Leise rieselt der Schnee Text: alle Strophen und Herkunft

Leise rieselt der Schnee Text: alle drei Strophen zum Mitsingen, der Wortlaut von 1895, wer das Lied geschrieben hat und was über die Melodie bekannt ist.

von Nina Hofmann12 Min. Lesezeit
Leise rieselt der Schnee Text: alle Strophen und Herkunft
Inhalt 11 Abschnitte
  1. Leise rieselt der Schnee Text: alle drei Strophen
  2. Liedtext im Original: was 1895 anders war
  3. Leise rieselt der Schnee Strophen: was jede einzelne erzählt
  4. Leise rieselt der Schnee: Wer hat es geschrieben?
  5. Leise rieselt der Schnee Lied: Entstehung in Graudenz
  6. Die Melodie: Wer hat Leise rieselt der Schnee komponiert?
  7. Adventslied, Weihnachtslied oder Winterlied?
  8. Parodien: vom Zeugnisvers bis zum Kabarett
  9. Ist der Liedtext gemeinfrei?
  10. Liedtext zum Ausdrucken und Kopieren
  11. Weitere gemeinfreie Winterlieder

Drei kurze Strophen, ein Kehrreim, den schon Kindergartenkinder mitsingen: Den Leise rieselt der Schnee Text kennen viele seit ihrer Kindheit, und trotzdem stockt es beim gemeinsamen Singen oft in der zweiten Strophe. Unten stehen die drei Strophen in der heute üblichen Singfassung, ergänzt um die wenigen Stellen, an denen der Erstdruck anders lautet. Außerdem erfährst du, wer das Lied geschrieben hat, warum die Herkunft der Melodie bis heute offen ist, was die altmodischen Wörter bedeuten und warum du den Text frei abschreiben und ausdrucken darfst.

Leise rieselt der Schnee Text: alle drei Strophen

Das Lied hat genau drei Strophen mit je vier Zeilen. Die letzte Zeile ist in allen dreien gleich und wirkt wie ein Kehrreim. In dieser Form wird es heute üblicherweise gesungen:

Leise rieselt der Schnee, / still und starr liegt der See, / weihnachtlich glänzet der Wald: / Freue dich, Christkind kommt bald.

In den Herzen ist’s warm, / still schweigt Kummer und Harm, / Sorge des Lebens verhallt: / Freue dich, Christkind kommt bald.

Bald ist heilige Nacht, / Chor der Engel erwacht, / hört nur, wie lieblich es schallt: / Freue dich, Christkind kommt bald.

Text: Eduard Ebel (1839–1905), veröffentlicht 1895. Gebräuchliche Singfassung; der Text ist gemeinfrei.

Wenn du nur eine Strophe brauchst, etwa für eine Karte oder ein kurzes Ständchen, nimm die erste: Sie ist die bekannteste und erzählt für sich allein schon ein kleines Winterbild. Für ein vollständiges Vorsingen gehören alle drei dazu, weil die Bewegung des Liedes erst über die ganze Strecke sichtbar wird, dazu mehr weiter unten.

Liedtext im Original: was 1895 anders war

Den Originalwortlaut kannst du im Gedichtband von 1895 nachlesen; ein Scan liegt frei zugänglich bei Wikimedia Commons, eine geprüfte Abschrift bei Wikisource. Wer beides nebeneinanderlegt, findet nur wenige Unterschiede zur heutigen Singfassung:

  • Überschrift: Ebel nannte das Gedicht nicht nach seiner ersten Zeile, sondern „Weihnachtsgruß“, versehen mit der Jahreszahl 1895 und dem Zusatz „Ein Kinderlied“.
  • Dritte Strophe: Im Erstdruck steht „Horch’ nur“, also die Aufforderung an eine einzelne Person. Die gängigen Singfassungen haben daraus „hört nur“ gemacht und sprechen damit die ganze Runde an.
  • Kehrreim: Das „Dich“ schrieb Ebel groß, wie es damals in Briefen und persönlichen Anreden üblich war. Moderne Ausgaben setzen es klein, manche Liedblätter kürzen zu „Freu dich“.
  • Zeilenanfänge und Satzzeichen: Im Original beginnt jede Zeile mit Großbuchstaben, in der dritten Strophe trennen Semikolons die ersten Zeilen.

Daneben kursieren regionale Varianten. In manchen Liedblättern heißt es in der zweiten Strophe „In den Herzen wird’s warm“ statt „ist’s warm“. Beides ist singbar; das „ist’s“ steht so im Erstdruck. Wenn ihr mit mehreren Leuten singt, lohnt es sich, vorher kurz zu klären, welche Fassung auf dem Blatt steht.

Leise rieselt der Schnee Strophen: was jede einzelne erzählt

Auf den ersten Blick ist das Lied ein schlichtes Stimmungsbild. Liest du genauer, merkst du, dass jede Strophe den Blick an einen anderen Ort lenkt.

Erste Strophe: die Landschaft draußen

Schnee, See und Wald: Die erste Strophe ist ein Außenbild. „Still und starr“ meint den zugefrorenen See, der sich nicht mehr bewegt. Die Form „glänzet“ mit dem zusätzlichen e klingt bewusst feierlich und nach Gedicht, nicht nach Alltagssprache. Das Adjektiv „weihnachtlich“ macht aus der Winterlandschaft eine Festlandschaft, bevor überhaupt vom Fest die Rede ist.

Zweite Strophe: das Innere der Menschen

Jetzt geht der Blick nach innen. Draußen ist es kalt, in den Herzen warm. „Harm“ ist ein gehobenes, heute kaum noch gebrauchtes Wort für tiefen Schmerz oder Gram; verwandt sind „sich härmen“ und das Adjektiv „harmlos“. „Sorge des Lebens verhallt“ heißt: Die Alltagssorgen klingen ab wie ein Ton, der leiser wird. Für Erwachsene ist das vielleicht die eigentliche Strophe des Liedes, weil sie ausspricht, was man sich von den Wochen vor dem Fest erhofft.

Dritte Strophe: der Blick nach oben

Am Ende kommt die Weihnachtsnacht selbst in Sicht. Der „Chor der Engel“ verweist auf die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium, in der Engel den Hirten die Geburt verkünden. Hier wird aus dem Hören eine Einladung: Horcht hin, gleich ist es so weit. Außen, innen, oben: In zwölf Zeilen wandert das Lied von der Natur über die Gefühle zum religiösen Kern des Festes.

Auch die Bauart ist durchdacht. Je zwei Zeilen reimen sich paarweise, und die dritte Zeile jeder Strophe endet so, dass sie auf den Kehrreim zuläuft: „Wald“, „verhallt“ und „schallt“ reimen sich alle auf „bald“. Gerade für Kinder ist das hilfreich, weil sie die Schlusszeile vorausahnen können.

Leise rieselt der Schnee: Wer hat es geschrieben?

Der Text stammt von Eduard Ebel, einem evangelischen Pfarrer. Geboren wurde er am 7. August 1839 in Preußisch Stargard, dem heutigen Starogard Gdański in Polen. Er studierte Theologie in Königsberg und hatte danach eine für einen Gemeindepfarrer bemerkenswert weitläufige Laufbahn:

  • 1863/64 arbeitete er als Oberhelfer am Rauhen Haus in Hamburg, also an jener Einrichtung, in der Johann Hinrich Wichern gut zwei Jahrzehnte zuvor den Adventskranz eingeführt hatte.
  • 1866 bis 1869 war er Pastor der französisch-deutschen evangelischen Gemeinde in Beirut. Über ein Weihnachtsfest im dortigen Johanniterhospital veröffentlichte er 1869 einen Bericht.
  • Danach wirkte er als Prediger und Seelsorger im Diakonissenhaus in Königsberg.
  • Ab 1872 war er Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Graudenz an der Weichsel, ab 1901 zusätzlich Superintendent.
  • 1904 ging er in den Ruhestand und zog nach Halle an der Saale, wo er am 30. Januar 1905 starb.

Neben seinen Predigten schrieb Ebel kleinere Schriften, etwa eine Geschichte seiner Graudenzer Gemeinde und 1893 ein „Weihnachtsmärchen“. Als Dichter ist er heute nur noch durch dieses eine Lied bekannt. Dass ein Mann, der Weihnachten auch im Nahen Osten gefeiert hatte, ausgerechnet ein Lied über rieselnden Schnee und zugefrorene Seen hinterließ, ist eine hübsche Fußnote seiner Biografie.

Leise rieselt der Schnee Lied: Entstehung in Graudenz

Das Lied entstand 1895 in Graudenz, dem heutigen Grudziądz. Ebel nahm es im selben Jahr in seinen Band „Gesammelte Gedichte“ auf, der in Jul. Gaebel’s Buchhandlung erschien; dort steht es auf Seite 86. Mehr ist über den Anlass nicht überliefert. Ob er es für die Kinder seiner Gemeinde, für die eigene Familie oder einfach als Gedicht zum Fest geschrieben hat, lässt sich aus den bekannten Quellen nicht sagen.

Wichtig für die Geschichte des Liedes: In Ebels Buch steht nur der Text. Noten sind dort nicht abgedruckt. Wie und wann aus dem „Weihnachtsgruß“ das gesungene „Leise rieselt der Schnee“ wurde, ist deshalb nicht im Detail dokumentiert. Fest steht nur, dass der Titel nach der ersten Zeile sich im Lauf der Zeit vollständig durchgesetzt hat. Kaum jemand kennt das Lied heute unter seinem ursprünglichen Namen.

Wie verbreitet es schon um die Mitte des 20. Jahrhunderts war, zeigt eine Notiz aus der Urheberrechtsgeschichte: In Fachbüchern der 1960er-Jahre wird berichtet, dass Ebels Tochter 1955 noch fast 10.000 D-Mark im Jahr an Tantiemen von der GEMA für das Lied erhielt. Damals endete der Schutz eines Werkes 50 Jahre nach dem Tod seines Urhebers.

Die Melodie: Wer hat Leise rieselt der Schnee komponiert?

Auf vielen Notenblättern steht schlicht „Text und Melodie: Eduard Ebel“. Belegt ist das nicht. Weil sein Gedichtband keine Noten enthält, gibt es kein Dokument, das ihn als Komponisten ausweist. In der Literatur zum deutschen Liedgut finden sich drei Erklärungen nebeneinander:

  • Ebel selbst: Die verbreitetste Angabe, die Nachschlagewerke allerdings als unsicher einstufen.
  • Eine Volksweise: Nach anderen Darstellungen ist die Melodie älter und namenlos überliefert; Ebel könnte sie für seinen Text übernommen haben.
  • Daniel Gottlob Türk: Manche verweisen auf eine „Musette“ des Hallenser Universitätsmusikdirektors, ein kleines Stück aus seinen 1792 begonnenen „Handstücken für angehende Klavierspieler“. Die Ähnlichkeit beschränkt sich aber auf die ersten eineinhalb Takte, was für eine echte Vorlage wenig ist.

Unabhängig von ihrer Herkunft ist die Melodie ideal zum Mitsingen. Sie steht im wiegenden Sechsachteltakt, der an ein Schaukeln erinnert, und kommt mit einem Tonumfang von weniger als einer Oktave aus. In der üblichen Notation in G-Dur reicht sie vom d’ bis zum c’’. Das passt für Kinderstimmen ebenso wie für Erwachsene, die sich nicht für Sänger halten. Einzige kleine Hürde ist ein erhöhter Ton in der dritten Zeile, der der Melodie kurz vor dem Kehrreim ihre typische Wendung gibt.

Adventslied, Weihnachtslied oder Winterlied?

Die Einordnung ist weniger eindeutig, als es scheint. Ebel nannte sein Gedicht „Weihnachtsgruß“, der Kehrreim schaut aber ausdrücklich nach vorn: Das Christkind kommt bald, es ist noch nicht da. Warum das Lied deshalb gut zur Adventszeit passt, steht ausführlich in unseren Adventsgedichten, wo es beim dritten Adventssonntag einen eigenen Platz hat.

Ein Kirchenlied ist es nicht. Es verkündet nichts und hat keinen festen Platz in der Liturgie der Adventszeit, anders als etwa der Stille-Nacht-Text, den Gemeinden an Heiligabend gemeinsam singen. Die Volkskundlerin Ingeborg Weber-Kellermann urteilte sogar ziemlich nüchtern und zählte es zu den „mehr oder weniger banalen Potpourriliedern“. Für die Beliebtheit spielt das offenbar keine Rolle.

Als reines Winterlied taugt es nur bedingt, denn ohne Christkind und Engelchor fehlt ihm die Pointe. Praktisch heißt das: Vom ersten Advent bis zum Nachmittag des 24. Dezember passt es immer. Nach der Bescherung wirkt „Christkind kommt bald“ ein wenig überholt, viele singen es zwischen den Jahren trotzdem weiter. Wer das Christkind eigentlich ist und warum ausgerechnet ein evangelischer Pfarrer es so selbstverständlich besingt, erklärt der Beitrag über das Christkind.

Parodien: vom Zeugnisvers bis zum Kabarett

Ein Lied, das jeder kennt, lädt zum Umdichten ein. Weber-Kellermann dokumentierte in ihrem Liederbuch einen Spottvers, den Schulkinder in den 1980er-Jahren sangen: Statt Schnee rieselt dort eine schlechte Note aufs Zeugnis, und der Ärger zu Hause folgt auf dem Fuß. Der Kabarettist Dieter Süverkrüp schrieb 1969 eine eigene Parodie, die 1972 in einer Anthologie bissiger Weihnachtstexte erstmals gedruckt wurde. Aus der DDR ist eine Fassung von 1988 überliefert, die einen Unfall im damals geplanten Kernkraftwerk Stendal ausmalt; das Werk ging nie in Betrieb.

Solche Parodien zeigen vor allem eins: Die Originalzeilen sitzen so fest im Gedächtnis, dass schon eine kleine Änderung als Witz funktioniert. Die Umdichtungen von Süverkrüp und anderen jüngeren Autoren sind übrigens urheberrechtlich geschützt, anders als Ebels Vorlage.

Ist der Liedtext gemeinfrei?

Ja. Eduard Ebel starb 1905. Nach der damals geltenden Frist von 50 Jahren endete der Schutz mit dem Jahr 1955, und auch nach der heutigen Regel von 70 Jahren nach dem Tod wäre der Text längst frei. Du darfst ihn abschreiben, ausdrucken, in eine Karte schreiben, im Gemeindeblatt abdrucken oder in einem Video vortragen, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen.

Für die Melodie gilt im Ergebnis dasselbe: Ob sie von Ebel stammt, eine alte Volksweise ist oder auf Türk zurückgeht, alle denkbaren Urheber sind seit weit über 70 Jahren tot. Vorsicht ist nur bei neueren Bearbeitungen geboten. Ein moderner Chorsatz, ein neu arrangiertes Notenblatt oder eine bestimmte Aufnahme können eigene Rechte haben. Wenn du ein Video mit Musik unterlegen willst, sing oder spiel das Lied also am besten selbst ein.

Liedtext zum Ausdrucken und Kopieren

Eine PDF-Datei bieten wir nicht an, brauchst du aber auch nicht. Markiere die drei Strophen oben, kopiere sie in ein Textdokument und drucke sie aus. Ein paar Tipps, damit das Blatt beim Singen wirklich hilft:

  • Setze jede Liedzeile in eine eigene Zeile und lass zwischen den Strophen eine Leerzeile.
  • Wähle eine große, gut lesbare Schrift, gerade wenn Kinder oder ältere Gäste mitsingen.
  • Schreib Ebels Namen und das Jahr 1895 unter den Text; das beantwortet die Frage nach der Herkunft gleich mit.
  • Für ein Liederheft zum Fest kannst du das Lied mit dem O-Tannenbaum-Text und anderen gemeinfreien Klassikern kombinieren.

Wer Kinder das Lied nicht nur singen, sondern auch aufsagen lassen möchte, findet passende Verse in unseren Weihnachtsgedichten für Kinder. Zwölf kurze Zeilen mit festem Reim lassen sich übrigens auch von Vorschulkindern gut auswendig lernen.

Weitere gemeinfreie Winterlieder

Falls du ein kleines Winterliederprogramm zusammenstellen willst, eignen sich diese Klassiker, deren Texte alle frei verwendbar sind:

  • „Schneeflöckchen, Weißröckchen“: Die Urfassung schrieb die Breslauer Kindergärtnerin und Lehrerin Hedwig Haberkern; sie erschien 1869 in einem Kinderbuch und wurde später umgearbeitet.
  • „Winter ade, Scheiden tut weh“: Ein Abschiedslied an die kalte Jahreszeit; der heute gesungene Text geht auf August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zurück.
  • „Es ist ein Schnee gefallen“: Ein Volkslied, dessen Text bereits in einer Handschrift aus dem 15. Jahrhundert festgehalten ist; Goethe und Uhland haben es später variiert.
  • „Jingle Bells“: James Lord Pierpont veröffentlichte es 1857 unter einem anderen Titel als Lied über Schlittenfahrten; Weihnachten kommt im Text gar nicht vor.

Wenn dir eher nach Versen zum Vorlesen ist als nach Liedern, sind die Wintergedichte mit Klassikern von Claudius bis Rilke der passende nächste Schritt. Für einen einzelnen Satz unter ein Schneefoto findest du Ideen bei den Winter Sprüchen.

Häufige Fragen

Woher stammt das Lied Leise rieselt der Schnee?

Das Lied stammt aus Graudenz in Westpreußen, dem heutigen Grudziądz in Polen. Der dortige evangelische Pfarrer Eduard Ebel schrieb den Text 1895 und veröffentlichte ihn im selben Jahr in seinem Band „Gesammelte Gedichte“ unter dem Titel „Weihnachtsgruß“, mit dem Zusatz „Ein Kinderlied“.

Wer komponierte das Lied Leise rieselt der Schnee?

Das ist nicht geklärt. Häufig wird Eduard Ebel auch als Komponist genannt, doch sein Buch von 1895 enthält nur den Text. Andere Quellen sprechen von einer älteren Volksweise, wieder andere von einer Anlehnung an eine Musette von Daniel Gottlob Türk aus dem Jahr 1792, die aber nur im Anfang ähnlich klingt.

Wie lautet der Text von Leise rieselt der Schnee auf Deutsch?

Das Lied ist im Original deutsch und hat drei Strophen. Die erste lautet: „Leise rieselt der Schnee, still und starr liegt der See, weihnachtlich glänzet der Wald: Freue dich, Christkind kommt bald.“ Die beiden weiteren Strophen über warme Herzen und die heilige Nacht stehen vollständig oben im Artikel.

Wie viele Strophen hat Leise rieselt der Schnee?

Es sind drei Strophen mit je vier Zeilen, und so stand es schon im Erstdruck von 1895. Jede Strophe endet mit derselben Zeile „Freue dich, Christkind kommt bald“, die beim Singen wie ein Kehrreim wirkt.

Welche berühmten Winterlieder gibt es?

Bekannte deutsche Winterlieder sind neben „Leise rieselt der Schnee“ vor allem „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Winter ade, Scheiden tut weh“ und das alte Volkslied „Es ist ein Schnee gefallen“. Aus dem Englischen kommt „Jingle Bells“, das ursprünglich ein Schlittenlied war und kein Weihnachtslied.

Wo finde ich den Text des Liedes Leise rieselt der Schnee als PDF?

Am einfachsten machst du dir selbst eins: Kopiere die drei Strophen aus diesem Artikel in ein Textdokument und speichere oder drucke es als PDF. Weil der Text gemeinfrei ist, darfst du ihn dafür frei verwenden. Den Originaldruck von 1895 findest du als Scan bei Wikimedia Commons.

Fazit: ein Kinderlied, das niemandem mehr gehört

„Leise rieselt der Schnee“ ist ein kleines Lied mit erstaunlich klarer Bauweise: draußen der Schnee, drinnen die warmen Herzen, oben der Engelchor, und dreimal dieselbe Vorfreude. Geschrieben hat es 1895 ein westpreußischer Pfarrer, der das Gedicht „Weihnachtsgruß“ nannte. Wer die Melodie erfunden hat, weiß bis heute niemand sicher. Für dich zählt vor allem: Der Text ist frei, du darfst ihn kopieren, ausdrucken und weitergeben. Such dir die Fassung aus, die eure Runde kennt, und sing einfach los.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Eduard Ebel (1895): Leise rieselt der Schnee (Liedtext). Nachdruck gemeinfrei
Redaktionell geprüft von Nina Hofmann1 Quellen angegeben
Nina Hofmann

Nina Hofmann

Nina schreibt über die großen Fragen der Liebe: Selbstliebe, Trennungen, toxische Muster und emotionale Heilung. Ihr Ansatz verbindet Psychologie mit echtem Mitgefühl.

Seit 2024 · Liebespsychologie, Selbstentwicklung, Emotionale Muster

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