehört die von Helene Fischer auf ihrem Album „Weihnachten“ aus dem Jahr 2015. Cassandra Steen nahm das Lied 2020 für „Der Weihnachtsgedanke“ auf. Dazu kommen viele Chor- und Kinderliedaufnahmen. Eine verlässliche Rangliste der erfolgreichsten Versionen gibt es nicht.
Wann ist Süßer die Glocken nie klingen entstanden?
Gedruckt wurde das Lied zum ersten Mal 1860, damals unter dem Titel „Die Weihnachtsglocken“. Ein genaues Entstehungsjahr des Gedichts ist nicht überliefert. Weil Kritzinger ab 1852 in Droyßig arbeitete und das Lied im Heft seines dortigen Kollegen erschien, liegt eine Entstehung in diesen Jahren nahe; belegt ist sie nicht. 1866 veröffentlichte Kritzinger es erneut in seinem Weihnachtsbüchlein für Schule und Haus.
Fazit: ein Abendlied, das zum Weihnachtsläuten wurde
Süßer die Glocken nie klingen ist ein Lied mit erstaunlich klarer Herkunft: ein Schuldirektor aus Droyßig, ein Musiklehrer als Herausgeber, ein Abendlied als Melodiegeber. Aus diesen drei Zutaten ist ein Weihnachtslied geworden, das vom Läuten über dem Dorf bis über die Meere reicht. Weil der Text gemeinfrei ist, kannst du ihn ohne Bedenken ausdrucken, verteilen und singen, ob mit Glöckchen, Gitarre oder einfach a cappella am Tisch.









