Lasst uns froh und munter sein Text: alle Strophen & Herkunft

Lasst uns froh und munter sein Text mit allen sieben Strophen und Refrain, dazu Herkunft, Melodie, die Bedeutung des Tellers und Tipps zum Singen mit Kindern.

von Laura Bergmann12 Min. Lesezeit
Lasst uns froh und munter sein Text: alle Strophen & Herkunft
Inhalt 10 Abschnitte
  1. Lasst uns froh und munter sein Text: die fünf bekannten Strophen
  2. Lasst uns froh und munter sein Liedtext: zwei seltene Zusatzstrophen
  3. „Lustig, lustig, tralalalala“: der Refrain und seine Varianten
  4. Lasst uns froh und munter sein Strophen: Teller, Traum und Dank
  5. Woher das Nikolauslied stammt: Hunsrück oder Rheinland
  6. Wer den Text schrieb: zwei Namen, kein Beweis
  7. Die Melodie: leicht zu singen, mit einem Sprung nach oben
  8. Wann man das Nikolauslied singt
  9. Mit Kindern singen: Tipps für Kita und Familie
  10. Ist der Liedtext gemeinfrei?

Den Lasst uns froh und munter sein Text singen Kinder in Deutschland jedes Jahr Anfang Dezember, und spätestens beim „Lustig, lustig“ stimmen auch die Erwachsenen ein. Hier findest du alle Strophen des bekannten Nikolauslieds samt Refrain, dazu die zwei seltenen Zusatzstrophen, die in vielen Liederbüchern fehlen. Außerdem klären wir, was es mit dem Teller auf sich hat, woher das Lied wahrscheinlich stammt, warum niemand sicher weiß, wer es geschrieben hat, und wie du es mit Kindern so singst, dass alle bis zur letzten Strophe dabeibleiben.

Lasst uns froh und munter sein Text: die fünf bekannten Strophen

Die meisten Liederbücher, Kita-Mappen und Notenblätter drucken fünf Strophen. Wir geben sie in heutiger Rechtschreibung wieder, der Refrain folgt nach jeder Strophe. Weil das Lied Volksgut aus dem 19. Jahrhundert ist, darfst du den Text frei abschreiben, ausdrucken und verteilen.

Lasst uns froh und munter sein / und uns recht von Herzen freun! / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da, / bald ist Nikolausabend da!

Dann stell ich den Teller auf, / Nik’laus legt gewiss was drauf. / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da …

Wenn ich schlaf, dann träume ich: / Jetzt bringt Nik’laus was für mich. / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da …

Wenn ich aufgestanden bin, / lauf ich schnell zum Teller hin. / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da …

Nik’laus ist ein guter Mann, / dem man nicht genug danken kann. / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da …

Jede Strophe besteht nur aus zwei gereimten Zeilen, alles andere erledigt der Refrain. Das macht das Lied so leicht zu lernen: Wer die erste Strophe kann, muss für jede weitere nur ein neues Reimpaar behalten. Die letzte Refrainzeile wird übrigens in der Regel doppelt gesungen, auch wenn sie in vielen Abdrucken nur einmal steht.

Lasst uns froh und munter sein Liedtext: zwei seltene Zusatzstrophen

Die ausführlichste Fassung hat sieben Strophen. Zwei davon tauchen nur selten auf, sind aber nach Angaben der Volkskundlerin Ingeborg Weber-Kellermann, wie die Wikipedia sie wiedergibt, im Hunsrück oder im Rheinland bezeugt. In ihrem Standardwerk „Das Buch der Weihnachtslieder“ vermutet sie, dass ein Schulmeister sie gedichtet hat. Die erste der beiden gehört an die zweite Stelle, direkt nach „froh und munter“:

Bald ist unsre Schule aus, / dann ziehn wir vergnügt nach Haus. / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da …

Die zweite steht zwischen dem Aufstellen des Tellers und dem Traum, in der vollständigen Zählung also an vierter Stelle:

Steht der Teller auf dem Tisch, / sing ich nochmals froh und frisch: / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da …

Ob du fünf oder sieben Strophen singst, ist Geschmackssache. Die Schulstrophe passt gut, wenn ihr in Kita oder Grundschule singt und der Nikolaus nachmittags erwartet wird. Die Tisch-Strophe ist eine hübsche Pointe für Familien, denn das Kind singt darin das Lied selbst noch einmal. Ein falsches Lied singst du mit keiner der beiden Varianten.

„Lustig, lustig, tralalalala“: der Refrain und seine Varianten

Am Refrain zeigt sich, wie stark ein Volkslied vom Weitersingen lebt. Die Silben nach „lustig, lustig“ sind reine Lautmalerei ohne Wortbedeutung, und entsprechend unterschiedlich werden sie geschrieben. In vielen Liederbüchern steht „traleralera“, die verbreitete Online-Sammlung ingeb.org schreibt „trallerallera“. Wer das Lied aus dem Gedächtnis aufschreibt, landet oft bei „tralalalala“. Gesungen klingt das alles ähnlich, denn die Melodie wechselt an dieser Stelle einfach zwischen zwei benachbarten Tönen hin und her.

Spannender ist die zweite Hälfte des Refrains. In der Grundform heißt es „Bald ist Nikolausabend da“, das Lied blickt also nach vorn. Eine Fassung, die unter anderem im Liederbaum des Labbé Verlags steht, verschiebt diesen Blick mit der Handlung: Bei der Traumstrophe wird aus „bald“ ein „heut“, und ab der Strophe vom Aufstehen heißt es „nun war Nikolausabend da“. So erzählt der Refrain die Nacht mit, vom Warten über den Abend bis zum Morgen danach. Auch das Wort selbst schwankt: Neben „Nikolausabend“ findest du „Niklausabend“ und „Nik’lausabend“, je nachdem, wie viele Silben die Singenden unterbringen wollen.

Selbst die erste Strophe gibt es in zwei Fassungen. Statt „und uns recht von Herzen freun“ verzeichnet die Liedsammlung „Der Liederquell“ von Theo und Sunhilt Mang auch „und uns in dem Herrn erfreun“. Diese Variante gibt dem fröhlichen Auftakt einen ausdrücklich religiösen Ton, der zum Bischof Nikolaus passt, sich im Alltag aber nicht durchgesetzt hat.

Lasst uns froh und munter sein Strophen: Teller, Traum und Dank

Liest du die Strophen hintereinander, ergibt sich eine kleine Geschichte in Echtzeit. Das Kind freut sich, stellt den Teller auf, geht schlafen, träumt, springt morgens aus dem Bett und bedankt sich. Der Nikolaus selbst tritt dabei nie auf. Er bleibt unsichtbar und handelt nur über Nacht, was gut zum ältesten Kern seiner Legende passt: Nikolaus von Myra, ein Bischof des 4. Jahrhunderts, soll heimlich und ohne erkannt zu werden geholfen haben.

Der Teller. Heute putzen die meisten Kinder am Abend des 5. Dezember ihre Stiefel und stellen sie vor die Tür. Im Lied steht dagegen ein Teller bereit. In der Brauchtumsliteratur gilt dieser Gabenteller als Nikolausbrauch, der erst später als „Bunter Teller“ auch zu Weihnachten gewandert ist. Wenn du beim Singen „Stiefel“ statt „Teller“ hörst, ist das also eine moderne Anpassung, keine Originalzeile. Was hineinkommt, beschreibt das Lied nicht genauer, es heißt nur, der Nikolaus lege „gewiss was drauf“. Ideen für einen kleinen Zettel dazu findest du in unseren Nikolaussprüchen.

Der Abend. Mit „Nikolausabend“ ist der Vorabend des Nikolaustags gemeint, also der 5. Dezember. An diesem Abend wird der Teller aufgestellt, in der Nacht kommt der Nikolaus, am Morgen des 6. Dezember ist die Bescherung. Genau diesen Ablauf bilden die Strophen ab.

Der Dank. Die letzte Strophe ist die einzige, die über den Nikolaus spricht statt über das Kind. Er sei „ein guter Mann“, dem man gar nicht genug danken könne. Auffällig ist, was fehlt: keine Rute, kein Sündenbuch, keine Prüfung. In älteren Texten tritt der Nikolaus häufig als strenger Prüfer auf, wie unser Überblick über alte Nikolausgedichte zeigt, und in den Alpenländern begleitet ihn mancherorts der furchteinflößende Krampus. In diesem Lied ist er nur Schenkender. Für kleine Kinder ist das eine angenehm angstfreie Version des Brauchs.

Woher das Nikolauslied stammt: Hunsrück oder Rheinland

Text und Melodie werden übereinstimmend dem 19. Jahrhundert zugeordnet. Wo genau das Lied entstand, ist nicht gesichert. Häufig wird der Hunsrück genannt, die Mittelgebirgsregion zwischen Mosel, Rhein und Nahe. Die Online-Liedsammlung ingeb.org ordnet die Melodie allgemeiner dem Rheinland zu. Beides schließt sich nicht aus, denn der Hunsrück zählt zum Rheinland im weiteren Sinn, und die beiden seltenen Zusatzstrophen sind laut Weber-Kellermann genau dort bezeugt.

Einen datierten Erstdruck konnten wir bei unserer Recherche nicht ausfindig machen. Weder Wikipedia noch die von uns geprüften Liedsammlungen nennen ein konkretes Liederbuch mit Jahreszahl als ältesten Beleg. Seriös lässt sich deshalb nur sagen: Das Lied ist im 19. Jahrhundert im Westen Deutschlands entstanden und hat sich von dort aus verbreitet. Wer eine genaue Jahreszahl angibt, sollte auch die Quelle dazu nennen können.

Wer den Text schrieb: zwei Namen, kein Beweis

In Liedportalen und Notendatenbanken taucht gelegentlich Josef Annegarn als Urheber auf. Der Theologe und Pädagoge wurde 1794 in Ostbevern im Münsterland geboren, unterrichtete an der Normalschule in Münster, schrieb Lese- und Schulbücher und starb 1843 als Professor in Braunsberg. Eine Verbindung zu einem Kinderlied wäre bei diesem Lebenslauf denkbar. Einen Beleg dafür, etwa einen Druck unter seinem Namen, haben wir in den Quellen, die die Zuschreibung erwähnen, aber nicht gefunden.

Ein zweiter Name führt nach Düsseldorf. Der Historiker Hugo Weidenhaupt schrieb 1968 in einer Festschrift zum 75-jährigen Bestehen des Katholischen Gefängnis-Vereins Düsseldorf über den Lehrer August Stapper. Stapper unterrichtete an der Schule in der Citadellstraße und gab nebenher Elementarunterricht für jugendliche Gefangene. Weidenhaupt nennt ihn den vielgerühmten Schöpfer des Liedes und bezeichnet es dabei als Martinslied. Ob das ein Versehen ist oder ob das Lied in Düsseldorf auch rund um Sankt Martin gesungen wurde, geht aus dem kurzen Text nicht hervor. Eine Akte aus dem Jahr 1857, die Weidenhaupt zitiert, belegt immerhin, dass Stapper zu dieser Zeit in Düsseldorf tätig war.

Für den Alltag heißt das: Auf ein Liedblatt gehört korrekt „Volksgut, 19. Jahrhundert“ oder „Text und Melodie: überliefert“. Wer möchte, kann ergänzen, dass Annegarn und Stapper als mögliche Verfasser genannt werden. Interessant ist am Rande, dass Weber-Kellermann die Schulstrophe einem Schulmeister zuschreibt und Stapper Lehrer war. Mehr als ein Zufall, der neugierig macht, ist das aber nicht.

Die Melodie: leicht zu singen, mit einem Sprung nach oben

Wer die Weise komponiert hat, ist genauso unbekannt wie der Textdichter. In der verbreiteten Notierung steht das Lied in C-Dur im Vierertakt und bleibt innerhalb einer einzigen Oktave. Das macht es für Kinderstimmen bequem, und auch Erwachsene ohne Gesangserfahrung kommen gut mit.

Der Aufbau ist schnell erklärt. Die zweite Zeile wiederholt das Tonmuster der ersten, nur einen Ton tiefer, so als würde die Melodie eine Treppe hinabsteigen. Beim „Lustig, lustig“ geht es Ton für Ton wieder nach oben, und auf dem „traleralera“ pendelt sie zwischen zwei Nachbartönen. Dann kommt der Moment, auf den alle warten: Das Wort „Bald“ springt auf den höchsten Ton des ganzen Liedes. Danach rutscht die Zeile zurück nach unten, und beim zweiten Durchgang landet sie sicher auf dem Grundton. Kein Wunder, dass gerade die Schlusszeile so laut gesungen wird.

Wenn du begleiten möchtest: Für Gitarre oder Klavier reichen im Wesentlichen drei Grundakkorde, in C-Dur also C, F und G. Liegt euch die Melodie zu hoch oder zu tief, transponierst du sie einfach. Bei kleinen Kindern klingt eine etwas tiefere Lage oft entspannter.

Wann man das Nikolauslied singt

Der Refrain gibt die Antwort fast schon vor. „Bald ist Nikolausabend da“ passt in die Tage vor dem 6. Dezember, also in die erste Adventswoche und besonders an den Abend des 5. Dezember, wenn Teller oder Stiefel bereitgestellt werden. In Kitas und Grundschulen erklingt es oft bei der Nikolausfeier selbst, wenn ein verkleideter Nikolaus zu Besuch kommt. Wer die Fassung mit „heut“ und „nun war“ singt, kann das Lied auch am Morgen danach noch einmal anstimmen.

Streng genommen ist es kein Weihnachtslied, sondern ein Lied für einen Festtag im Advent. Trotzdem steht es in fast jeder Sammlung mit Advents- und Weihnachtsliedern, und es gehört fest in den Dezember. Einen Überblick über weitere Liedtexte von „Stille Nacht“ bis „O Tannenbaum“ bekommst du auf unserer Seite zu den Weihnachtsliedern. Für die Adventssonntage selbst, an denen eher gesprochen als gesungen wird, haben wir passende Adventsgedichte gesammelt.

Mit Kindern singen: Tipps für Kita und Familie

Weil die Strophen so kurz sind und der Refrain immer gleich bleibt, können schon Zweijährige beim „Lustig, lustig“ mitmachen. Damit es mehr wird als ein Einsatz beim Refrain, helfen ein paar einfache Ideen:

  • Erst den Refrain, dann die Strophen: Übe zuerst nur „Lustig, lustig“ bis „da“. Die Strophen singt anfangs ein Erwachsener allein, die Kinder kommen beim Refrain dazu. Nach ein paar Durchgängen singen sie die Reimpaare von selbst mit.
  • Bewegungen zu jeder Strophe: Mit beiden Händen einen Teller formen, den Kopf zum Schlafen auf die gefalteten Hände legen, auf der Stelle zum Teller laufen und zum Schluss eine Verbeugung für den Nikolaus. Beim Refrain wird geklatscht.
  • Den Ablauf nachspielen: Stellt vor dem Singen wirklich einen Teller oder Stiefel auf. Dann verstehen auch die Kleinsten, wovon das Lied erzählt, und warten gespannt auf den Morgen.
  • Eine eigene Strophe dichten: Der Text ist frei, also darf er weiterwachsen. Ein Beispiel von uns, das nicht zur Überlieferung gehört: „Putz ich meine Stiefel blank, / sag ich Nik’laus schon mal Dank.“ Ältere Kinder haben oft Spaß daran, selbst ein Reimpaar zu finden.
  • Lied und Gedicht kombinieren: Wer nicht singen mag, sagt lieber einen kurzen Vers auf. Passende Reime für verschiedene Altersstufen findest du in unseren Weihnachtsgedichten für Kinder.

Wichtig ist vor allem eines: Niemand muss vorsingen. Manche Kinder singen lieber in der Gruppe als allein vor einem Mann mit langem Bart, und das ist völlig in Ordnung. Gemeinsames Singen nimmt die Aufregung, gerade wenn der Nikolaus persönlich kommt.

Ist der Liedtext gemeinfrei?

Ja. Ganz gleich, welchem der genannten Verfasser du folgst, liegt deren Tod weit mehr als 70 Jahre zurück, und als überliefertes Volksgut ist das Lied ohnehin frei. Du darfst den Text kopieren, auf Liedblätter drucken, im Gemeindebrief abdrucken oder bei der Kita-Feier verteilen. Das gilt ebenso für die beiden Zusatzstrophen.

Anders sieht es bei jüngeren Bearbeitungen aus. Moderne Notensätze, Arrangements für Chor oder Band, Aufnahmen und neu gedichtete Strophen können urheberrechtlich geschützt sein. Das betrifft auch neuere Nikolauslieder aus dem 20. Jahrhundert, die heute oft im selben Atemzug genannt werden. Wenn du solche Fassungen öffentlich vortragen oder weitergeben willst, klärst du am besten vorher die Rechte. Ähnlich ist es bei anderen Kinderklassikern wie Alle Jahre wieder: Das Original ist frei, die Bearbeitung nicht unbedingt.

Häufige Fragen

Wann singt man „Lasst uns froh und munter sein“?

Man singt es in den Tagen vor dem Nikolaustag, besonders am Abend des 5. Dezember, wenn Kinder Teller oder Stiefel aufstellen. In Kitas und Schulen erklingt es oft bei der Nikolausfeier am 6. Dezember. Der Refrain „Bald ist Nikolausabend da“ zeigt, dass es ein Lied der Vorfreude ist.

Wer hat Lasst uns froh und munter sein geschrieben?

Das ist nicht sicher bekannt. Das Lied gilt als Volksgut aus dem 19. Jahrhundert, vermutlich aus dem Hunsrück oder dem Rheinland. Als mögliche Verfasser werden der Theologe Josef Annegarn und der Düsseldorfer Lehrer August Stapper genannt, belegt ist keine der beiden Zuschreibungen.

Was singt man am Nikolaustag?

Das bekannteste Lied am Nikolaustag ist „Lasst uns froh und munter sein“. Daneben werden traditionell etwa „Nikolaus, du guter Gast“ und „Klopf, klopf, klopf“ gesungen. In Gemeinden hört man auch neuere geistliche Nikolauslieder wie „Dich rufen wir, St. Nikolaus“, deren Texte urheberrechtlich geschützt sind.

Wie lautet der Text des Nikolausliedes?

Die erste Strophe lautet: „Lasst uns froh und munter sein / und uns recht von Herzen freun! / Lustig, lustig, traleralera! / Bald ist Nikolausabend da.“ Die weiteren Strophen handeln vom Teller, vom Traum, vom Aufstehen und vom Dank an den Nikolaus. Alle Strophen stehen oben im Artikel.

Wie viele Strophen hat Lasst uns froh und munter sein?

Üblich sind fünf Strophen. Die ausführlichste Fassung hat sieben, denn zwei Strophen über das Schulende und den Teller auf dem Tisch sind regional im Hunsrück oder Rheinland überliefert. Sie werden seltener abgedruckt, gehören aber ebenso zum alten, gemeinfreien Bestand.

Fazit: ein Lied über eine einzige Nacht

„Lasst uns froh und munter sein“ erzählt in wenigen Reimpaaren, was ein Kind zwischen dem Abend des 5. und dem Morgen des 6. Dezember erlebt: Vorfreude, Teller, Traum, Bescherung und Dank. Wer es geschrieben hat, wird sich wohl nicht mehr klären lassen, und gerade das macht es zu einem echten Volkslied mit vielen kleinen Varianten. Ob du fünf oder sieben Strophen singst, „traleralera“ oder „tralalalala“: Du darfst den Text frei nutzen und so singen, wie ihr es zu Hause gewohnt seid.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Volksgut (19. Jh.): Lasst uns froh und munter sein (Liedtext). Nachdruck gemeinfrei
Redaktionell geprüft von Laura Bergmann1 Quellen angegeben
Laura Bergmann

Laura Bergmann

Laura ist Psychologin und Beziehungsexpertin. Sie schreibt über Partnerschaft, Bindungsverhalten und Sexualität – immer ehrlich, fundiert und alltagsnah.

Seit 2024 · Beziehung, Sexualität, Bindungspsychologie

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